Rettet das Strandbad
 
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Die neue Strandbadordnung

Titel Satzung

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Die Beschlussvorlage im Gemeinderat dazu (560 KB)
 

 
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7.11
Benutzungsordnung für das Strandbad der Stadt Mannheim
Fassung vom 30.03.2001

  1. Das Strandbad ist eine öffentliche Einrichtung zur Erholung der Bevölkerung.
    Es erstreckt sich auf den eingezäunten Bereich auf den Grundstücken Flst.-Nr. 16.806/1 und 16 808/4 vom Rhein-km 419 – 420. Begrenzt wird es vom Naturschutzgebiet „Reißinsel”, vom Naturschutzgebiet „Bei der Silberpappel” und dem Parkplatz vor dem Strandbad. Der Geltungsbereich ist im beiliegenden Plan ausgewiesen.
  2. Alle Erholungssuchenden haben grundsätzlich freien Zutritt.
  3. Mit dem Betreten des Strandbades erkennen die Besucherinnen und Besucher die Benutzungsordnung der Einrichtung an.
  4. Das Benutzungsverhältnis ist öffentlich-rechtlicher Natur.
  5. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Das Strandbad wird nicht ständig überwacht.
  6. Die Anordnungen des Aufsichtspersonals sind zu befolgen.
  7. Die Besucherinnen und Besucher der Einrichtung haben sich so zu verhalten, dass andere nicht gestört werden.
  8. Für die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen stehen Behälter bereit. Diese sind entsprechend zu benutzen.
  9. Ganzjährig verboten ist:
    • das Baden im Rhein
    • das Befahren mit Kraftfahrzeugen (ausgenommen das Campingplatzareal )
    • das Anlegen von motorisierten Wasserfahrzeugen
    • das Grillen außerhalb der ausgewiesenen Zonen
  10. Während der Betriebszeit (in der Regel von April bis September) ist
    • das Mitnehmen von Fahrrädern und
    • das Mitnehmen von Tieren
    in die Einrichtung nicht erlaubt
  11. Soweit diese Benutzungsordnung keine weitergehenden Bestimmungen enthält, finden folgende Regelungen auf dem Gelände des Strandbades Anwendung:
    Polizeiverordnung zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Straßen und Anlagen und zur Abwehr von verhaltensbedingten Gefahren im Stadtkreis Mannheim vom 01.01.1998 in der jeweils gültigen Fassung
    Rechtsverordnung der Stadt Mannheim über den Gemeingebrauch an öffentlichen Gewässern vom 28.07.1978 in der jeweils gültigen Fassung Verordnung des Bürgermeisteramtes Mannheim als Untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet „Waldpark” vom 02.05.1975 in der jeweils gültigen Fassung.
  12. Die Benutzungsordnung tritt am Tag Ihrer Bekanntmachung in Kraft. Die Betriebsordnung vom 06.05.1990 tritt gleichzeitig außer Kraft.

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Titel: Etatrede
Aus der Etatrede des Oberbürgermeister
Dr. Peter Kurz zum Doppelhaushalt 2008 | 2009, Seite 48

Ein Investitionszuschuss in Höhe von 1 Mio. € ist für das Strandbad vorgesehen.

Entsprechende Vorlagen sind dem Gemeindrat unterbreitet worden. Das Strandbad ist eine der großen Freizeiteinrichtungen unserer Stadt. Es ist zugleich eine Einrichtung, mit der sich viele Mannheimerinnen und Mannheimer identifizieren. Die Sicherstellung einer qualitätsvollen Architektur mit einer angemessenen Gastronomie ist letztendlich ausschlaggebend für das Gesamterscheinungsbild des Strandbads.

 

18. 12. 2007 
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Kooperatives Planungsverfahren erarbeitet Handlungsempfehlungen fürs Strandbad.

Die Arbeitsergebnisse der Planungsgruppe Strandbad liegen nun vor. Beteiligt waren neben aller am Thema beteiligten Initiativen (Freunde des Strandbads, Lokale Agenda, MASTRA e.V., BUND etc.) auch die zuständigen städtischen Dienststellen.

In drei Sitzungen hat diese Planungsgruppe Handlungsempfehlungen für das Strandbad erarbeitet. Unterstützt wurde sie dabei vom Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung. Der überwiegende Teil der Handlungsempfehlungen wurde einstimmig beschlossen und deckt sich mit den Punkten unseres Forderungskatalogs aus dem Jahre 2004.

Der gemeinschaftlich erarbeitete Katalog wurde nun von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz an die zuständigen Gremien verwiesen, damit schnellstmöglich mit der politischen Umsetzung begonnen werden kann.

Damit hat sich das kooperative Planungsverfahren für uns als Bürgerinitiative und als Vertreter der Neckarauer Bürgerschaft als erfolgreich und sehr konstruktiv erwiesen. Sollte es gelingen, die Ergebnisse schnell umzusetzen (es gibt derzeit keinen Grund daran zu zweifeln), hoffen wir, dass diese neue Form der Bürgerbeteiligung in unserer Stadt Schule machen wird.

Die Ergebnisse der Workshops finden sich in den Anträgen wieder, die zur Zeit in den zuständigen Gremien beraten werden.

