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„Arche Noah” und
„Leuchtturm mit Vorzeigecharakter”
Neue Strandbadgaststätte mit viel kommunalpolitischer Prominenz eingeweiht
NECKARAU. Obwohl als „Leuchtturm mit Vorzeigecharakter” gelobt, ist die neue Strandbadgaststätte „mit schmalem Baukörper eher dem Lauf des Rheins nachempfunden, die den Gedanken an das ehemalige Gebäude aufnimmt”, erläuterte Wolfgang Mairinger vom Planungsbüro Blocher Blocher Partners das Erscheinungsbild des Gebäudes, das sich im Inneren hell und elegant mit heimischen Edelhölzern und großformatigen Schwarz-weiß-Fotos entlang der Wände mit Motiven aus Glanzzeiten des „Mannheimer Lido” präsentiert.
Davon konnten sich nach nur sieben Monaten Bauzeit viele Gäste bei der offiziellen Einweihung des beliebten Ausflugslokals noch vor Beginn der Sommerferien überzeugen. „Bei dem strengen Winter ein wahrer Kraftakt, der nur durch intensive Kooperation aller am Bau beteiligen Partner bewältigt werden konnte, betonte GBG Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier, der mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und den Bürgermeistern Gabriele Warminski-Leitheußer, Lothar Quast, zahlreichen Stadträten, Neckarauer Bezirksbeiräten Amtsleitern der Stadtverwaltung viel Polit-Prominenz begrüßte.

OB Dr. Peter Kurz übergab die Gaststätte mit ihren 140 Plätzen im Inneren und 200 Plätzen auf der Terrasse offiziell ihrer Bestimmung und würdigte das Strandbad als das mit jährlich rund 400.000 Besuchern den Stadtparks meist besuchte Ausflugsziel. Dafür seien Investitionen in die Gesamtanlage wie barrierefreier Zugang vom Parkplatz, Fahrradständer und ausreichende Beleuchtung von insgesamt mehr als 4 Mio. Euro erforderlich. Außerdem könne Mannheim mit dein über der Jahrhunderthochwassermarke aufgeständerten Strandbadneubau „Deutschlands klimafreundlichstes Lokal” präsentieren, erläuterte Dr. Werner Dub, Vorstandsmitglied der MVV Energie. „Die Gaststätte ist die erste in Deutschland, die nach den Klimaschutzbestimmungen des Green-Building-Standard gebaut wurde, das die für Neubauten geforderten Energieverbrauchswerte um 25 Prozent unterschreitet”, erläuterte Dub das innovative Energiekonzept, das gänzlich ohne fossile Brennstoffe auskommt, sondern Wärme aus einem Holzpellet Kessel, kombiniert mit einer Solarthermie-Anlage erzeugt, so dass jährlich rund 55 Tonnen Kohlendioxyd eingespart werden können „Ein Konzept mit Vorzeigecharakter, das in erfolgreicher Kooperation von GBG, MVV und Klimaagentur umgesetzt wurden könnte”.
Über Parallelen zwischen Strandbadgaststätte und Arche Noah sinnierte Majid Koshlessan, Projektleiter von der GBG-Tochter MWS Bauconsult und überreichte den Betreibern der Gaststätte, Sascha und Stefanie Kindermann, zum Einstand einen echten, vergoldeten Olivenzweig. Schließlich übergab Martina Stamm von den „Freunden des Strandbads” als Geschenk eine großformatige Fotografie, die das alte Strandbadgebäude vom Rhein aus gesehen zeigt.
Die Strandbadgaststätte ist seit 27. Juli täglich von 9 bis 23Uhr geöffnet.
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20. 08. 2010
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Strandbad: Neue Gaststätte erweist sich als Attraktion / Ab sofort ist Voranmeldung nur noch für das Restaurant möglich
Unmut über reservierte Terrassentische
Bei durchwachsenem Wetter gab es am gestrigen Sonntagnachmittag kaum Probleme, auf der Terrasse „am Mannheimer Lido” einen Tisch zu bekommen. Bei den Freiluftplätzen soll es keine Reservierungen mehr geben.
BILD: PROSSWITZ
Von unserem Redaktionsmitglied Waltraud Kirsch-Mayer
Vor knapp zwei Wochen hat die Strandbad-Gaststätte am „Mannheimer Lido” geöffnet. Seither gehen beim „MM” Beschwerden in Form von Anrufen und Leserbriefen ein: Besucher beanstanden, dass sie trotz leerer Tische abgewiesen wurden – weil sie keine Reservierung vorweisen konnten. „Das haben wir jetzt geändert – wir nehmen keine Voranmeldungen mehr für die Terrasse an”, erklärte gestern Betreiber Sascha Kindermann im Gespräch mit dem „MM”.
Klar, dass viele Mannheimer nach der langen Vorgeschichte auf das Öko-Wirtshaus mit Blick auf den Rhein neugierig sind. Frank Haupenthal machte sich beispielsweise am Samstag nach der Eröffnung bei herrlichem Sonnenschein auf, das Lokal zu „testen”. Schon von weitem sah er eine lange Schlange. Da aber die Terrasse „halb leer” war, wie er betont, ging er davon aus, einen Platz zu ergattern. Er bekam jedoch zu hören, dass nur Gäste hereingelassen werden, die reserviert haben. „Wo gibt es so was bei einem Ausflugslokal”, empört sich der Mannheimer. Auch Petra Herrle schildert in ihrem Brief, dass bei ihrem Besuch am Sonntagmorgen zwar zwei Drittel der Terrassentische unbesetzt waren, sie aber gleichwohl wegen mangelnder Reservierung nicht Platz nehmen durfte. In einer Strandbad-Gaststätte, argumentiert sie empört, müsse es möglich sein, spontan etwas trinken und essen zu können. Das sieht auch Vera Massoth so, die dem „MM” schrieb: „Wir wollen wieder ein schönes Ausflugslokal und nicht eine Schickimicki-Location mit Reservierungen!”
