Rettet das Strandbad
 
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Presse
 
 

  Presse Juli 2004


 


   
An den
Oberbürgermeister
Gerhard Widder
Rathaus, E 5
68159 Mannheim

07.07.2004

Antrag zur Sitzung des AUT am 13.07.04

Lärm- und Verkehrskonzept Strandbad

Antrag

Der Gemeinderat beschließt:

die Erstellung eines Konzepts bzgl. lärm- und verkehrsbegrenzender Maßnahmen auf dem Zufahrtsweg zum Strandbad. Dieses ist zur Vermeidung von Belastungen der Menschen und der Umwelt schnellst möglich zu entwickeln.

Eine Bewirtschaftungsausweitung der Strandbad-Gastronomie wird bis auf weiteres ausgesetzt.

Begründung:

Die wesentlich größer als bisher ausfallende Bewirtschaftung -800 Sitzplätze- zieht auch wesentlich mehr Verkehr nach sich. Schon jetzt aber ist der Parkraum nicht ausreichend. Die vorgesehenen Strandbadfeste werden das Verkehrsaufkommen vor allem in den Abend- und Nachtstunden erhöhen.

Die erweiterte Gastronomie verringert die Fläche für die Erholungssuchenden, die sich unabhängig von den gastronomischen Angeboten am Strandbad aufhalten wollen.

Die Zunahme des Verkehrs und die über den Tag wie auch das Jahr zeitlich erweiterte Betriebstätigkeit verursachen wesentlich mehr Lärm, der sich sowohl negativ für die AnwohnerInnen an den Zufahrtswegen wie auch für die das Strandbad umgebende Natur auswirkt. Ebenso betroffen sind diejenigen, die sich im Waldpark oder den angrenzenden Naturschutzgebieten in Ruhe erholen wollen.

Es ist schwer vorstellbar, dass der Stifter der Reißinsel, Consul Carl Reiß, die vorliegende Planung mit den absehbaren Folgen für "seine Fasaneninsel" gutheißen würde; es ist z.B. der Stadt schon jetzt nicht mehr möglich, das NSG "Bei der Silberpappel" aufgaben- und naturschutzgemäß zu betreuen.

Die Grünen im Gemeinderat

Rainer Baschwitz
Wolfgang Raufelder
Petra Seidelmann
 


   
Mannheimer Morgen - 12.07.2004

Protest gegen Event-Gastronomie
Freunde des Strandbades und Grüne üben heftige Kritik

"Zuerst Verwahrlosung, dann Abriss - so nicht. Wir fordern Pflege und Betrieb des historischen Hauses" prangt in Großbuchstaben auf einem Transparent. "Skandal" heißt es auf einem anderen Plakat. Die Botschaft lautet: Keine Event-Gastronomie in dem Traditionsbad am Rheinufer. Vertreter der "Freunde des Strandbades", der Grünen und der Umweltorganisation BUND trafen sich gestern zu einer Protestaktion - weitere sollen folgen.

Wie berichtet, hat die Stadt Mannheim die Strandbad-Gastronomie an die Eichbaum-Brauerei vergeben. Neben einem ganzjährig betriebenen Restaurant soll ein Biergarten mit 800 Plätzen entstehen. Diese Ankündigung bringt nicht nur Grünenstadtrat Wolfgang Raufelder auf die Palme. Schon bei den 310 Plätzen der alten Strandbadgaststätte hätten die Parkplätze nicht ausgereicht und die Autos wild im Naturschutzgebiet geparkt. In einem Brief an Oberbürgermeister Widder werden nicht nur Park- und Verkehrssituation kritisiert: "Die erweiterte Gastronomie verringert die Fläche für die Erholungssuchenden, die sich unabhängig von den gastronomischen Angeboten am Strandbad aufhalten wollen" - denn der Biergarten soll im Bereich der Minigolfanlage etabliert werden, wo derzeit Lufthungrige unter Bäumen Ruhe suchen, weil es auf der Grillwiese meist turbulent und laut zugeht.

Bezirksbeiräte wie Hans-Joachim Fenzke (SPD) und Dieter Netter (Grüne), die sich zu der Protestaktion eingefunden hatten, waren vor allem sauer, weil vor den Vertragsverhandlungen mit der Brauerei weder Bezirksbeiräte noch Stadträte eingeschaltet wurden. Die Sondersitzung komme, wenn alles gelaufen ist, schimpften Kritiker.

Die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau fordert ebenfalls, Bürger an dem Strandbadkonzept zu beteiligen. Außerdem liegt ihr am Herzen, dass das "einzigartige" Gastronomiegebäude im Bauhausstil restauriert statt abgerissen wird.