Wir stellen hier die beiden Beschlussvorlagen zum Nachlesen zur Verfügung:

Nutzungskonzeption für das Strandbad –
Vorstellung der Handlungsempfehlungen der kooperativen Planungsgruppe
(PDF, 140 kB)

Konzeption Strandbadgaststätte –
Betreiberausschreibung und Architektenwettbewerb
(PDF, 228 kB)
 

11. 12. 2007 

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Herbie proudly presents:  

Der Mannheimer Musiker Ronald Herbe, genannt Herbie (zusammen mit den Söhnen Mannheims, Joy Fleming, Chako Habekost u.a. auf der CD "Mannheim, Mannem, Monnem" zu hören) hat eine neue Mini CD veröffentlicht. Mit dem Song Mach dir einen schönen Tag – zugleich Titel der CD – hat er mit Unterstützung der Blue Bird Bigband Speyer seine Erinnerungen an das Strandbad und seine Verbundenheit mit diesem Ort und dem Gebäude in einem Lied zusammengefasst. Ebenfalls zu hören ist das alte Isch bin än äschda Mannemer in einer Ska Version, Uff de Woistroß in de Palz in Anlehnung an Route 66 und sein Lied: Isch will in die Popakademie. Den Abschluss bildet eine Karaoke-Version der Strandbad-Hymne.

12. 12. 2006 

 
Herbie proudly presents:

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Herzlichen Glückwunsch, Dr. Peter Kurz!

Wir freuen uns, dass der zukünftige Mannheimer Oberbürgermeister ein Anhänger des Strandbads ist.
Vor der Wahl haben wir die drei wichtigsten OB-Kandidaten zum Strandbad befragt. Die Antworten von Dr. Peter Kurz, dem zukünftigen Oberbürgermeister, dokumentieren wir hier im Wortlaut. Wir erhoffen uns eine positive Entwicklung fürs Strandbad und wünschen uns, dass es Herrn Dr. Kurz nun schnell gelingt, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten das Provisorium am Strandbad zu beenden.

Unsere Fragen an die Oberbürgermeister-Kandidaten zum Strandbad (Stand: Mai 2007):

1. Welche Maßnahmen werden Sie als OB ergreifen, um eine Lösung für die Strandbad-Gastronomie zu schaffen?

Dr. Peter Kurz: Mit dem Strandbad muss anders umgegangen werden, als in den letzten Jahren. Das Provisorium mit der Gastronomie muss endlich beendet werden. Wenn ein privater Unternehmer gefunden werden soll, der die Gastronomie am Strandbad betreibt, bedarf es vorher öffentlicher Investitionen, um das Gebäude in einen vermietbaren Zustand zu bringen.

Das gastronomische Konzept sowie die Nutzungsordnung für das Freizeitgelände muss in einem kooperativen Planungsverfahren mit den beteiligten Verbänden entwickelt werden (Verein Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau, Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads“, Förderverein Mannheimer Strandbad e.V., Mastra). Dazu ist es erforderlich, sich auf gemeinsame Eckpunkte für das Strandbad zu verständigen. Die Strandbadgastronomie soll sich an die Besucherinnen und Besucher des Naherholungsgebietes richten. Eine so genannte Event-Gastronomie hat im Naherholungsgebiet nichts zu suchen.

2. Was werden Sie tun, damit das Strandbad nach dem Vermächtnis von Carl Reiß allen Bürgerinnen und Bürgern Mannheims zur Erholung und Freizeit in der Natur erhalten bleibt?

Dr. Peter Kurz: Die Menschen müssen durch attraktive Verkehrskonzepte gewonnen werden, zum Naherholungsgebiet auch ohne eigenes Auto zu kommen. Für das Grillen am Strandbad muss es klare Spielregeln geben, deren Einhaltung auch überwacht werden müssen. Die Belange das Landschaftsschutzgebietes und der beiden angrenzenden Naturschutzgebiete müssen berücksichtigt und geschützt werden. Das Strandbad muss als Naherholungsgebiet erhalten, geschützt und gepflegt werden. Dafür setze ich mich ein.

3. Wie werden Sie Einfluss auf die Verwaltung nehmen, damit zukünftig Entscheidungsprozesse in Sachen Strandbad beschleunigt bearbeitet und entschieden werden?

Dr. Peter Kurz: Die Zuständigkeit für das Strandbad muss innerhalb der Verwaltung in eine Hand gelegt werden und darf nicht auf mehrere Ämter und Dezernate zersplittert bleiben. Dies wäre eine meiner ersten Amtshandlungen.

 

21. 06. 2007 
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Jubellähmung zum Jubiläum  

Plakat: auch 2007 nix zu feiern!

Download als PDF (140 KB)

Das Plakat (DinA3) kann hier kostenlos bestellt werden -> e-shop
 

21. 12. 2006 

 

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Der Brockhaus
Mannheim
400 Jahre Quadratestadt – das Lexikon  

Für Sie auf Seite 322 gelesen:

Der Brockhaus Mannheim"Strandbad, am Neckarauer Rheinbogen zwischen den Naturschutzgebieten »Reißinsel« und» Bei der Silberpappel« gelegener Badestrand, der 1927 von Erwerbslosen als kommunale Notstandsarbeit errichtet wurde und 1928 weitere Ergänzungsbauten erhielt. Damit sollte das wilde Baden in Rhein und Neckar, welches alljährlich Todesopfer forderte, verhindert werden.

Das Strandbad entwickelte sich mit seiner ausladenden Promenade schnell zum beliebten Treffpunkt und wurde von den Mannheimern als »Lido der Kurpfalz« bezeichnet. In den 1950er Jahren gehörte das Strandbad zu den beliebtesten Freizeitorten; an warmen Sommertagen kamen bis zu 32000 Badegäste. Das veränderte Freizeitverhalten verstärkte in den späten 1950er- und den 1960er-Jahren den Bau von beheizten Freibädern mit Schwimmer-, Turmspring- und Kinderplanschbecken. Aufgrund der Verschmutzung des Rheins wurde in den 1970er-Jahren das Baden im Rhein verboten und das Strandbad nicht mehr als Bad geführt. Als Erholungsgelände, vor allem zum Grillen, wird es aber weiterhin von der Bevölkerung gerne genutzt.