Auf die Verärgerung abgewiesener Gäste hat Betreiber Sascha Kinder inzwischen reagiert: „Für draußen auf der Terrasse nehmen wir überhaupt keine Voranmeldungen mehr an. Und im Restaurant reservieren wir bis maximal zur Hälfte”, erläutert er die neue Strategie.
Gleichzeitig wirbt der Pächter um Verständnis, dass er und sein Team noch praktische Erfahrungen sammeln müssten. In der Tat hatte die Mannschaft keinerlei Vorlauf. „Freitags haben noch die Handwerker gewerkelt, dienstags, am Eröffnungstag, waren wir abends komplett ausverkauft”, schildert der Betreiber die Situation. Und Küchenchef Marcel Viesel ergänzt: „Mit solch einem Andrang hat niemand gerechnet.” Bei schönem Sommerwetter seien innerhalb eines Abends über 700 Essen rausgegangen. „Da kommt man schon an Grenzen, wenn alles frisch zubereitet werden soll”, kommentiert der Küchenchef, der erst lange nach Mitternacht seine Wirkungsstätte am „Mannheimer Lido” verlässt – weil noch ständig umorganisiert und umgebaut werden muss. Die Betreiberfamilie will Beschwerden der Besucher ernst nehmen. „Wir haben beispielsweise überlegt”, erläutert Sascha Kindermann, „einen Teil der Terrasse mit einer Selbstbedienungstheke für jene Gäste auszustatten, die nur etwas trinken möchten.”
Strandbad-Gaststätte
- Die Strandbad-Gaststätte – seit 27. Juli in Betrieb – hat montags bis sonntags von 9 bis 23 Uhr geöffnet.
- Die überdachte Terrasse verfügt über bis zu 220 Plätze – allerdings ist der vordere und hintere Teil nicht vor Regen geschützt.
- Im Restaurant stehen 140 Sitzplätze zur Verfügung.
- Die Pächterfamilie Kindermann betreibt in der Rhein-Neckar-Region einen Partyservice – Geschäftssitz in Ludwigshafen. wam
Mannheimer Morgen 9. Aug. 2010
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09. 08. 2010
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Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz eröffnete gestern nachmittag die neue Strandbad-Gaststätte
BILD: TRÖSTER
Strandbad: Großer Andrang in der neuen Öko-Gaststätte /
Kurz: „Eine der meistbesuchten Einrichtungen der Stadt”
Neues Lokal ruft alte Zeiten in Erinnerung
Neues Lokal ruft alte Zeiten in Erinnerung Gestern hieß es am Eingang noch: „Geschlossene Gesellschaft”, ab sofort ist aber durchgehend von 9 bis 23 Uhr für jedermann geöffnet: Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz übergab die neue Strandbadgaststätte höchst offiziell ihrer Bestimmung - und zitierte dabei sogar den Philosophen Ernst Bloch (1885-1977). Nicht mit dem viel strapazierten „Prinzip Hoffnung”, sondern mit einem weniger bekannten Satz des Denkers, der in Ludwigshafen geboren wurde und aufwuchs. Das Strandbad, so Kurz, sei ein Ort, „der uns allen in die Kindheit scheint”. Und tatsächlich: Kaum einer der zahlreichen Gäste aus der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung, der nicht mit Kindheits- und Jugenderinnerungen ans alte Strandbad aufwarten konnte, der nicht vom legendären Wurstsalat schwärmte, der in dem Terrassenlokal in alten Zeiten „tonnenweise” verzehrt worden sei.
Als innenarchitektonische Reminiszenz an das alte Gebäude schmücken großformatige Schwarzweiß-Fotos vom Mannemer Lido, wie er früher einmal war, die Wände des hellen, mit edlen Naturmaterialien gestalteten Gastraums. Neben Kurz brachten GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier, MVV-Vorstandsmitglied Dr. Werner Dub, Projektsteuerer Majid Koshlessan, Architekt Wolfgang Mairinger (Blocher Blocher Partners) und Martina Stamm vom Verein Freunde des Strandbads ihre Freude über den gelungenen, in nur sieben Monaten hochgezogenen Bau zum Ausdruck. Über die Neuausrichtung des Strandbades war jahrzehntelang gestritten worden.
Das auf Stelzen über der hundertjährigen Hochwassermarke ruhende Gebäude gilt als klimaschonendste Gaststätte Deutschlands - ist es doch das erste Lokal seiner Art, das völlig ohne fossile Brennstoffe beheizt wird, sondern seine Wärme aus einer Solartherme und einer Holz-Pellet-Heizung bezieht. Das Gebäude insgesamt erfüllt den Green-Building-Standard der Europäischen Union (EU) und unterschreitet damit die Umwelt-Grenzwerte der deutschen Baugesetze um 25 Prozent. Das Lokal spart somit pro Jahr 55 Tonnen Kohlendioxid gegenüber der herkömmlichen Bauweise ein.
Oberbürgermeister Kurz, der den Gaststättenpächtern Stefanie und Sascha Kindermann viel Erfolg wünschte, rechtfertigte die hohen Gesamtkosten (rund 4,6 Millionen Euro) und das Finanzierungskonzept für den Neubau (wir berichteten) mit dem Argument, das Strandbad sei nach den Stadtparks und der SAP Arena die Einrichtung mit den höchsten Besucherzahlen in ganz Mannheim: „Dafür müssen wir auch etwas investieren.” Die Preise im Lokal - mit 140 Plätze innen und 200 auf der Terrasse - bewegen sich zwischen 4,50 und 8 Euro (Frühstück) beziehungsweise 5,40 und 18 Euro (Hauptgerichte) sowie 3,50 und 8,90 (Vorspeisen und Salate). lang
Mannheimer Morgen 27. Juli 2010
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27. 07. 2010
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Elegantes Bauwerk
Neue Strandbad-Gaststätte gestern eingeweiht
Das Mannheimer Strandbad hat wieder eine Gaststätte. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg wurde gestern Eröffnung gefeiert. Nun erstreckt sich vor einem dunkelroten Gebäude eine große Terrasse mit fantastischem Ausblick auf den Rhein.