Am nächsten Sonntag planen die Strandbad-Freunde erneut eine Protestaktion - mit Info-Stand ab 14 Uhr vor Ort. wam
 


   
SPD-Einladung  
 



 

  

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V.

Am 19.07.2004 fand mit Unterstützung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. im Volkshaus die Vollversammlung der Bürgerinitiative Strandbad statt.
Die ca. 30 anwesenden Besucher der Veranstaltung wurden durch anwesende Bezirksbeiräte über den aktuellen Sachstand in der Diskussion um das geplante Gastronomie-Konzept informiert.
Angeblich sei „noch nichts unterschrieben”, leider wurde aber bei der internen BBR-Sitzung am 15.07.2004 u. a. die Verkehrsproblematik gänzlich ausgeklammert. Über andere wesentliche Punkte herrscht noch völlige Unsicherheit.

Aus dem Kreis der Bürgerinitiative hat sich ein Sprecherrat konstituiert:

Michael LAPP,
Andre POLOSEK und
Martina Stamm (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).

Lutz WALZEL (eMail-Verkehr und Aufbau Homepage „www.Strandbad-Mannheim.de”)
Barbara STRAUBE (Graphik)

Die Initiative hat sich entschlossen, eigenständig, jedoch in enger Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 in Neckarau, eine Bürgerversammlung zum Thema Strandbad durchzusetzen.
Zunächst mal muss Transparenz für die Neckarauer BürgerInnen geschaffen werden....
Weitere konkrete Forderungen sollten (nach Informationen durch die Verwaltung) durch die Initiative und die Lokale Agenda harmonisiert werden, um Zielkonflikte zu vermeiden.

Als wenig hilfreich bei der Schaffung eines sachlichen Gesprächsklimas wurde es empfunden, dass der vorgesehene neue Pächter der Strandbadgaststätte bei noch unklarem Besitzverhältnis am Sonntag, 18.07.2004 bei der Unterschriftensammlung vor der ehemaligen Strandbadgaststätte mit der von ihm verständigten Polizei unter Hinweis darauf, dass er dort die Toilette benutzen darf, das Abhängen der dort angebrachten Protestplakate verlangt hat....

Wir werden Sie weiterhin informieren, wenn Sie das wünschen.

Mit freundlichen Grüssen

Bernd Landmann
Vorsitzender Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.
 


 

  

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der LA 21 MA-N´au
 
Die Zeiten nach der Wahl werden von der Politik öfter gebraucht, um (ungestraft) zu bekunden und durchzusetzen, was sie bei redlichem Verhalten dem Wähler gegenüber auch schon hätten vorher offen legen müssen.
 
Ganz offenkundig, ungeschminkt über den Mannheimer Morgen wird der Wähler informiert. Der Verkehrsentwicklungsplan wird vertagt, nachdem monatelang von der CDU (Neckarau) dazu nichts zu hören war. Jetzt legt unsere Neckarauer CDU-Stadträtin Gabriele EGLER-HUCK die Karten auf den Tisch:
Die Straße durch das Aufeld soll in die Verkehrsplanung einfließen.
 
Die „hausgemachte” Verkehrsproblematik soll nun auch noch durch eine extensiv genutzte Strandbad-Event-Gastronomie verschärft werden, verhandelt und ohne Bürgerbeteiligung zur Unterschrift vorbereitet durch den CDU-Bürgermeister Schmidt.
Dieser soll ein ihm politisch nahe stehendes Mitglied der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau sehr heftig attackiert und diskreditiert haben, weil dieser eine öffentliche Sitzung zu diesem Thema gefordert hat.
 
Liebe Freundinnen und Freunde, es wird also wieder mal Zeit, sich öffentlich zu Wort zu melden und zu bekräftigen, dass wir im Sinne der deutlichen Mehrheit der Bürger von Neckarau keine Aufeldquerung dulden werden.
Schon gar nicht, wenn durch importierte Verkehrsprobleme i. S. Strandbad ohne Bürgerbeteiligung verfahren werden soll.
 
Unten aufgeführt finden Sie einen Leserbrief von Marliese Landmann zu diesem Thema.
Bitte senden auch Sie Leserbriefe an den Mannheimer Morgen unter der Adresse lokal@mamo.de

Die Problematik erhält dann (auch in der Politik) den richtigen Stellenwert.
 
