| |
Presse
|
|
| |
Presse Oktober 2004
| 
|
|
| |
| 
|
|
| |
Leserbrief MM
noch nicht veröffentlicht
"Diskussion um Strandbad...", "Mißverständnisse" und "Am Strandbad schlagen die Wellen hoch", alle von J. Cerny, 22.10.04
Aufwachen, Herr Cerny! Die Sitzung ist vorbei. Sie haben wohl einiges verpennt, was Ihre Leser sicher interessiert hätte:
- z .B. die arrogante Gesprächsführung von Seiten des Podiums, die die "Mauer des Mißtrauens" erst provozierte. "Das einzige erhaltenswerte Gebäude dort wäre das Klohäuschen" meinte z.B. der Eichbaum-Manager und präsentierte als Abriß-Argument Fotos, die eher nach übergelaufener Badewanne aussahen.
- die darauf einsetzende Kritik an Sitzungsleiter Schmidt ("Politik nach Gutsherrenart"), die nicht nur aus dem Publikum kam. Schmidt erklärte sich schließlich bereit, einen Arbeitskreis mit allen Beteiligten (Eichbaum, Stadt, Beirat, Bürger) zu bilden. Eine kleine Sensation.
- Zahlen, die nur mit Mühe aus den Verantwortlichen herauszukitzeln waren: maximal 1100 Plätze will die Firma Eichbaum einrichten, 2000 bis 2500 Besucher kommen "an guten Tagen" ins Strandbad. Die neue Gaststätte benötigt also einen gewaltig gesteigerten Publikumsverkehr. "Kein einziger Parkplatz mehr" ist aber laut entsprechendem Fachbereich drin. Und Naturschutz soll auch noch stattfinden. Abstimmungsprobleme? Eine unsinnige Konzeption? Nicht nur Mimose Heilmann findet die Sache noch nicht unterschriftsreif.
Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Leserbrief veröffentlichen würden, denn der Artikel von Herrn Cerny erwähnt in keiner Weise die zahlreichen Daten und Planungszahlen, die in der Diskussion genannt wurden, ebensowenig das erstaunliche Ergebnis (Arbeitsgruppe, eine Art Runder Tisch).
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Nabinger
| 23.10.2004
|
|
| |
Leserbrief MM
Großer Unsinn
Die Familie Hopp hat der Stadt Mannheim das Geld für die Arena-Multihalle vorgestreckt. Die Stadt Mannheim darf jetzt den Kredit zinslos an die Familie Hopp zurückzahlen. Das ist sehr nett von der Familie Hopp, denn die Stadt Mannheim hat ja kein Geld für so ein Projekt. Dafür möchte sich die Stadt jetzt bedanken, indem sie das durchaus marode Strandbad der Familie Hopp und der Eichbaum-Brauerei (Anmerkung der Redaktion: Dietmar Hopp gehört die Muttergesellschaft Actris) überlässt bzw. verpachtet, damit dort die, freundlicher Weise, erlassenen Zinsen erwirtschaftet werden können.
Also errichtet die Familie Hopp dort ein Strandbad für Leute mit ganz dicken Brieftaschen, denn die verloren gegangenen Zinsen müssen ja irgendwie herein kommen. Nun wird aus dem Volksbad Strandbad das Binz-Kurbad-Mannheim. Auf das Parkplatzgelände kommt ein Parkhaus der Luxusklasse, weil die dicken Brieftaschen ihre Karossen ja nicht in der prallen Sonne parken sollen.
Auf den ehemals einfachen Liegewiesen kommt nun feiner englischer Rasen. Darauf haben dann nur noch ganz noble Strandkörbe Platz, die selbstverständlich vermietet werden. Für das Restaurant gibt es auf der Welt viele Vorbilder. Also da wird sich schon etwas finden.
In den Rhein kommt ein Schwimmbecken. Von Ufer zu Ufer. In die Mitte kommt eine Cocktailbar. In das Becken selbst kommt Champagner, denn die Herrschaften können ja nicht im popligen Rheinwasser baden. Also entweder oder. Man könnte jetzt glauben, das die Flussschifffahrt behindert wird. Nein nein, sie wird nicht. Jetzt kommt nämlich die Firma SAP ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass nichts passiert. Der Rhein und die Schiffe werden digital unter dem Becken durchgeführt. Also keine Verschmutzung möglich. Mit Virenschutz und Feuerwand passiert garantiert nix.