Die Gaststätte war es, die dem Naherholungsgebiet gefehlt hat. Entlang der Promenade präsentiert sich das langgestreckte, eingeschossige Bauwerk mit Eleganz. Als Schutz vor dem alljährlichen Hochwasser ruht der Baukörper auf Betonpfeilern - quasi wie auf Stelzen. Dank einer schräger Rampe kommen auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gut ins Innere. Erneuert wurden auch die Beschilderung und die Wegbeleuchtung um die Gaststätte. Neu sind zahlreiche Fahrradständer.
„Die neue Gaststätte ist ein attraktiver Ort geworden", freute sich Oberbürgermeister Peter Kurz. Er wünschte dem neuen Restaurant-Betreiber Sascha Kindermann viel Erfolg. Das Strandbad sei etwas, was vielen Mannheimern am Herzen liege. Bei dem Projekt sei es darum gegangen, dass die Gesamtanlage Strandbad funktioniert, betonte Kurz. Dazu gehöre auch eine entsprechende Gastronomie. Immerhin sei das Strandbad mit 400.000 Gäste pro Jahr eine der meistbesuchten Einrichtungen der Stadt.
Trotz des strengen Winters sei es gelungen, den Neubau in der kurzen Bauzeit von nur sieben Monaten ohne Hochwasser und Unfälle fertig zu stellen, betonte GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier. Die städtische Wohnungsgesellschaft ist Bauherr des Gebäudes. Gebaut wurde der im Wettbewerb siegreiche Entwurf des Architekturbüros Blocher, Blocher und Partner. Mit den Pachteinnahmen sollen langfristig die Baukosten von rund drei Millionen Euro wieder eingenommen werden. Das Restaurant wurde deshalb für einen Ganzjahresbetrieb gerüstet.

Sascha Kindermann (Zweiter von rechts) ist Betreiber der
neuen Strandbadgaststätte. FOTO: KUNz
GBG und das Energieunternehmen MVV haben gemeinsam ein effizientes Energiekonzept für das Gebäude entwickelt, unter anderem mit Holzpellet-Heizung und einer Solaranlage auf dem Dach. Wie MVV-Vorstand Werner Dub erklärte, hat Mannheim die erste Gaststätte in Deutschland, die den „Green-Building-Standard" erfüllt. Das bedeutet, dass die Anlage den für Neubauten üblichen Energieverbrauch um 25 Prozent unterschreitet. Das soll jährlich 55 Tonnen CO2 einsparen. Mittel für das Mannheimer Vorzeigeprojekt kamen auch aus dem Klimaschutzfonds der MVV. (büg)
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27. 07. 2010
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Das Strandbad in Mannheim-Neckarau hat jetzt wieder eine attraktive Promenade und einen Gastronomiebetrieb. Ab heute wird der „Mannemer Lido” am schönen Rhein damit zum stadtnahen Ausflugsziel. Foto: vaf
„Mannheimer Lido” wartet auf Sonne
Ab heute ist die Strandbadanlage am Rhein samt Gaststätte für Gäste geöffnet
Von Gerhard Bühler
Pünktlich zum Beginn der Sommerferien öffnet die neue Strandbad-Gaststätte ihre Tore. Damit verfügt das Naherholungsgebiet am Rhein nun wieder über alle Eigenschaften, um zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt zu werden. Wenn das Wetter jetzt noch mitspielt, kann der „Mannemer Lido” wieder zu dem werden, was er einmal war.
Entlang der Promenade präsentiert sich das langgestreckte, eingeschossige Bauwerk mit einer gewissen Leichtigkeit und Eleganz. In seiner Formensprache knüpft es an das 2008 abgerissene Strandbadgebäude an. Als Schutz vor dem alljährlichen Hochwasser ruht der eigentliche Baukörper auf seinen Betonpfeilern quasi wie auf Stelzen. Vor dem dunkelroten Gebäude zieht sich über die gesamte Länge eine große Terrasse mit einem fantastischen Ausblick auf den Rhein. Eine schräge Rampe davor ermöglicht auch Rollstuhlfahrern und Kinderwagen leichten Zugang - was allerdings nicht allen gefällt.
„Die neue Gaststätte ist mit ihrer gelungenen Architektur ein attraktiver Ort geworden”, freute sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz anlässlich der Eröffnung. Das Strandbad sei etwas, was vielen Mannheimern schon aufgrund von Kindheitserinnerungen sehr am Herzen liege. Bei dem Projekt sei es nicht in erster Linie um die Gastronomie gegangen, sondern darum, dass die Gesamtanlage Strandbad funktioniert, betonte Kurz. Dazu gehöre aber auch eine entsprechende Gastronomie.
Immerhin ist das Strandbad mit rund 400 000 Besuchern pro Jahr eine der meistbesuchten Einrichtungen der Stadt. Etwas aufgefrischt wurde mit dem Neubau auch die Gestaltung der Gesamtanlage. Die Beschilderung und Wegebeleuchtung wurden erneuert, dazu zahlreiche Fahrradbügel installiert. Trotz des strengen Winters sei es gelungen, den Neubau in der kurzen Bauzeit von nur sieben Monaten ohne Hochwasser und Unfälle fertigzustellen, stellte GBG Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier fest. Die städtische Wohnungsgesellschaft ist Bauherr des Gebäudes. Gebaut wurde der im Wettbewerb siegreiche Entwurf des Architekturbüros Blocher, Blocher und Partner.
Bemerkenswert ist das auf Nachhaltigkeit angelegte Energiekonzept des Gebäudes, das in enger Zusammenarbeit zwischen GBG und MVV Energie entwickelt wurde. Mannheim habe damit die erste Gaststätte in Deutschland, die den „Green Building Standard” erfüllt, wie MVV Vorstand Dr. Werner Dub betonte. Diese Norm bedeutet, dass die Anlage den für Neubauten üblichen Energieverbrauch um 25 Prozent unterschreitet. Erreicht wird dies mit einer Holzpellet Heizung und einer Solaranlage auf dem Dach.