Mit freundlichen Grüssen
Bernd Landmann
Vorsitzender LA 21 MA-N´au
 


 
Leserbrief für MM
- Stadtteilausgabe Süd - 25. 07. 04
zum Antrag der CDU Gemeinderatsfraktion für die Sitzung des Gemeinderats Nr. 154 / 2004, siehe auch
http://web.mannheim.de/
webkosima/WkEdThema.ASP?fbgnr=22369

Auf den ersten Blick liest er sich gar nicht ´mal so negativ, der Antrag der CDU:
„Die Verwaltung wird aufgefordert, im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen in Richtung Stollenwörthweiher und Strandbad ein Konzept zu erarbeiten, das die Entlastung der Hauptachsen Rheingoldstraße und Neckarauer Waldweg zum Ziel hat. Dabei sollen das Angebot des ÖPNV sowie die Erfordernisse des Individualverkehrs Berücksichtigung finden”

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Meine Erfahrungen jedenfalls in Sachen politisches Taktieren lassen es ratsam erscheinen, auf der Hut zu sein.

Es könnte sich durchaus für die CDU der Schluss aufdrängen, dass das Konzept d. Verwaltung sich als zu teuer und uneffektiv erweist, so dass eine Verkehrsentlastung mittels ÖPNV nicht infrage kommt. Angesichts des zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsaufkommens nach Eröffnung d. Strandbad-Gastronomie wird sich das Problem Verkehrsbelastung verschärfen. – und schon sind wir wieder bei der Aufeldquerung. Im Gutachten zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) wird die Aufeldquerung als wenig geeignetes Mittel zur Beseitigung des hohen Verkehrsaufkommens in Neckarau bewertet, da der überwiegende Verkehr aus dem belasteten Gebiet selbst stammt oder dorthin strebt. So sieht denn auch der VEP diese Straße nicht vor. Auf Betreiben der CDU wurde nun die Abstimmung über den VEP im Gemeinderat auf September 2004 vertagt. – Es erscheint nicht mehr ganz so abwegig, dass der VEP in der jetzigen From vom Gemeinderat abgelehnt wird. Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf den Artikel im MM v. 19.07.04 Beschlüsse erst im Herbst. Hierin äußert sich die CDU unmissverständlich pro Aufeldquerung – wohlgemerkt gegen den erklärten Willen der Mehrheit d. Neckarauer Bevölkerung.

Mit einer überdimensionierten Gaststätte am Strandbad entsteht zusätzlicher Verkehr von außen, eine neue Situation und willkommenes Argument für die CDU, Befürworterin der Aufeldquerung.

Natürlich kostet auch eine solche Straße Geld. Wo jedoch ein politischer Wille ist, gibt es auch (im wahrsten Sinne des Wortes) einen Weg. Oder es findet sich über kurz oder lang ja ein Sponsor....

Bösartige Unterstellung, das Ganze? – Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen!

Marliese Landmann
Tannhäuserring 73
68199 Mannheim
Tel. 0621 / 81 83 18
Fax 0621 / 810 99 499
 

 

 



Beschlüsse erst im Herbst

VEP Neckarau muss warten

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für Neckarau wird vor der Sommerpause nicht mehr im Gemeinderat abgestimmt. Die CDU-Fraktion kann dem seit 1999 mit großer Bürgerbeteiligung und mit Hilfe von Verkehrsexperten erstellten Plan für die Lenkung der Verkehrsströme im Stadtteil doch noch nicht zustimmen: "Wir sehen noch Beratungsbedarf", erklärte der scheidende Fraktionsvorsitzende Dr. Sven-Joachim Otto auf "MM"-Anfrage.

Über den Plan - der zahlreiche Einzelvorschläge zur Lösung oder Milderung von Verkehrsproblemen in Neckarau enthält - hätte jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) sowie am 27. Juli im Plenum des Gemeinderats abgestimmt werden sollen. "Wir möchten, dass sich der neue Gemeinderat im Herbst mit dem Thema noch einmal befasst", begründete CDU-Fraktionsgeschäftsführer Oliver Althausen auf Anfrage die Verschiebung. Und: "Wir werden sicher noch einige Änderungsanträge dazu einbringen."

Die Beschlussvorlage, so Althausen weiter, enthalte konkrete Vorgaben, "die in dieser Form noch nicht verabredet waren". Die Christdemokraten wollen unter anderem den Nasen und Kaps zur Geschwindigkeitsreduzierung nicht vorbehaltlos zustimmen und die von der Stadtverwaltung zunächst vorgeschlagene Vorplanung für eine zukünftige Aufeldquerung nicht aufgeben.