Mit dem zwischenzeitlichen Wegfall der Betreuung durch die öffentliche Hand kam es zum Aufkommen von Verwahrlosungstendenzen, die zur Gründung von zwei Bürgerinitiativen (Mannheimer Strandbad Verein Mastra e. V. und SOS Strandbadfreunde des Strandbads) führten. Seit 2001 wird das Gelände wieder als öffentliche Einrichtung betrieben. Die Sanierung des Gebäudes soll aber durch einen privaten Investor erfolgen. Da dieser an die Auflagen im reißsehen Testament gebunden ist (Eigentum der Bürger, Naturschutz), ist es bis dato (2005) zu keiner Einigung gekommen."

Auf Seite 268 ist ein Artikel über die Reißinsel und auf Seite 266 über den Stifter Carl Reiß.

Wer noch ein Neujahrsgeschenk braucht: das Buch ist in jeder guten Buchhandlung erhältlich oder direkt hier: http://www.brockhaus.de
 


01. 12. 2006 


 

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Wer mischt die Karten?

Liebe Freunde des Strandbads,

wie Sie der Presse (s. u.) entnehmen konnten, ist die Öffnung einer Gastronomie am Strandbad in weite Ferne gerückt. Wir kämpfen seit fast drei Jahren darum, dass das Strandbad in seiner Tradition erhalten bleibt und eine Gastronomie am alten Platz in den ursprünglichen Dimensionen wieder eröffnet wird. Vor drei Jahren versuchte die Verwaltung an Bevölkerung und Gemeinderat vorbei eine Erbpachtlösung auf 60 Jahre (also eine quasi Privatisierung) mit einer Ausweitung auf insgesamt bis zu 1300 Plätze durchzusetzen. Damit ist sie nicht durchgekommen!

Die letzten drei Jahre waren geprägt von endlosen Diskussionen, Besprechungen und der Hinhaltetaktik der Verwaltung und ihres ausgelobten Partners, der Eichbaum AG. Angebliche unabhängige Gutachten wurden uns nie vorgelegt – sie haben wohl nie existiert. Nach dreijährigem Insistieren hat die Eichbaum nun wohl ein Gutachten erstellen lassen und das behagt dem Oberbürgermeister nicht. Uns liegt das Gutachten nach wie vor nicht vor, obwohl dies auf einer der letzten Veranstaltungen (MM Morgenmobil 18. 8. 06 am Strandbad) ausdrücklich zugesagt wurde.

Was bedeutet dies nun? Wir stehen mit der Neuausschreibung wieder bei Null. Die Gastronomie wird im Jahr 2007, dem 400 jährigen Stadtjubiläum unverändert aus einem billigen Container bestehen. Das Gebäude rottet weiter vor sich hin. Die Stadtverwaltung kann sich weiter als Bremser betätigen. Die Ausschreibung wird wohl wieder hinter verschlossenen Türen und ohne Bürgerbeteiligung ausgemauschelt werden. Also noch mal von vorne?

Da melden sich nun Leute zu Wort und wollen ihnen das als Sieg verkaufen. Wir können Sie an dieser Stelle nur auffordern, kritisch zu bleiben.

Glauben Sie nicht denjenigen, die Ihnen weismachen wollen, dass sie einen Sieg errungen haben. Schauen Sie hinter die Kulissen! Erfragen Sie, welche Personen und Geschäftsleute hinter bestimmten Forderungen stecken. Fragen Sie nach den wahren Hintergründen. Fragen Sie, warum plötzlich alle anderen Forderungen, für die unsere Unterstützer und 2.500 Unterzeichner eingetreten sind,  jetzt nicht mehr richtig und wichtig sein sollen. Überlegen Sie, ob nicht vielleicht private Interessen bei einigen Akteuren eine Rolle spielen.

Wir - die Initiative "Freunde des Strandbads" - sind unabhängig und bleiben bei unseren Forderungen! Diese enthalten die Ablehnung der Erbpacht, die Ablehnung der Flächenausdehnung für die Gastronomie und die Forderung des Erhalts des Strandbads in seiner ursprünglichen Tradition.

Daraus zu schließen, wir würden "rückwärtsgewandt die Messer wetzen", ist absurd. Von unseren Forderungen dagegen abzulassen, würde denjenigen Tor und Tür öffnen, welche damals wie heute eine Planung mit Großgastronomie und Millionen-Investitionen gerne durchsetzen würden.

Wir sind auch nicht mit Hetztiraden und angeblicher Satire einer selbsternannten "Bürgeraktion" zu treffen. Denn wir lieben unser Strandbad - das Strandbad ist für alle da!

Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads"
Mannheim-Neckarau, 22. Oktober 2006
 

22. 10. 2006 

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Das MorgenMobil am Strandbad

alleAm Freitag, den 18. 8. stand das Strandbad wieder einmal im Mittelpunkt des Interesses. Das MorgenMobil des Mannheimer Morgens kam ans Strandbad, um den Strandbadbesuchern die Gelegenheit zu geben, mit den Akteuren vor Ort zu diskutieren. Eingeladen waren Heinrich Dlugosch (Stadt MA, Fachbereich Sport und Freizeit), Rolf-Martin Kögel (Stadt MA, Leiter des Liegenschaftsamts), Reinhold Reis und Rainer Heilmann (Eichbaum) und unsere Sprecherin Martina Stamm. Die Diskussion wurde von MM-Redakteur Thorsten Langscheid geleitet. Vom Andrang positiv überrascht zeigte sich der MM, der noch nie so viele Besucher bei einer MorgenMobil-Veranstaltung zählen konnte.