Das Restaurant wurde für einen Ganzjahresbetrieb gerüstet und hat an sieben Tagen in der Woche von 9 bis 23 Uhr geöffnet.
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27. 07. 2010
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„Erinnerungen werden lebendig”
STRANDBADGASTSTÄTTE Mit Neubau soll Gesamtanlage am Rhein aufgewertet werden
(gbu). Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg öffnet die neu erbaute Strandbad-Gaststätte ihre Tore. Damit verfügt das Naherholungsgebiet nun wieder über alle Eigenschaften, um zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt zu werden. Entlang der Promenade präsentiert sich das langgestreckte, eingeschossige Bauwerk mit einer gewissen Leichtigkeit und Eleganz. In seiner Formensprache knüpft es an das alte, 2008 abgerissene Strandbadgebäude an. Als Schutz vor dem alljährlichen Hochwasser ruht der eigentliche Baukörper auf seinen Betonpfeilern quasi wie auf Stelzen. Vor dem dunkelroten Gebäude zieht sich über die gesamte Länge eine große Terrasse mit einem fantastischen Ausblick auf den Rhein. Eine schräge Rampe davor ermöglicht auch Rollstuhlfahrern und Kinderwagen leichten Zugang. Aus diesen Gründen sicherlich notwendig, sorgt das mächtige Gebilde aus verzinktem Stahl für einen kleinen Wermutstropfen in dem ansonsten überzeugenden Erscheinungsbild. „Die neue Gaststätte ist mit ihrer gelungenen Architektur ein attraktiver Ort geworden”, freute sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz anlässlich der Eröffnung am gestrigen Montag. Das Strandbad sei etwas, was vielen Mannheimern schon aufgrund von Kindheits- und Jugenderinnerungen sehr am Herzen liege. Bei dem Projekt sei es nicht in erster Linie um die Gastronomie gegangen, sondern darum, dass die Gesamtanlage Strandbad funktioniert, betonte Kurz. Dazu gehöre aber auch eine entsprechende Gastronomie. Immerhin sei das Strandbad mit 400 000 Besuchern pro Jahr eine der meistbesuchten Einrichtungen der Stadt.

Ab sofort kann hier wieder mit Blick aufs Wasser geschlemmt
werden. Foto: AfP Asel
Etwas aufgefrischt wurde mit dem Neubau auch die Gestaltung der Gesamtanlage. Die Beschilderung und Wegebeleuchtung wurden erneuert, dazu zahlreiche Fahrradbügel installiert. Trotz des strengen Winters sei es gelungen, den Neubau in der kurzen Bauzeit von nur sieben Monaten ohne Hochwasser und Unfälle fertig zu stellen, stellte GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier fest. Die städtische Wohnungsgesellschaft ist Bauherr des Gebäudes. Gebaut wurde der im Wettbewerb siegreiche Entwurf des Architekturbüros Blocher, Blocher und Partner. Bemerkenswert ist das auf Nachhaltigkeit angelegte Energiekonzept des Gebäudes, das in enger Zusammenarbeit zwischen GBG und MVV Energie entwickelt wurde. Mannheim habe damit die erste Gaststätte in Deutschland, die den „Green-Building-Standard” erfüllt, wie MVV-Vorstand Dr. Werner Dub betonte. Diese Norm bedeutet, dass die Anlage den für Neubauten üblichen Energieverbrauch um 25 Prozent unterschreitet. Erreicht wird dies mit einer Holzpellet-Heizung und einer Solaranlage auf dem Dach. „Gegenüber heutigem Standard werden damit jährlich 55 Tonnen CO2 gespart”, verweist Dub auf das Engagement seines Unternehmens für den Klimaschutz. Mittel für das Mannheimer Vorzeigeprojekt kamen auch aus dem Klimaschutzfonds der MVV. „Bleibt nur, Restaurant-Betreiber Sascha Kindermann viel Erfolg zu wünschen”, dankte Kurz allen Beteiligten. Mit den Pachteinnahmen sollen langfristig die Baukosten über drei Millionen Euro ausgeglichen werden. Das Restaurant wurde dazu für einen Ganzjahresbetrieb gerüstet.
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27. 07. 2010
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Strandbad-Wirt Sascha Kindermann (Mitte), Ehefrau Stefanie (4. v.l.) und das Service-Team der neuen
Strandbad-Gaststätte BILD: PROSSWITZ
Strandbad: Gaststätte öffnet in der kommenden Woche rechtzeitig zum Ferienbeginn
Neustart am „Mannheimer Lido”
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langenscheid
Ab Montag darf sich Mannheim als die erste Stadt Deutschlands mit eigenem Öko-Wirtshaus feiern. Tatsächlich eröffnet - nach Jahrzehnten des Hickhacks um den grünen Süden in Neckarau - jetzt endlich die neue, von der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft in Zusammenarbeit mit der MVV Energie AG errichtete und von der Bühler Baufirma Eisenbiegler ausgeführte Strandbadgaststätte ihre Pforten.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, GBG-Chef Wolfgang Bielmeier und MVV-Vorstandsmitglied Dr. Werner Dub weihen am "Mannemer Lido" Deutschlands erste klimaschonende Gaststätte ein, die Betreiber Stefanie und Sascha Kindermann stehen mit ihrem Service-Team bereits in den Startlöchern. Ab Dienstag, 27. Juli, ist das Lokal durchgehend montags bis sonntags von 9 bis 23 Uhr geöffnet.
Das Gebäude - geplant vom Mannheimer Büro Blocher und Partner, erfüllt die Öko-Anforderungen des europäischen Green-Building-Standards, kommt vollständig ohne fossile Brennstoffe aus und bezieht seinen Energiebedarf zu hundert Prozent aus Solarzellen und Wärmepumpen. Das Gebäude unterschreitet Grenzwerte des Bundesbaugesetzes um rund 25 Prozent und spart gegenüber herkömmlicher Bauweise etwa 40 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein.