Auch die CDU-Stadträtin Astrid Egler-Huck weist auf einige Knackpunkte in der Vorlage hin: "Wir wollen uns schon noch einmal Gedanken beispielsweise über den Fahrrad-Verkehr machen." Es sei zu bedenken, ob man wirklich Bürgersteige für die Benutzung durch Radfahrer öffnen solle. Unstrittig seien indes Punkte wie die Verkehrsentlastung in der Floßwörthstraße oder ein Tempolimit auf den Hauptachsen in Neckarau. Ein besonders wichtiges Thema, nämlich die Verkehrsproblematik am Strandbad, sei in dem Katalog überhaupt nicht enthalten. Egler-Huck: "Das gehört für unsere Vorstellungen aber da unbedingt hinein!" lang


 

 
Pressemeldung der Bürgerintiative "Freunde des Standbads" 21. 07. 04
an: MM, RNZ, Rheinpfalz, dpa Mannheim, MEIER, Radio Regenbogen, Bermudafunk, Rhein-Neckar-Fernsehen, Kurpfalzradio, Mannheimer Wochenblatt

Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" gegründet -
Umweltverträgliche Gastronomielösung unter Beteiligung der Bevölkerung als Ziel

Unterschriftensammlung gestartet
Zusätzliche Belastungen für Mensch und Umwelt befürchtet

Mannheim-Neckarau, 21.07.2004 +++ Vor dem Hintergrund der anstehenden Neuverpachtung der Strandbadgaststätte im Mannheimer Waldpark hat sich die Bürgerinitiative "Freunde des Standbads" gegründet. Zu den Sprechern der Initiative wurden Michael Lapp und André Polosek gewählt.

Der zukünftige Pächter Eichbaum erwägt am Strandbad ein dreistufiges Gastronomie-Konzept mit Event-Gastronomie. Dies birgt für die Initiative die Gefahr eines stark erhöhten Verkehrsaufkommens im Naturschutzgebiet Waldpark. Außerdem befürchtet sie, dass mit der Neuverpachtung, dem Aufstellen von kostenpflichtigen Strandkörben und der Ausweitung des Gastronomiebereichs auf 800 Plätze eine schleichende Privatisierung des von Konsul Reiß für die Mannheimer Bürger gestifteten Areals in Gang gesetzt wird. Grundsätzlich begrüßt die Initiative das Interesse von Eichbaum an der Bewirtschaftung der Strandbad-Gaststätte.

Hauptforderungen der Initiative sind:

  • Offenlegung der Pläne und umfassende Information interessierter Bürger
  • Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption
  • Keine Reduzierung der Flächen für Erholungssuchende, der Spiel- und Liegeflächen
  • Reduzierung des Verkehrsaufkommens
  • Naturschutzgemäße Betreuung der Anlage
  • Erhalt des am Rhein einzigartigen Bauhausstilgebäudes: Erhalt statt Abriss
  • Keine Event-Gastronomie zu Lasten von Anwohnern, Erholungssuchenden und der Natur

Die Initiative befürwortet eine gastronomische Nutzung im bereits existierenden Rahmen und fordert die Stadt Mannheim und die Eichbaum Brauerei auf, das Strandbad in seiner ursprünglichen Funktion zu erhalten.

Gefordert wird außerdem eine öffentliche Bürgerversammlung, auf der die Verwaltung Rede und Antwort über die Pläne am Strandbad steht. Weitere Aktionen vor Ort, wie zum Beispiel die Fortsetzung der Unterschriftenaktion am Sonntag, den 25. Juli ab 14 Uhr, werden stattfinden.

Kontakt:
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads"
c/o Michael Lapp
Eichelsheimer Straße 16
68163 Mannheim
Tel: 0621/826537



 

  

Nr. 10 / 2004 - Mannheim, den 22 Juli 2004

SPD-ORTSVEREIN MANNHEIM-NECKARAU, ALMENHOF, NIEDERFELD
Neckarauer SPD verägert über CDU
CDU soll endlich beim Aufeld Farbe bekennen
„Erst nach der Wahl die Katze aus dem Sack gelassen.”

 
Die Meldung, dass die CDU in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik die
Beschlussfassung über den Neckarauer Verkehrsentwicklungsplan auf Herbst vertagen will, hat bei der Neckarauer SPD große Verärgerung ausgelöst, weil die CDU die Vorplanungen für eine zukünftige Aufeldquerung immer noch nicht aufgeben will.