Martina Stamm wiederholte einmal mehr unsere Forderungen nach einer ganzheitlichen Lösung für die Gastronomie und die gesamte Strandbadanlage. Wir hatten diesen Forderungskatalog in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau, MASTRA e.V. und dem BUND entwickelt und am 23. 8. 2004 verabschiedet. Die Zusage von Herrn Heilmann, nur das umzusetzen, was die Strandbadbenutzer auch wollen, wertete sie als Erfolg unserer beharrlichen Arbeit. Nahezu alle unsere Forderungen wurden ja bereits in dem zur Zeit diskutierten Entwurf umgesetzt. Die Erbpacht (und damit die Teilprivatisierung) und die Ausweitung der Sitzplatzkapazitäten sind nun endgültig vom Tisch. Bleibt vor allem noch die Frage: Sanierung oder Abriss des Gebäudes?

martinaNachdem die Eichbaum sich nicht an ihre Zusage gehalten hatte, ein Gutachten zum Zustand des Strandbadgebäudes vorzulegen, hatten wir den bereits beschlossenen Kompromiss (Abriss und ebenerdige Pavillon-Lösung) aufgekündigt. Gestern kündigte die Eichbaum-Brauerei nun wieder einmal an, dass zur Zeit zwei unabhängige Gutachten in Arbeit seien. Die bereits vorhandenen Gutachten seien veraltet. (Oh wie oft haben wir von Gutachten gehört - allein gesehen haben wir noch keines!) Bis zum 1. September 2006 soll die Brauerei eine verlässliche Erklärung über ihre Absichten gegenüber der Stadtverwaltung abgeben, hatte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause dem potenziellen Investor aufgetragen. Andernfalls ist das Liegenschaftsamt wieder am Zug, nach anderen Investoren zu suchen. Nach wie vor geht der Gemeinderat davon aus, dass die Bürger im Jubeljahr 2007 wieder eine bewirtschaftete Gaststätte am Strandbad vorfinden.

Die Aussage von Herrn Kögel, nicht die Bürger, sondern der Gemeinderat entscheide über die Zukunft des Strandbads, lässt sich übrigens auch als Erfolg unseres Engagements werten: Der erste Entwurf für die Neugestaltung des gesamten Areals (Strandkörbe, Beachvolleyball, Eventgastronomie...) war noch hinter verschlossenen Türen im Hauptausschuss beschlossen worden. Ohne Beteiligung der übrigen Stadträte, und selbstverständlich ohne Diskussion in der Öffentlichkeit.

–> Presse zum Thema

strandbadfreund

Bericht: Axel Stamm
Fotos: Barbara Straube
 

-19. 08. 2006 

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offener Brief an Ausschussmitglieder und
Neckarauer Bezirksbeiräte

Bürgerinitiative «Freunde des Strandbads»

Mannheim-Neckarau 13. August 2006

Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Die Bürgerinitiative «Freunde des Strandbads» beschäftigt sich seit nunmehr 3 Jahren mit der Neugestaltung der Strandbadgaststätte und mit den damit verbundenen Auswirkungen auf das Umfeld in diesem Landschaftsschutzgebiet. Dabei haben wir immer Wert auf eine ganzheitliche Lösung der Problematik gelegt und auch den realistischen Blick für die Machbarkeit nie aus den Augen verloren.
 
Umso bedauerlicher ist es, dass der in der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung vom 29. 3. 2006 in Neckarau gefundene Kompromiss mit Eichbaum (saisonale Containerlösung, ebenerdig) keinen Bestand hatte, weil Eichbaum sich nicht an die Zusage gehalten hatte, ein Gutachten zum Gebäudezustand vorzulegen.
 
Nun hat der Gemeinderat die Eichbaum-Brauerei aufgefordert, bis zum 1. 9. 2006 eine verbindliche Zusage über die Sanierung bzw. Neuerrichtung des Gaststättengebäudes abzugeben. Andernfalls wird die Verwaltung aufgefordert, umgehend Verhandlungen mit anderen Investoren aufzunehmen bzw. geeignete Investoren durch eine Ausschreibung zu finden.
 
Wir sind der Auffassung, dass eine Lösung am Strandbad nicht zu erreichen ist, wenn man die Gestaltung des Gastronomie-Gebäudes losgelöst vom gesamten Umfeld betrachtet. Deshalb möchten wir Sie an unseren Anforderungskatalog erinnern, der seit 23. 8. 2004 unverändert Bestand hat.

  • Offenlegung der Pläne und umfassende Information interessierter Bürger
  • Keine Vertragsunterzeichnung ohne Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption
  • Keine Reduzierung der Flächen für Erholungssuchende, der Spiel- und Liegeflächen
  • Keine Privatisierung auch von Teilen des Strandbads
  • Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Stärkung des ÖPNV
  • Wiederherstellung und Pflege des gesamten Geländes inklusive des Kiesstrandes durch die Stadtverwaltung
  • Umweltgerechte Betreuung der Anlage
  • Erhalt des Gebäudes statt Abriss
  • Keine Event-Gastronomie zu Lasten von Anwohnern, Erholungssuchenden und der Natur
  • Keine Außenbewirtschaftung über das bisherige Ausmaß hinaus
  • Erhalt des Strandbads in seiner ursprünglichen Tradition

Bitte berücksichtigen Sie bei anstehenden Entscheidungen zum Thema Strandbad (seien es Verhandlungen mit Eichbaum oder mit neuen Investoren) unsere differenzierte Sichtweise auf die Problemstellung, die wir mit viel Engagement gemeinsam mit der Lokalen Agenda 21 Neckarau, dem BUND, der MASTRA e.V. und im Gespräch mit vielen Strandbadbesuchern erarbeitet haben.
 
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich für eine rasche Lösung am Strandbad einsetzen würden, damit das Ziel, bereits im Jubiläumsjahr 2007 wieder eine ansprechende Bewirtschaftung des Strandbads zu haben, erreicht wird. Bitte halten Sie uns über die Entwicklung auf dem Laufenden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Martina Stamm
Sprecherin der «Freunde des Strandbads»
 
PS: einen ausführlichen Kommentar zu unseren Anforderungen haben wir im Januar 2005 erstellt. Sie finden ihn hier auf unserer Homepage. Wir empfehlen ihn zu Ihrer weiteren Information und bitten um Berücksichtigung.