Modernste Technik, die ihren Preis hat: 3,1 Millionen Euro kostete der Neubau, den die GBG vorfinanziert - nachdem die Stadt ihrer Tochtergesellschaft 900 000 Euro als Kapitalerhöhung aus dem Steuertopf zukommen ließ. Bis zum Jahr 2036 zahlt die Stadt der GBG außerdem jährlich 118 000 Euro Garantie-Miete. Dieses Geld - rund 320 Euro am Tag - kann aus der Verpachtung der Gaststätte an die Betreiberfamilie Kindermann erlöst werden, so kalkuliert man im Rathaus.
Die Gastwirte - in Oggersheim mit einem Partyservice im Geschäft - garantieren der Stadt allerdings nur einen Mindestbetrag, der nach "MM"-Recherchen um 70 000 bis 80 000 Euro pro Jahr niedriger liegt. Zur Mindestpacht für die Strandbadgaststätte mit ihren 140 Innen- und 200 Außensitzplätzen komme aber bei guter Geschäftslage ein an den Umsatz gekoppelter Betrag hinzu, bestätigte Stefanie Kindermann auf Anfrage. Ihr Bewirtschaftungskonzept sieht zudem Veranstaltungen wie Konzerte oder Tagungen am Strandbad vor.
Zur neuen Gaststätte gibt's eine neue, restriktive Benutzungsordnung im grünen Süden. Hunde und Inliner, Skateboards oder Roller sind ebenso verboten wie - aus Sicherheitsgründen - das Baden im Rhein, offenes Feuer und das Grillen außerhalb der in der Hochsaison durchaus von 2000 Besuchern bevölkerten Grillzone. Auch innerhalb dieses Bereichs ist ab sofort spätestens um 22 Uhr Schluss mit der Brutzelei. Um die Überwachung des Strandbads zu gewährleisten, wurden zwei zusätzliche Personalstellen im Rathaus geschaffen - Kosten: über 80 000 Euro pro Jahr.
Hinzu kommen die Außenanlagen: Die Zugangswege vom Strandbad-Parkplatz werden behindertengerecht hergerichtet, eine vernünftige Beleuchtung installiert und die insgesamt gut einen Kilometer lange, betonierte Strandbad-Promenade zumindest in Teilen saniert. Die Strandbad-Duschen wurden ebenso erneuert wie die Fahrradabstellplätze außerhalb des eingezäunten Areals. Die Kosten dafür, so ist im Rathaus zu hören, summieren sich auf weitere 1,5 Millionen Euro.
Mannheimer Morgen 24. Juli 2010
Strandbad zwischen Naturschutz und Naherholung
- Das Strandbad wurde im Zuge von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Ende der 1920er Jahre angelegt. Die Gebäude befanden sich von Anfang an im Eigentum der Stadt.
- Das Gelände ist Teil der von den Mäzenen Karl und Anna Reiß im 19. Jahrhundert der Stadt vermachten Reißinsel, die sowohl dem Naturschutz als auch der Naherholung gewidmet ist.
- Die alte Strandbadgaststätte konnte in der Nachkriegszeit ihr einstiges Niveau nicht dauerhaft halten. Im Verlauf der 1970er und 80er Jahre verkamen Gebäude und zuletzt auch die Gaststätte zusehends.
- Die wiederkehrenden Hochwasser verursachten zunehmend Schäden am Gebäude und erschwerten den Betrieb des Lokals.
- Etwa seit Beginn 1990er Jahre stritten Bürger und Gemeinderat mit zunehmender Heftigkeit um die unterschiedlichsten Nutzungskonzepte für das Strandbad. lang
KOMMENTAR
Thorsten Langscheid wünscht dem Strandbad wirtschaftlichen Erfolg
Knapp kalkuliert
Die Fünf-Millionen-Marke kommt in Sicht, wenn man alle Kosten aufaddiert, die der Neustart am Strandbad verursacht. Das kann man als gute Nachricht werten: Trotz der Finanzkrise ist die Stadt in der Lage, ein ökologisch wegweisendes und – mit Blick auf die Einbeziehung des vor allem bei Migrantenfamilien beliebten Grillbereichs – sozial integratives Projekt mit viel Geld auf die Schiene zu setzen, das zudem ganz im Sinne der ursprünglichen Stifter Karl und Anna Reiß sein dürfte. Dass dies mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen im Gemeinderat möglich war, entbehrt nicht eines gewissen Symbolgehalts.
Doch das Finanzgerüst ist extrem knapp kalkuliert. Die Stadt hat ihre Tochter GBG verdonnert, den Bau weitgehend über eine Eigenkapital-Erhöhung zu finanzieren. Die ohnehin hohen Pachtraten wären sonst noch viel weiter jenseits dessen anzusetzen gewesen, was bei realistischer Betrachtung am Strandbad überhaupt erwirtschaftbar ist. Genau deswegen scheiterten in den Jahren zuvor ja alle Versuche, für den Mannemer Lido ein privates Finanzierungsmodell zustande zu bringen.
Bleibt unterm Strich ein gewisses Unbehagen über eine Stadtverwaltung, die in letzter Konsequenz eine Gaststätte subventionieren wird. Vorerst überwiegen aber doch die Freude über das gelungene neue Ausflugslokal sowie die Glück- und Erfolgswünsche an die Betreiber.