„Die CDU und insbesondere ihr Neckarauer Ortsverband haben sich in den letzten Jahren um eine klare Aussage zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Aufeld herum gedrückt. Im Kommunalwahlkampf war dazu nur vornehmes Schweigen zu hören”, so der Neckarauer SPD-Vorsitzende Mathias Kohler. „Wir haben uns als SPD dagegen klar positioniert. Wenige Tage nach der Kommunalwahl lässt die CDU die Katze aus dem Sack und redet wieder der Straße durch das Aufeld das Wort.”

Die Neckarauer SPD-Stadträtin Karin Steffan stellt fest, „dass die Forderung der CDU die Vorplanungen für die Aufeldquerung nicht aufzugeben, zu Ihrer beständigen Weigerung passt, die eigentlich schon beschlossene Ausweisung des Aufeldes als Landschaftsschutzgebiet endgültig zu vollziehen. Ich kann an die CDU nur den Appell richten, den Mehrheitswillen der Neckarauer Bevölkerung zu akzeptieren. 7.500 Unterschriften zum Erhalt des Aufeldes darf man nicht missachten.”

Bezirksbeiratssprecher Hans-Joachim Fenzke erinnert daran, dass sich vor zwei Jahren der Neckarauer Bezirksbeirat auch mit Stimmen aus der CDU klar und eindeutig für den Erhalt des Aufeldes ausgesprochen hatte. „Der unsägliche Rauswurf des profilierten Bezirksbeirates Rudolf Höcker aus dem Bezirksbeirat durch seine eigene Partei zeigt deutlich, dass jetzt auch die Neckarauer CDU auf Linie gebracht werden soll. Herr Höcker wurde zwar nicht gerüttelt und geschüttelt; aber er wurde abgestraft, weil er sich als einer der wenigen CDU-Politiker für das Aufeld ausgesprochen hat. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man die Kommunalwahl abwarten wollte, um dann mit aller Gewalt die Aufeldstraße durchzuziehen.”

Die Neckarauer Sozialdemokraten weisen darauf hin, dass die CDU bei der Kommunalwahl im Stadtbezirk von 47,06 Prozent auf 38,43 Prozent abgesackt ist. „Trotzdem mehren sich die Zeichen, dass man die 7.500 Unterschriften für den Erhalt des Aufeldes ignorieren will. Es waren doch auch CDU-Wähler, die sich für den Erhalt des Aufeldes ausgesprochen haben,” so Hans-Joachim Fenzke. „Die CDU soll den Willen der Bevölkerung akzeptieren und die Diskussion über die Aufeldstraße endlich beenden.”

Wir danken Ihnen für die Veröffentlichung und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Mathias Kohler
Blumenstr. 18
68199 Mannheim
Tel: 0621 - 85 32 72
Fax: 0621 - 84 15 573
Funk-Tel: 0172 - 63 00 316
e-mail Adresse:
Mathias.Kohler@t-online.de


 

 
Mannheimer Morgen
- 24.06.2004

So erholsam wie ein Tag am Meer
Maritimes Flair und Biergarten-Kultur an der Rheinpromenade in Speyer

Speyer. Langsam schiebt sich das Containerschiff ins Blickfeld. Der Kahn liegt tief im Wasser und kämpft gegen die Strömung. Als das Heck mit der französischen Flagge vorbeizieht, klatschen die ersten Wellen ans Ufer. Für ein paar Minuten rauscht es wie im Urlaub am Meer. Und tatsächlich ist ein Abend in den beiden Biergärten an Speyers Rheinufer wie ein erholsamer Kurztrip an die Küste.

Wenn das Wetter stimmt, sind die 300 Sitzplätze im Biergarten "Alter Hammer" im Nu von einem sonnenhungrigen Publikum belegt, das bei Weizen und Weinschorle entspannt und den grandiosen Blick über den Rhein und die gegenüberliegenden Sandbänke und Auen genießt.

Wer hier keinen Platz mehr ergattert, der versucht es einfach nebenan im Café Hammer. Zwar versprüht der einstöckige Flachdachbau - im Volksmund "Neuer Hammer" genannt - von außen den überholten Charme der 60er Jahre, doch ist der Rundblick von der leicht erhöhten Terrasse mindestens genauso schön. Knapp 250 Ausflügler finden bei Sonnenschein unter den großen Schirmen Platz. Ein besonderes Highlight im Café Hammer: Jeden Sonntag gibt es hier ein ausgiebiges Frühstücksbuffet mit Rührei, Würstchen und Speck - inklusive Blick auf "Vater Rhein" und Schaulaufen auf der Uferpromenade.