Die Bürgerinitiative «Freundes des Strandbads» besteht seit Frühjahr 2004. Wir setzen uns dafür ein, dass das Strandbad in seiner traditionellen Ausrichtung und Funktion erhalten bleibt und sind gegen eine – auch nur teilweise – Privatisierung. Für unsere Forderungen haben wir innerhalb kurzer Zeit über 2.500 Unterschriften von Besuchern des Strandbads erhalten. Wir arbeiten erfolgreich und freundschaftlich mit der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau, dem Förderverein Mannheimer Strandbad e.V. (MASTRA) und dem BUND zusammen.


-13. 08. 2006 

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Ultimatum an Eichbaum

Beschluss des Mannheimer Gemeinderates am 25. 07. 06

Strandbad Neckarau - Strandbadgaststätte

Am 25. Juli beschäftigte sich der Mannheimer Gemeinderat im nichtöffentlichen Teil seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit dem Thema Strandbad.

Im Vorfeld hatte die Eichbaum-Brauerei der Stadtverwaltung zugesagt, bis Mitte August ein Gutachten vorzulegen, das die Unwirtschaftlichkeit einer Gebäudesanierung nachweist. Der Gemeinderat hat Eichbaum nun aufgefordert, bis zum 1. September gegenüber der Stadt eine verbindliche Zusage über die Sanierung bzw. die Neuerrichtung des Strandbadgebäudes abzugeben.

Sollte dies nicht geschehen, wird die Verwaltung beauftragt, umgehend neue Verhandlungen mit Interessenten aufzunehmen bzw. in einer Ausschreibung geeignete Investoren zu finden.
 

-27. 07. 2006 

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Erklärung der Bürgerinitiative «Freunde des Strandbads»
      
Wir lassen uns nicht an der Nase herumführen
Unsere Zustimmung zum Abriss ist nicht länger gültig
Öffentliche Ausschreibung und unabhängiges Gutachten!

Am 29. März 2006 haben wir auf der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung dem von der Stadtverwaltung und Eichbaum vorgestellten Kompromiss zur Strandbadgastronomie zugestimmt.
 
Den Großteil unserer Forderungen sahen wir durch diesen Kompromiss erfüllt:

  • Verzicht auf die 60 jährige Erbpacht
  • Festschreibung der Gastronomieplätze im bisherigen Umfang
  • Verhinderung einer Teilprivatisierung des Strandbads und der geplanten Eventgastronomie
  • keine Reduzierung von Spiel- und Erholungsflächen

Unsere Zustimmung zum Abriss des Gebäudes erfolgte trotz bestehender Zweifel nach der ausdrücklichen Zusage der Firma Eichbaum, unserer Initiative zwei unabhängige Gutachten vorzulegen, die den Abriss des Gebäudes eindeutig als notwendig erklären.
 
Nachdem die Firma Eichbaum diese Zusage zurückgezogen hat, bezweifeln wir, dass es diese Gutachten überhaupt gibt.
 
Aus diesem Grund nehmen wir unsere Zustimmung zum Kompromiss und zum Abriss des Gebäudes zurück.

  • Wir fordern die Stadtverwaltung auf, endlich ein unabhängiges und aussagekräftiges Gutachten zum Zustand des Gebäudes erstellen zu lassen (und dies nicht einem privaten Investor mit eigenen wirtschaftlichen Interessen zu überlassen).

  • Nach Erstellung des Gutachtens muss eine öffentliche Ausschreibung für die Strandbadgastronomie erfolgen, um einen seriösen und glaubwürdigen Partner für die Neugestaltung der Strandbadgaststätte zu gewinnen.

Wir wollen das Strandbad in seiner ursprünglichen Tradition erhalten!

Unsere Forderungen vom 23. 8. 2004 bleiben bestehen:

  • Offenlegung der Pläne und umfassende Information interessierter Bürger
  • Keine Vertragsunterzeichnung ohne Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption
  • Keine Reduzierung der Flächen für Erholungssuchende, der Spiel- und Liegeflächen
  • Keine Privatisierung auch von Teilen des Strandbads
  • Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Stärkung des ÖPNV
  • Wiederherstellung und Pflege des gesamten Geländes inklusive des Kiesstrandes durch die Stadtverwaltung
  • Umweltgerechte Betreuung der Anlage
  • Erhalt des Gebäudes statt Abriss
  • Keine Event-Gastronomie zu Lasten von Anwohnern, Erholungssuchenden und der Natur
  • Keine Außenbewirtschaftung über das bisherige Ausmaß hinaus

Die Bürgerinitiative «Freundes des Strandbads» besteht seit Frühjahr 2004. Wir setzen uns dafür ein, dass das Strandbad in seiner traditionellen Ausrichtung und Funktion erhalten bleibt und sind gegen eine – auch nur teilweise – Privatisierung. Für unsere Forderungen haben wir innerhalb kurzer Zeit über 2.500 Unterschriften von Besuchern des Strandbads erhalten. Wir arbeiten erfolgreich und freundschaftlich mit der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau, dem Förderverein Mannheimer Strandbad e.V. (MASTRA) und dem BUND zusammen.
 


-18. 06. 2006

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Was kroch da aus dem Sommerloch?

Titel SommerlochEin Herr K. spricht uns das Wort zum Sommerloch. In Blattform, per Internet interviewt er sich selbst - seitenlang, ermüdend, peinlich-substanzlos. Ein Kommentar wäre eigentlich nicht der Mühe wert, wenn es da nicht die letzte Seite gäbe. Da lässt es Herr K. mal so richtig krachen, in seiner Manier versteht sich.