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24. 07. 2010
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Strandbad: Richtfest an dem 3,1 Millionen Euro-Haus / Höchste Ökostandards bringen 25 Prozent weniger Energieverbrauch
Neuer Lido setzt Maßstäbe
Von unserem Redaktionsmitglied Roger Scholl
Kehlige Vogelstimmen aus sonnendurchfluteten Baumkronen, Wellen umspülen leise das steinige Ufer, zwei Liebende eng umschlungen auf einer Bank: der Mannheimer Lido - ein Idyll. Das neue Strandbad soll sich harmonisch in dieses Bild einfügen. Ein eleganter, langgestreckter Quader auf Betonpfählen, seine schlanke Silhouette folgt der Uferlinie, und auch ökologisch geht das Haus sparsam um mit den Ressourcen, es soll Deutschlands klimaschonendstes Lokal werden. Schlank und sparsam - das sind freilich Attribute, die einem beim Blick auf die Kosten nicht unbedingt sofort in den Sinn kämen: 3,1 Millionen Euro verschlingt der Bau, an dem Stadt und GBG gestern Richtfest feierten. Im Juli soll das neue Strandbad dann seine Türen für die Ausflügler öffnen - nach nur siebenmonatiger Bauzeit.
Das rasante Tempo, das man auf der Baustelle vorlegt, steht im krassen Gegensatz zu der fast zwei Jahrzehnte lang geführten Dauerdebatte um das beliebte Ausflugsziel. Naturschutz oder Erlebnisgastronomie, Neubau oder Sanierung, Ganzjahresbetrieb oder nur Saison-Öffnung - das sind, grob umrissen, die Spannungsfelder, zwischen denen die Diskussionen hin und her brandeten. Im Sommer 2009 stellte schließlich eine Mehrheit aus SPD, Grünen und Linkspartei die Weichen für den Neubau aus der Feder von Blocher Blocher Partners, ein Haus, das die hohen Green-Building-Klimaschutz-Standards erfüllt und ein Viertel weniger Energie verbraucht als es die üblichen Bestimmungen verlangen. Dass das Strandbad unter allen deutschen Gaststätten damit vorangehe beim Klimaschutz, wie GBG-Chef Wolfgang Bielmeier bei der Feier gestern hervorhob, darf man als Zugeständnis an den Naturschutz verstehen, der in der Diskussion immer wieder Thema war.
Komplizierte Finanzierung
Fast so kompliziert wie die Dauerdebatte ist letztlich auch das Finanzierungsmodell für das Ensemble: Als Bauherr firmiert die kommunale Baugesellschaft GBG, sie verpachtet das Gebäude an die Stadt, die ihr dafür 900 000 Euro als Kapitalerhöhung und dann 25 Jahre lang jährliche die Pachtsumme von 100 000 Euro zahlt. Die will sie freilich ihrerseits möglichst in voller Höhe aus der Verpachtung an einen Gastronomen erlösen. Der heißt hier draußen künftig Sascha Kindermann, der Ludwigshafener kennt das Geschäft aus seinem Party-Service drüben in Oggersheim und hat seine Erfahrungen auch in dem einen oder anderen Detail am Innenausbau eingebracht. Kindermann kann das Strandbad das ganze Jahr über öffnen, von einem reinen Saisonbetrieb hatten Gutachter ausdrücklich abgeraten - unwirtschaftlich und riskant. Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer erging sich beim Richtfest in von Vokabeln wie "schön" und "wunderbar" erfüllter Schwärmerei über das neue Strandbad und pries einen "glücklichen Tag, nachdem wir so heftig diskutiert hatten". Ob sich freilich politisch die Wogen geglättet haben unten am Rhein, muss die Zukunft zeigen. Mit den Stadträten Wolfgang Raufelder und Gabriele Thirion-Brenneisen (Grüne) und Marianne Bade (SPD) hatten gestern jedenfalls nur Befürworter den Weg zum Strandbad gefunden - die "Opposition" blieb fern.
Mannheimer Morgen 28. April 2010
Das neue Strandbad
- Die Entscheidung zum Neubau des Strandbads fiel nach langem Streit im Sommer 2009 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linke.
- Der Neubau kostet 3,1 Millionen Euro, Bauherr ist die GBG, die das Haus an die Stadt verpachtet. Gastronomie-Pächter der Stadt ist Sascha Kindermann aus Ludwigshafen, der in Oggersheim einen Party-Service betreibt. Kindermann kann das Strandbad das ganze Jahr über bewirtschaften.
- Das Strandbad erfüllt die hohen Klimaschutz-Anforderungen des Green-Building-Standards und liegt noch einmal 25 Prozent unter den üblichen Anforderungen für Neubauten.
- Gäste können das neue Strandbad ab Ende Juli besuchen.

Öko-Haus am Mannheimer Lido: Das neue Strandbad soll schon Ende Juli Eröffnung feiern. Bild Tröster
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28. 04. 2010
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Strandbadlokal soll Ende Juli öffnen
Bauarbeiten für neue Gaststätte in Neckarau liegen im Zeitplan - Pächter Kindermann kommt aus Ludwigshafen
Von Gerhard Bühler
Seit vier Monaten wird gebaut, und in weiteren drei Monaten sollen die ersten Gäste können auf der Terrasse der neuen Strandbadgaststätte auf den Rhein blicken können. Das hoffen jedenfalls die städtischen Investoren und der Ludwigshafener Betreiber. Gestern war Richtfest für den Nachfolgebau des traditionsreichen Ausflugslokals in Neckarau.
Die Arbeiten liegen damit trotz des strengen Winters voll im Zeitplan. Der Innenausbau ist bereits unter Hochdruck angelaufen. Der Neubau folgt einem Entwurf des Architekturbüros Blocher, Blocher und Partner, der aus einem Ideenwettbewerb im Juli 2008 als Sieger hervorging. Er lehnt sich in seinem Erscheinungsbild stark an das alte Strandbadgebäude an, das wegen seiner maroden Substanz abgerissen werden musste. „Die Dimensionen sind nun erkennbar und ebenso, wie harmonisch es sich in die Umgebung einfügt", sagt Wolfgang Bielmeier, Geschäftsführer der GBG. Die städtische Wohnungsgesellschaft ist Bauherrin.