Der "Alte Hammer" im stattlichen Fachwerkhaus nebenan ist allerdings Speyers wohl traditionsreichster Biergarten. Bereits seit 1919 gibt es die "Gaststätte zur Schiffsbrücke", wie der "Alte Hammer" bis heute offiziell heißt. Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich ein Vorfahre von Franz Hammer hier neben der, bis 1938 an dieser Stelle existierenden Schiffsbrücke, niedergelassen. Aus einem Kiosk für die auf Durchlass wartenden Schiffer wurden schließlich Gaststätte und Biergarten. Mit der Konkurrenz durch das Café Hammer bürgerte sich langsam der Name "Alter Hammer" ein.

Auf dem Boden knarzt feiner Kies und alte ausladende Bäume spenden Schatten an den Biertischen. Abends erleuchten bunte Lichterketten die Szenerie direkt an der Uferpromenade. "Ich habe keinen Trend mitgemacht. Ich wollte die Ursprünglichkeit des Biergartens bewahren", erklärt Franz Hammer, der bis zu diesem Sommer 25 Jahre lang den Betrieb geführt hat. Das ist ihm gelungen. Bis heute verbindet die Lokalität im Schatten des tausendjährigen Doms maritimes Flair mit klassischem Biergartenvergnügen.

Dieser besonderen Atmosphäre konnte sich auch Petra Krebs nicht entziehen. Nach dem Aus für das Mannheimer Strandbad musste die ehemalige Inhaberin nicht lange überlegen, um jetzt den "Alten Hammer" in Speyer zu übernehmen. Unter ihrer Regie wird der Biergarten erstmalig sogar bis Weihnachten geöffnet sein. "Die einzigartige Atmosphäre hier wirkt auch bei Schnee und Eis", ist sich Petra Krebs sicher. Ein Windschutz, Heizstrahler, jede Menge Wolldecken und hausgemachter Punsch sollen dann für kuschelige Atmosphäre am Wasser sorgen. Tobias Döpker
 


 

  

29. 7. 2004

Einladung zur öffentlichen Vorstandssitzung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unser Vorstandsmitglied Klaus-Peter MÜTSCH Herrn Stadtarchivar im Ruhestand

Friedrich    T E U T S C H

als Referenten und Auskunftsperson gewinnen konnte.
Thema:

„Das Vermächtnis der Geschwister Reiss für die Bürger der Stadt Mannheim”,
ein geschichtlicher Rückblick unter besonderer Beachtung der aktuellen Strandbadplanung

Herr Teutsch steht für den Vorstand und alle Besucher zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Als besonders spannend sind dabei  wohl auch Antworten im Zusammenhang mit der aktuellen Strandbadplanung zu erwarten.

Ort:
Volkshaus Mannheim-Neckarau
Rheingoldstraße 47 – 49
(ehem. Volkshausgaststätte)


Zeit:
Mittwoch, 04.08.2004, 19.00 Uhr

Mit freundlichen Güssen
Bernd Landmann

Vorsitzender LA 21 MA-N´au
Tannhäuserring 73, 
D-68199 Mannheim
Tel. 0621 / 81 83 18 (priv.) oder 0621 / 174-5119 (gesch.)
Fax 0621 / 810 99 499 (priv.)Handy 0174 / 585 3814
eMail: Bernd.Landmann@t-online.de

Einladung als PDF (80KB)
 


 
Leserbrief an MM, nicht abgedruckt.


Isabella M. Nohe

Kleine Str. 7, 68199 Mannheim
0621 - 857977

30. 07. 2004

Mannheimer Morgen
Redaktion Leserbriefe

Betr: Heutige Beiträge im MM / Lokalseite Süd über die Strandbadpläne
und die Neuwahlen beim Bezirksbeirat der CDU

Wer gibt eigentlich die Richtung vor ?

Zu beiden heute im MM abgedruckten Berichten kann diese Überschrift gut passen!
Mit den Plänen, das Strandbad mittels riesengroß aufgezogener Event-Gastronomie endlich „aufzupäppeln”, rückt die Stadtverwaltung nur allmählich und scheibchenweise heraus. Umso größer bei allen Liebhabern (und als Bürger Eigentümern !) des Strandbades das Entsetzen und Unbehagen, was da wohl auf uns zukommen mag. Daß sich die Eichbaum-Brauerei nicht für ein idyllisches kleines Strandbad-Lokal erwärmen mag, ist verständlich. Es kann aber nicht sein, dass in einem so sensiblen Gebiet wie es der Neckarauer Rheinbogen ist, ohne Rücksicht auf Verluste geplant und genehmigt wird – und wie sonst ist zu verstehen, dass ein Biergarten für xhundert Personen genehmigt (!), das Parkplatz- und Verkehrsproblem aber wieder mal erst danach bedacht wird.