Satire überschreibt er das Machwerk, das die Auseinandersetzung um das Strandbad im Reich der Affen ansiedelt - mit entsprechenden Begrifflichkeiten und Anspielungen. Da erhält das Ganze plötzlich eine ganz spezielle Färbung, erinnert an Fußball-Fangesänge der besonderen Art, die andersfarbige Spieler der gegnerischen Mannschaft mit dumpfen Ugh-, Ugh-, Ugh-Rufen ins Visier nehmen ...

Wir sind eine demokratische, transparente und offene Bürgerinitiative. Diese Art Stimmungsmache gegen Personen und Ansichten lehnen wir entschieden ab. Wer sich auf ein solches Niveau begibt diskreditiert sich selbst.

Dem Sommerloch des Herrn K. entnehmen wir, dass er sich für eine Privatisierung des Strandbads ausspricht. Das lehnen wir entschieden ab! Eine unserer elementarsten Forderungen war und ist: keine Erbpacht!

Herr K. zitiert in seinem Sommerloch unsere Forderungen falsch. Unseren Forderungskatalog haben wir am 23. 8. 2004 verabschiedet; er hat nach wie vor Bestand. Sie finden ihn hier.


Die Bürgerinitiative «Freundes des Strandbads» besteht seit Frühjahr 2004. Wir setzen uns dafür ein, dass das Strandbad in seiner traditionellen Ausrichtung und Funktion erhalten bleibt und sind gegen eine – auch nur teilweise – Privatisierung. Für unsere Forderungen haben wir innerhalb kurzer Zeit über 2.500 Unterschriften von Besuchern des Strandbads erhalten. Wir arbeiten erfolgreich und freundschaftlich mit der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau, dem Förderverein Mannheimer Strandbad e.V. (MASTRA) und dem BUND zusammen.
 

01. 09. 2006 

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COL-lektivkunst am Strandbad

Col-Plakat"COL ist vielleicht wie ein Bach, an dem einige Hände voll Menschen leben, die sein Wasser auf die trockene Erde ihrer nächsten Umgebung sprühen, um sie fruchtbar zu machen zur Entfaltung ihrer Fülle und Vielfalt..."

Am Sonntag, den 27. August machte die internationale COL-Aktion Station am Strandbad. Gemeinsam mit Marc Kuhn schufen alte und junge Strandbadbesucher Gemälde, die auf ihren vorigen Stationen in Tepoztlan und Genf begonnen worden waren. Wer erst einmal seine Hemmungen überwunden hatte, war mit Eifer bei der Sache. Die Kollektivbilder, die dabei entstanden sind, werden nun auf den nächsten COL-Stationen von anderen Künstlerinnen und Künstlern weiter bearbeitet.

1968 im April begann COL seinen Weg als neue Kunstrichtung, nämlich die koordinierter Kollektivbilder, resp. kollektiver Regiekunst, initiiert durch Marc Kuhn. In den folgenden Jahren beteiligten sich über 100 Künstler aus 20 Ländern, sowie tausende weiterer Menschen an der Erstellung von Bildern, Drucken, an Aktionen und Ausstellungen in Zürich, Basel, Bern, Biel, Genf, New York, Mexico City, Paris, Mailand, Salzburg, München, Frankfurt, Köln, Hannover, Bielefeld, Freiburg i.Br., Münster, Bremen, Winterthur, u.s.w.
Bis April 2008, wenn COL sein 40.stes Jubiläum feiern wird, soll ein Buch in 4 Sprachen erscheinen, welches die Geschichte dieser kreativen, kommunikativen und ungewöhnlichen Bewegung erzählen wird.

Wir danken Marc Kuhn für seinen Besuch und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg für diese aussergewöhnliche Aktion.

Marc Kuhn und Martin Helmling    COL - Malen am Strandbad

27. 08. 2006 

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Unsere Stellungnahme der Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads” zum neuen Gastronomiekonzept der Eichbaum Brauereien am Mannheimer Strandbad, das am 29. März in einer öffentlichen Bezirksbeiratssitzung vorgestellt wurde:

Das Engagement der Initiative „Freunde des Strandbads” in Zusammenarbeit mit vielen anderen Initiativen und Vereinen und der Mannheimer Bevölkerung hat dazu geführt, dass die vor zwei Jahren vorgestellten Pläne für eine Großgastronomie am Strandbad vom Tisch sind. Nun liegt ein neues Konzept für die Strandbadgastronomie vor, das ohne unsere Einwände, Anregungen und unsere Beharrlichkeit nicht zustande gekommen wäre. Das ist unser Erfolg!

Die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads begrüßt,

  • dass im Rahmen der neuen Gastronomieplanung wohl keine Flächen für Erholungssuchende und für Spiel- und Liegeflächen reduziert werden sollen.
  • dass keine Privatisierung – auch von Teilen – des Strandbads, z.B. in Form von Erbbaurecht, erfolgen soll.
  • dass es wohl keine Bewirtschaftung über das vorherige Ausmaß hinaus geben soll.

Die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads bedauert,

  • dass die interessierte Öffentlichkeit über längere Zeit nicht ausreichend informiert und die Initiativen nur sporadisch in die Diskussionen eingebunden wurden. Briefe an die Stadtverwaltung wurden meist nicht beantwortet.
  • dass die große Koalition aus CDU und SPD im Schulterschluss mit der ML die erforderlichen Mittel zum Erhalt des Gebäudes in der Vergangenheit mit Beharrlichkeit verweigert hat.
  • dass kein unabhängiges Gutachten zum Zustand des Gebäudes in Auftrag gegeben wurde.
  • dass das Gebäude abgerissen werden soll.