Das Finanzierungskonzept sieht eine Vermietung an einen Gastronomen vor. Mit dem erwarteten jährlichen Pachterlös von 110.000 Euro soll die allmähliche Tilgung der Baukosten von rund drei Millionen Euro erwirtschaftet werden. Ein erster Plan war noch von 1,6 Millionen Euro ausgegangen. Nachdem ein auf Gastronomie spezialisierter Gutachter für einen erfolgreichen Betrieb jedoch mehr Kühl- und Lagerkapazität sowie mehr Gastraum für einen Ganzjahresgeschäft gefordert hatte, verdoppelte sich der Betrag, was zu Kritik an dem Projekt führte.
Betreiber der Gaststätte wird der Ludwigshafener Gastronom Sascha Kindermann, der mit Rachid Herar einen Catering-Service hat. Die Tradition des Lokals und die Lage habe sie gereizt. „In der Region gibt es nichts Vergleichbares", findet Kindermann. Das Restaurant-Konzept lasse sich beschreiben als klassisch-deutsch mit mediterranem Einschlag zu erschwinglichen Preisen. Für Restaurant und Café ist im Obergeschoss ein Innenraum mit 135 und eine Terrasse mit 200 Plätzen vorgesehen. Der Zugang ist auch über eine barrierefreie Rampe möglich.
Wie GBG-Chef Bielmeier betont, wird das neue Gebäude als erste Gaststätte in Deutschland nach den Klimaschutzbestimmungen des „Green-Building-Standards" mit besonders niedrigem Energieverbrauch gebaut. „Uns kommt es vor allem darauf an, dass die Mannheimer mit der neuen Gaststätte das wieder bekommen, was sie am Strandbad besonders schätzten", sagt Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer.

Rund vier Monate nach dem Baubeginn im Dezember 2009 steht das langgestreckte, eingeschossige Gebäude an der Strandbadpromenade frei auf seinen Betonstelzen. Sie sind nötig, um es vor dem regelmäßig auftretendem Hochwasser zu bewahren. FOTO:KUNZ
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28. 04. 2010
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Neckarau:
Stadt und GBG informieren den Bezirksbeirat über Fortschritt am „Mannheimer Lido”
Bau am Strandbad „gut in der Zeit”
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Der Rohbau ist fast fertig und zieht die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf sich: Viele bleiben am Bauzaun vor der künftigen Strandbad-Gaststätte stehen. Der Blick in das noch offene Gerippe ist frei. Eine große Tafel daneben gibt Auskunft über Bauherr und Architekt. Interessanter ist für die Betrachter aber das Bild, das zeigt, wie der Nachfolger des abgerissenen Lokals aussehen wird. „Trotz des strengen Winters sind wir gut in der Zeit”, gab Marcus Becker, stellvertretender Chef des Fachbereichs Sport und Freizeit, wenige Tage zuvor in der öffentlichen Sitzung des Neckarauer Bezirksbeirates bekannt. Zugleich schilderte er die umfassenden Maßnahmen, die zur Attraktivierung des „Mannheimer Lido” beitragen sollen.
Zunächst aber beantwortete er die in der Vergangenheit oft gestellte Frage nach dem künftigen Betreiber der Gaststätte. Wie bereits berichtet, wird der Ludwigshafener Sascha Kindermann die Gastronomie übernehmen. Zusammen mit seinem Partner Rashid Hera hatte er ein Konzept vorgelegt, das den Hauptausschuss des Gemeinderats überzeugte. Becker im Bezirksbeirat: „Das ist ein erfahrener Caterer, der nicht nur in Ludwigshafen, sondern auch in Mannheim tätig ist.” Kindermann übernimmt nicht nur die Gaststätte, sondern auch einige Aufgaben um sie herum: unter anderem die Aufsichtspflicht am Grillbereich und bei der Toilettenanlage.
Bis es soweit ist, erneuert die Stadt die Duschanlagen und die Abstellpfosten für Fahrräder. Deutliche Veränderungen sind bereits im Eingangsbereich sichtbar. Anstelle des Drehkreuzes stehen Metallbögen. So ist der Zugang auch für Behinderte mit Rollstuhl an dieser Stelle möglich. Der Weg vom Parkplatz zum Strandbad ist asphaltiert. An den Seiten deuten ausgehobene Stellen darauf hin, dass hier Gabionen installiert werden. Dabei handelt es sich um Mauern, die aus Kästen aus Draht und Steinen konstruiert sind. In sie werden später Lampen eingelassen, und zwar so herausgehoben, dass sie vor dem üblichen Hochwasser geschützt sind. Die latente Gefahr durch das Hochwasser bestimmt auch die Architektur des Gastronomiegebäudes. Erstellt wird es von der GBG im Auftrag der Stadt Mannheim.
Im vergangenen Herbst, noch vor dem ersten Spatenstich, war davon die Rede, dass die Gaststätte erst nach der Sommersaison, vermutlich im Oktober, eröffnet werden kann. Nun ist die GBG zuversichtlich, dass die Gaststätte bereits vor den Sommerferien, also noch im Juli oder Anfang August, die ersten Gäste bewirten kann. Platz sollte genug sein: In der Gaststätte selbst stehen 40 Plätze zur Verfügung, im Außenbereich sollten bis zu 200 Gäste Platz finden.

Was entsteht am Strandbad? Interessierte Spaziergänger bleiben vor dem Rohbau stehen und informieren sich mit Hilfe der Tafel. BILD: JAN
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09. 04. 2010
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Hauptausschuss: Stadträte verabschieden neue Benutzungsordnung für das Rheinufer und bestimmen Betreiber der Gaststätte
Baden am Strandbad kostet Bußgeld
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
Die neue Standbad-Gaststätte am Rhein in Neckarau soll bis zu den Sommerferien fertig werden. Kosten: über drei Millionen Euro. „Wir sind im Zeitplan”, hieß es gestern aus dem Rathaus. Die Gastronomie wird zukünftig von dem Caterer Sascha Kindermann betrieben. Er legte zusammen mit seinem Partner Rashid Hera ein Konzept vor, das jetzt die Mehrheit im Hauptausschuss des Gemeinderates überzeugte. Und damit dort draußen auf dem Gelände auch alles seine Ordnung hat, beschlossen die Stadträte einstimmig eine neue Benutzungsordnung für das beliebte Freizeit- und Ausflugsziel. Endgültig wird dann der Gemeinderat am 30.März über die zwölf Paragrafen und den neuen Bußgeld-Katalog entscheiden. Denn wer sich am Strandbad künftig nicht an die Regeln hält, muss bezahlen.