Besonders die CDU hat offensichtlich Großes vor: Sie will nämlich, wie aus dem Bericht im MM hervorgeht, „bereits im Oktober dieses Jahres beratschlagen, wie damit umgegangen werden soll”. Na prima ! Nur ein Schelm ist, wer sich Böses dabei denkt ! Denn auch im Oktober will besagter Personenkreis auch weiter über die Verkehrssituation in Neckarau nachdenken – haben sich etwa bis dahin die Wogen über dem Strandbad geglättet, oder kann man/frau dann über diese Hintertür die heißgeliebten Aufeldpläne wieder hervorkramen mit erhobenem Zeigefinger: Seht her, anders ist ja der Verkehr gar nicht zu bewältigen !

Liebe Frau Egler-Huck: Mit einem haben Sie recht! Auch schon nach dem Krieg war das Strandbad von Tausenden Menschen besucht. Ich selbst kann mich gut erinnern, an schönen Sommertagen mit meinen Eltern und Geschwistern dorthin gepilgert zu sein, wohlgemerkt: zu Fuß. Und nicht - wie heutzutage üblich - mit Liege, Grill und Radio und deshalb mit Auto. Wir werden - noch! - um unser Strandbad beneidet – muß man denn unbedingt jeden noch einigermaßen schönen Fleck zubauen mit Biergärten, Eventtempeln, Beton und Parkplätzen?
Und warum werden dazu nicht die gefragt, die es auch betrifft ?

Der Bericht auf der gleichen Seite über die Neuwahlen beim CDU-Bezirksbeirat verstärkt mein Unbehagen: Ein engagiertes und langbewährtes Mitglied des Beirats, der den obigen Plänen wohl allzu skeptisch gegenüber stand, wird „ersetzt” durch einen Mitarbeiter einer allseits bekannten Neckarauer Baufirma.
Ein Schelm... aber das hatten wir ja schon !

30. 7. 2004
   


    
Mannheimer Morgen - 30.07.2004
 
 
Selten wird es noch so voll am Strandbad sein wie vor 50 Jahren, dennoch ist das "Mannheimer Lido" sehr beliebt und an warmen Sommertagen sehr belebt. Neue Gastronomie dürfte für weiteren Schub sorgen.
   
Ob die Beach-Bar am Strandbad renoviert oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird, steht noch nicht endgültig fest. Bilder(2): Rittelmann

In die Freude am Strandbad mischen sich auch Sorgen
NECKARAU: Initiative und Parteien fordern ausführliche Informationen über Bewirtschaftung und Verkehrskonzept

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

"Wir brauchen keine Miesmacherei, sondern eine ausführliche Information darüber, was am Strandbad passiert": Stadtrat Helmut Wetzel (SPD) macht sich Sorgen über die Zukunft des bei den Mannheimern so beliebten Naherholungsgebietes. Nicht nur er. Seitdem bekannt wurde, dass die Eichbaum-Brauerei die Gastronomie am "Mannheimer Lido" übernehmen soll und dort auch einen ganzjährigen Betrieb mit Sonderveranstaltungen auf die Beine stellen will, mischen sich in die Freude darüber, dass endlich etwas geschieht, auch Befürchtungen. Sie betreffen vor allem die begleitenden Umstände: Massenandrang und übermäßiges Verkehrsaufkommen. Der ganze Bezirksbeirat einigte sich darauf, dass die nächste öffentliche Sitzung am 20. Oktober allein dem Thema Strandbad gewidmet werden soll.

Immerhin: Rundweg abgelehnt wird das Vorhaben der Brauerei nicht. Vor wenigen Tagen formierte sich die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" unter der Ägide der Neckarauer Bürger Michael Lapp und André Polosek. Auch sie betonen: "Grundsätzlich begrüßt die Initiative das Interesse von Eichbaum an der Bewirtschaftung der Strandbad-Gaststätte". Allerdings befürchten die Initiatoren, die inzwischen im Stadtteil zahlreiche Unterschriften gesammelt haben, "dass mit der Neuverpachtung, dem Aufstellen von kostenpflichtigen Strandkörben und der Ausweitung des Gastronomiebetriebes auf 800 Plätze eine schleichende Privatisierung des von Konsul Reiß für die Mannheimer Bürger gestifteten Areals in Gang gesetzt wird". Ihr Vorgehen zielt auf eine umfassende Information und Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption. Zudem wollen sie das Verkehrsaufkommen reduziert sehen und setzen sich für den Erhalt des Restaurant-Gebäude im Stil des Bauhauses ein.