Die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads fordert,

  • dass die Bürger an der Vertragsgestaltung beteiligt werden.
  • dass keine Flächenausweisung erfolgt, d.h. dass sich der noch abzuschließende Vertrag ausschließlich und höchstens auf die Ausmaße des jetzigen Gebäudes und nicht auf das in Plänen ausgewiesene Grundstück bezieht.
  • dass keine belastende Gastronomie zum Nachteil von Anwohnern, Erholungssuchenden und der Natur stattfindet.
  • dass der ÖPNV zum Strandbad gefördert und die Fahrradwege im Waldpark instand gesetzt werden.

Wir freuen uns, dass unsere beharrliche Arbeit letztendlich dazu geführt hat, dass eine von der Bevölkerung akzeptierte, umweltverträgliche Lösung am Strandbad realisiert werden kann.

Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung (und hier insbesondere das Dezernat I) zukünftig die Bürger in die Meinungsbildung aktiv mit einbezieht.

Eichbaum-Konzept_2006_ls.pdf (427KB)
  

-29. 03. 2006

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„Gutachten” von Eichbaum zur Strandbadgaststätte

"Gutachten" Gotha    "Gutachten"

gutachten_gotha.pdf (612KB)                       gutachten_jursitzky.pdf (352KB)              
 

-18. 06. 06

 

 
Mannheim-Momente: Das historische Schlaglicht des Monats

Sommerzeit - Badezeit:
Das Mannheimer Rheinstrandbad im Juli 1950

Maannheimer Rheinstrandbad Juli 1950
Das Mannheimer Rheinstrandbad im Juli 1950 (Stadtarchiv Mannheim)

Bevor der Rhein in der Wirtschaftswunderphase mehr und mehr zur Kloake verkam, tummelten sich darin zahlreiche Schwimmer. Da indes das "wilde Baden" alljährlich viele Todesopfer forderte, machte man sich in Mannheim Anfang der zwanziger Jahre an die Planung "ordentlicher" Badeanlagen. Im Rahmen eines kommunalen Arbeitsbeschaffungsprogramms wurde das Ufergelände am oberen Ende der Reißinsel zu einem 1 km langen Badestrand mit aller dazu gehöriger Infrastruktur hergerichtet, es wurden Zufahrtswege geschaffen und das Naturschutzgebiet durch einen Zaun abgetrennt. Zwei in Privatinitiative erbaute Gaststättengebäude mit Umkleidekabinen ergänzten das Freizeitangebot. 1927 eröffnet, entwickelte sich das Rheinstrandbad rasch zur sommerlichen Hauptattraktion Mannheims: Im Sommer 1932 wurden dort weit über eine halbe Million Besucher gezählt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sollte der Mannheimer "Lido" seine alte Beliebtheit rasch wiedererlangen: Noch während am Rheinstrandbad Bombenlöcher und Schützengräben beseitigt wurden, zogen die Menschen wieder zu Tausenden dorthin. Als das Strandbad dann im Mai 1949 auch offiziell wieder "aufmachte", kamen bis zu 32.000 Besucher an einem einzigen Tag. Was für ein Gewimmel dort damals an sonnigen Tagen geherrscht haben muss, lässt sich anhand der Fotoaufnahme erahnen, die vor genau 50 Jahren entstanden ist. Die Ökobilanz des Strandbadverkehrs fiel damals freilich trotzdem weit günstiger aus als heute: Von den knapp 400.000 Badegästen im Jahr 1950 kam fast die Hälfte mit dem Fahrrad und immerhin jeder Sechste mit dem Bus; nur 8.300 PKWs und 6.150 Motorräder wurden insgesamt in jener Saison auf dem Strandbadparkplatz gezählt.

Quelle: http://www.mannheim.de/


 


Südliche Badefreuden am rheinischen "Lido"

Im Sommer 1927 wurde das Strandbad in Betrieb genommen

Von unserem Redaktionsmitglied Hans Weckesser

Noch niemals war das Bedürfnis sich in die kühlen Fluten zu werfen, so groß wie heute. Subtropische Temperaturen und bleierne Schwüle lasten über den nördlich gemäßigten Zonen. Sie lassen den Gedanken aufkommen, daß der Drang nach dem Wasser nicht erst seit heute besteht. In der Tat erschallte der Ruf nach einem Strandbad in Mannheim schon vor dem Ersten Weltkrieg.

Aber erst um 1920 schwappte die Welle in den Stadtrat über. Sie war durch das sogenannte wilde Baden im Rhein und Neckar in geradezu erschreckender Weise ausgelöst worden. Die Baderei ohne behördliche Genehmigung - es gab ja noch keine Freibäder in Mannheim - nahm damals einen solchen Umfang an, daß die Polizei eingriff und die Stadtverwaltung um Maßnahmen zur Eindämmung "des wilden Badens, das täglich mehrere Opfer forderte", nachdrücklich ersuchte.

Stadtbaudirektor Moritz Eisenlohr wies als erster auf die Stelle hin, wo zwischen den Rheinkilometern 249 und 250 ein schönes Stück Strand hergerichtet werden könne. Er regte an, den Uferbau - ein gepflasterter Streifen am Waldpark mit viel wild wachsendem Gebüsch, - einfach hundert Meter landeinwärts zurückzuverlegen. Die gewonnene Fläche wäre einzuebnen und durch ein sanftes Gefälle so zum Rhein hin abzuflachen, daß sich kaum Schlamm ablagern könne.

Nachdem nun 1921 das Bezirksamt in L 6 die städtischen Pläne geprüft und genehmigt hatte, bewilligte der Stadtrat grundsätzlich den Bau der Anlage, deren Kosten auf 226.000 Reichsmark errechnet wurden. Allerdings hatte die Stadt nachdem verlorenen Ersten Weltkrieg und der beginnenden Inflation kaum eine Mark übrig. Daher entsann man sich rechtzeitig daran, "daß zur Beschäftigung von ungelernten Arbeitern ein Teil des Vorhabens als Notstandsmaßnahme erledigt werden" könne, womit das Projekt um rund 36.000 Mark günstiger zu verwirklichen sei.