„Wir müssen den Betrieb sicherstellen. Dazu gehört ein Bußgeld-Tatbestand sowie die Abgrenzung des Areals, damit unsere Maßnahmen auch umgesetzt werden können, begründete Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leiheußer die neue Satzung.
Strömung „extrem gefährlich”
„Warum ist das Baden im Rhein immer noch verboten?”, wollte FDPStadträtin Dr. Elke Wormer wissen. Die Wasserqualität habe sich doch erheblich verbessert. „Hier ist die Strömung im Fluss extrem gefährlich”, warnte Warminski-Leithäuser. Und auch das Wasser sei noch nicht so sauber, dass darin gebadet werden könne. Das bekräftigte Grünen-Fraktionschef Wolfgang Raufelder: „Das Rheinwasser ist zwar besser geworden, eignet sich aber durch Keime immer noch nicht zum Baden.” Ziel müsse es aber grundsätzlich sein, die Wasserqualität am gesamten Oberrhein weiter zu verbessern.
Neben Baden ist für Strandbadbesucher auch das Grillen außerhalb der dafür zugewiesenen Zonen verboten. Wenn sich in der Ausflugssaison viele Besucher auf den Wegen und im Kies am Rheinstrand tummeln, ist auch das Fahren mit Fahrrädern, Inlinern, Skateboards und Rollern auf dem Gelände verboten. Tiere dürfen sich in dieser Zeit ebenfalls nicht am Strandbad aufhalten.
Tägliche Kontrollen geplant
„Und wer kontrolliert das alles?” fragte ML-Stadtrat Prof. Dr. Achim Weizel. Antwort Warminski-Leithäuser: „Unser Aufsichtspersonal.” Auf Nachfrage bestätigte gestern die Pressesprecherin des Fachbereichs Sport und Freizeit, dass am Strandbad von Montag bis Sonntag je nach Wetterlage ein bis zwei Mitarbeiter nach dem Rechten sehen sollen.
Und wenn jemand bei einer Ordnungswidrigkeit erwischt wird, wenn er beispielsweise grillt, wo’s verboten ist, sein Auto am Strandbad wäscht, dort mit dem Rad umher fährt, seinen Hund hier am Rhein spazieren führt oder seinen Müll nicht ordnungsgemäß in einem Abfallbehälter entsorgt, dann kann das jetzt zwischen fünf Euro und 1000 Euro teuer werden. Bei der Höhe des Bußgelds kommt es auch darauf an, ob die Ordnungswidrigkeit vorsätzlich oder fahrlässig begangen wurde.

Am 11. Dezember 2009 wurde der Bau der neuen Strandbad-Gaststätte begonnen, bis zu den Sommerferien soll hier alles fertig sein. Dazu beschloss der Hautausschuss jetzt auch eine neue Benutzungsordnung für das Neckarauer Rheinufer.
BILD: TRÖSTER
Neue Benutzungsordnung für das Strandbad der Stadt Mannheim
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Im Bereich des Strandbads (Grafik) ist den Besuchern des beliebten Ausflugsziels am Rheinufer an der Reißinsel Folgendes untersagt:
- das Baden im Rhein
- das Fahren, Schieben, Parken und Abstellen von Kraftfahrzeugen (ausgenommen zur Ver- und Entsorgung und das Campingplatz-Areal)
- das Reinigen von Kraftfahrzeugen
- das Anlegen oder Anlanden mit motorisierten Wasserfahrzeugen
- das Entzünden oder Unterhalten eines offenen Feuers (neu).
- das Grillen außerhalb der dafür ausgewiesenen Zone am Ufer sowie täglich zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit können die Zeiten von der Stadt auch noch weiter eingeschränkt oder das Grillen auch vollständig verboten werden.
- In der Einrichtung Strandbad ist den Besuchern von 15. März bis 15. Oktober (bisher April bis September) untersagt: das Mitnehmen von Fahrrädern sowie das Benutzen von sonstigen mit Rollen versehenen Sportgeräten (neu: Inlinern, Skateboards, Kickboards, Rollern);
- das Mitführen von Tieren, ausgenommen Blinde mit Blindenhund und auf der durch den Campingplatzverein jeweiligen vermieteten Parzelle.
- Bei Zuwiderhandlung kann künftig ein Bußgeld verhängt werden.
tan
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18. 03. 2010
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Strandbad:
Neuer Betreiber für Lokal gefunden
Die Stadt hat einen Betreiber für die Gaststätte am Strandbad gefunden. Der Hauptausschuss stimmte am Dienstag mehrheitlich für den Caterer Sascha Kindermann. Er legte mit seinem Partner Rashid Hera ein Konzept vor, das eine Jury nach Angaben des zuständigen Dezernats als sehr innovativ bewertete. „Es ist wichtigfür die Strandbad-Gastronomie, einenPächter zu haben, der mitdenkt und sich mit seinen kreativen Ideen beteiligt“, sagt Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer. Die städtische Tochter GBG errichtet derzeit für rund drei Millionen Euro ein neues Ausflugslokal amRhein bei Neckarau. Der Pachterlös soll die Baukosten tilgen. Wegen langer Diskussionen und Änderungen am Konzept gestaltete sich die Suche nach einem Betreibers schwierig. (env)
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18. 03. 2010
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Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion:
Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte uns zur Verfügung stellen, wir möchten sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades können wir auch gebrauchen.
An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Trifelsring 17, 67117 Limburgerhof, Tel.: 06236 462961
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