Bei der Neckarauer CDU stößt das Treiben der Initiative keineswegs auf Gegenliebe. Stadträtin Gabriele Egler-Huck und Bezirksbeiratssprecher Wolfgang Taubert erwarten von der Investition der Eichbaum-Brauerei eine Aufwertung des Strandbades. "Dass große Besucherzahlen immer Herausforderungen mit sich bringen, ist nichts neues, sondern eine Aufgabe, der man sich stellen muss", erklären sie. Taubert erinnert daran, dass vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu 40 000 Besucher an sonnigen Sonntagen das Strandbad aufsuchten. Dazu hätten die einmalige Lage, zwei Restaurants und zahlreicher Verkaufsstände entlang der Front zum Rhein beigetragen.

Im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen erwartet die Stadträtin von der Stadtverwaltung ein umfassendes Konzept mit konkreten Vorschlägen, denn "schließlich dürfen die Anwohner in der Rheingoldstraße und im Neckarauer Waldweg sowie die umliegenden Vereine nicht weiter belastet werden". Einen entsprechenden Antrag hat sie im Gemeinderat gestellt. Darin fordert sie vor allem eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

In eine ähnliche Richtung zielen die Bemühungen der SPD. Die Gemeinderatsfraktion unter der Leitung von Dr. Frank Mentrup traf sich am Mittwoch mit interessierten Bürgern vor Ort und sammelte erst einmal Anregungen. Demnächst soll ein weiteres Treffen mit Vertretern der Stadt und der Eichbaum-Brauerei stattfinden. Dann soll das Konzept vorgestellt werden. Für Stadtrat Wetzel steht fest, dass nur eine familiengerechte Gastronomie mit Ganzjahresbetrieb Sinn macht und wirtschaftlich sein kann. Ein verbesserter Betrieb mit einem Pendelbus zwischen dem Rheingold-Center und Strandbad könne für Verkehrsentlastung sorgen.
 


    
Mannheimer Morgen - 30.07.2004

Kurt Kubinski macht doch weiter
RHEINAU/NECKARAU: Rudolf Höcker nicht mehr wiedergewählt

Die Neubesetzung der Bezirksbeiräte im Süden Mannheims kommt voran: Nun stehen auch die Stadtteilvertreter der CDU Neckarau und der SPD Rheinau fest. In Rheinau blieb alles beim Alten, in Neckarau gab es spektakuläre Veränderungen.

Die Neckarauer CDU hat auf Grund der jüngsten Gemeinderatswahl nur fünf Sitze, zwei weniger als zuvor. Zu neuen Bezirksbeiräten wählte der Vorstand des Ortsverbandes aus Kern-Neckarau Stefan Busch, EDV- und Organisations-Leiter bei Diringer & Scheidel, den Bauunternehmer Wolfgang Taubert und Jürgen Nohe, Vorstandsmitglied des Tennisclubs Schwarz-Weiß, sowie vom Almenhof den dortigen Ortsvorsitzenden Claudius Kranz und die Amtsinhaberin Brigitte Müller-Steim. Wer Fraktionssprecher wird, steht noch nicht fest.

Nicht gewählt wurden der bisherige Bezirksbeirat Rudolf Höcker sowie Michael Schwarz, jüngst Stadtratskandidat und Vorsitzender des TV 1884, des größten Vereins im Vorort. Höcker trat darauf hin aus dem Ortsverband Neckarau aus und in den Ortsverband Almenhof über. Politisch will der frühere Ortsvorsitzende, Bezirksbeiratssprecher und Stadtratskandidat jetzt erst mal pausieren, aber weiter bürgerschaftlich im Agenda-Prozess und für die Marktplatz-Umgestaltung aktiv bleiben.

Keine Überraschungen gab es bei der SPD Rheinau. Hier wurden die Amtsinhaber Kurt Kubinski, Harald Hipp und Bernd Schwinn bestätigt. Neu im Gremium ist Kubinskis Sohn Holger. Auch bei der anschließenden Wahl des Sprechers wurde Kurt Kubinski bestätigt, womit den Genossen ein Stein vom Herzen fiel. Denn Kubinski hatte zunächst "den Bettel hinschmeißen" wollen aus Enttäuschung über sein Gemeinderats-Wahlergebnis. Die Rheinauer Bürger seien ihm zwar treu gewesen, aber in anderen Stadtteilen habe es gefehlt. "Leistung wird nicht ausreichend honoriert", klagt er: "Da muss man Kuchen verkauft haben im Luisenpark oder nur Polizist sein, dann wird man gewählt." -tin