Obwohl die Freiräumung des Geländes alsbald in Gang gekommen war, fiel der endgültige Stadtratsbeschluß erst am 29. Oktober 1925. Der damals gleichfalls noch tätige Bürgerausschuß gab am 5. November seine Zustimmung. Mit den eigentlichen Erdarbeiten beauftragte das Tiefbauamt die Mannheimer Firma Vatter, die dem inzwischen vom natürlichen Bewuchs geräumten Gelände seine gefällige Gestalt gab.


Dicht bevölkerte Strände gehören nicht erst zum sommerlichen Alltag '94. Schon 1927, als das Mannheimer Strandbad am Rhein eröffnet wurde, strömten Massen ins kühle Naß.
Bild: Stadtarchiv 

Die ersten Badegäste tauchten gleich massenweise im Sommer1927 auf. Eine offizielle Einweihung des Mannheimer "Lido" scheint es nicht gegeben zu haben. Wohl aber besuchte der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen und Jugendpflege neben dem neuen Stadion (das heutige Carl-Benz-Stadion) und anderen Sportstätten auch das Strandbad am Rhein, das einen guten Eindruck hinterließ.

Für dieses Bad hat, wie es in einem späteren Bericht heißt, die Stadt bis gegen1930 etwa 400 000 Reichsmark aufgewendet. Womit freilich nur die Geländemodellierung, die Anlage eines Zufahrtsweges sowie eine Abzäunung zum Naturschutzgebiet Reißinsel gemeint waren. Die durch den Waldpark führende Sternstraße und der von Neckarau zum Rhein führende Franzosenweg wurden eigens für die vielen Radfahrer hergerichtet. Eine Fortsetzung der Lindenhof-Straßenbahn zum Strandbad legte man jedoch wegen zu hoher Kosten und nur saisonbedingter Auslastung zu den Akten. Erst um 1936 kam die Autostraße hinzu.

Die eigentlichen Pläne für das Strandbad hatte Bauamtmann Enders geschaffen. Er war dann auch dabei, als Anfang August 1928 die von Privatleuten errichteten Ergänzungsbauten aus Beton ihrer Bestimmung übergeben wurden. Es handelte sich um die Garderoben und um zwei Restaurants mit großer Aussichtsterrasse. Auch ein Landesteg für Dampfboote, wie jene der Firma Pagé, in die viele Badegäste am Stephanienufer einstiegen, und eine Anlegestelle für Ruder- und Paddelboote standen nun zur Verfügung. Denn schon im zweiten Jahr erwies sich das Strandbad als begehrter Erholungsort vieler tausender Menschen, die kein Auto, wohl aber das Bedürfnis zum Baden hatten, das damals im Rhein noch möglich war.


Zumeist überfüllt war in den heißen Sommermonaten das 1927 ohne große Feiern und Festlichkeiten in Betrieb genommene Rhein-Strandbad. Die Luftaufnahme zeigt das 1928 fertig gestellte langgestreckte Garderoben-gebäude. Auf dessen Flachdach lud ein Restaurant mit großer Aussichtsterrasse zum gemütlichen Sitzen in der frischen Luft ein.
Bild: Stadtarchiv
 


 

 

  UMWELTFORUM
Mannheimer Agenda 21

Mannheim, den 27.1.2005:
Als ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um die Neugestaltung des Strandbades hat das Umweltforum die Studie "Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark" eingeholt. Es zeigt sich ein dringender Handlungsbedarf zur Verringerung der bereits vorliegenden Belastung der Natur sowie die Erfordernis einer sorgfältigen Planung der künftigen gastronomischen Nutzung.

hier zum Download

 


  Gutachten: Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark
 


 

 
Verkehrskonzept
Strandbad
Beschlußvorlage 127/97

als PDF zum Download (2,9 MB)
 


   


 

 

  Stadt grün statt grau
ein Reader zum Naturschutz in Mannheim
Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. Kreisgruppe Mannheim
2. Ausgabe 1997
Download als PDF
(1 MB)

 

 Stadt grün statt graz 
 


 

 
Mannheimer Geschichtsblätter 4/1997
 

 

 
Carl Reiß – Finanzmann,
Mäzen, Naturfreund
von Friedrich Teutsch
Download als PDF (964 KB)


 

 
Die Reißinsel als Naturschutzgebiet
von Wilhelm Föhner
Dokumentation "Mannheim"
Jahresheft der Badischen Heimat 1927, S. 65 - 77
im Auftrag des Landesvereins Badische Heimat
herausgegeben von Hermann Eris Busse, 1927
+ Aktueller Anhang
Download als PDF (Screenversion 1,1 MB)

 

 
Docu Reissinsel
 


 

 
Bürgerausschuss 1925
Quelle: Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte
 

 

 
Beschluss des Bürgerausschusses
5. November 1925

kann eingesehen werden bei:
Bernd.Landmann@t-online.de


 

 
Hans Reschke
60 Jahre Reiss-Testament
Die Geschichte einer Schenkung
im Wandel der Zeit

kann eingesehen werden bei:
Bernd.Landmann@t-online.de 

 

 
Docu Hans Reschke

Quelle: Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte

 


 

 
Reiss-Testament 1911
Quelle: Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte
 

 

 
Öffentliche Urkunde über
Testament des Herrn Geheimen Commercienrats und Generalconsuls
Dr. h. c. Carl Reiss in Mannheim - 1911

kann eingesehen werden bei:
Bernd.Landmann@t-online.de