Ich glaube, das ist alles ganz großer Unsinn. Wir brauchen ein Volks-Strandbad Mannheim und kein Binz-Kurbad Mannheim.
H. Niemeyer
| 29.10.2004
|
|
| |
Leserbrief MM
Leserbrief zu Ihrer Berichterstattung am Freitag 22.10.2004 im Mannheimer Morgen, Stadtteil und Südteil zur öffentlichen Bezirksbeiratssitzung am 20.10.2004:
Unkluge Entscheidung
Als Nebeneffekt der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung wurden für alle Teilnehmer die Qualitäten des Bürgermeister Rolf Schmidt offenbar. So war es ihm als Sitzungsleiter gleich zu Beginn der Sitzung nicht möglich, alle Fragen aus dem Kreis der Bezirksbeiräte beantworten zu lassen. Entweder war es Unvermögen oder Absicht, daß die Frage eines CDU-Bezirksbeirats nach der Verkehrskonzeption für das Strandbad erst auf Zurufe aus dem Publikum beantwortet wurde.
Er versuchte nicht, die Diskussion in geordnete Bahnen zu lenken und vermittelnd tätig zu werden, sondern legte
den Wert auf inhaltliche Platitüden und Schönredereien. Anstatt mitzuhelfen und die klaren Fakten auf den Tisch zu legen, kamen nur Beteuerungen. Ebenso konnte er nicht verhindern daß die Vertreter von Eichbaum vorzeitig den Saal verließen. Bei einer anderen Besetzung der Sitzungsleitung wäre dies womöglich nicht passiert.
Es war von der Stadtverwaltung unklug eine derart betroffene Person als Sitzungsleiter einzusetzen, noch unkluger
wäre es jedoch vom Gemeinderat den Herrn BM Rolf Schmidt als ersten Bürgermeister zu wählen. Die für dieses
Amt notwendigen integrativen Fähigkeiten waren an diesem Abend jedenfalls in keiner Weise zu erkennen.
Martin Helmling
| 28.10.2004
|
|
| |
Am Strandbad schlagen die Wogen hoch
Hitzige Debatte im Neckarauer Bezirksbeirat über die Planungen am
"Mannheimer Lido"
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Nach dem Willen der Stadt soll die Eichbaum Brauerei die Gastronomie
übernehmen. Bild: Rittelmann
Geprägt vom Misstrauen der engagierten Neckarauer Bürger entspann sich in der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirates im Volkshaus Neckarau eine hitzige Debatte über das Vorhaben der Eichbaum-Brauereien am Strandbad. Die Stadtverwaltung und das Unternehmen wollten über das Vorhaben am "Mannheimer Lido" informieren, vor allem aber Gerüchte über das Ausmaß des künftigen Betriebes ausräumen. Im Laufe des Abends wurde deutlich, dass sich die Stadt und die Eichbaum Brauerei AG weitgehend darüber einig sind, was am Strandbad geschehen soll. Ein Vertrag sei aber, so versicherte Bürgermeister Rolf Schmidt, der die Sitzung leitete, noch nicht unterschrieben.
Sowohl die Vertreter der Stadtverwaltung als auch Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann mühten sich zu erklären, dass sich am ursprünglichen Charakter des Strandbades kaum etwas ändert. Aus den Erläuterungen von Rolf-Martin Kögel, des Fachbereichsleiters Liegenschaften, und des Eichbaum-Verkaufsdirektors ging hervor, dass die Stadt der Brauerei das Grundstück, auf dem die Gaststätte steht, sowie das benachbarte Gelände der ehemaligen Minigolfanlage der Brauerei für 60 Jahre in Erbbaupacht überlassen will. Das alte Gebäude sei marode und werde abgerissen.
Die Brauerei will ein neues Gebäude von ähnlicher Größe erstellen. Es soll im Erdgeschoss einen Kiosk und im Obergeschoss ein Restaurant beherbergen. Dazu komme ein Biergarten. Die Gastronomie werde das ganze Jahr hindurch betrieben. Heilmann betonte, dass es sich um ein grobes Konzept handele, das je nach Erfahrungen und Bedarf konkretere Formen annehme. Die Investition wird auf einen Betrag im "siebenstelligen Bereich" geschätzt.
Die Neckarauer Bürger, darunter Mitglieder der Lokalen Agenda 21 sowie "Freunde des Strandbades" befürchten, dass nach der Renovierung auf dem Gelände festliche Großereignisse stattfinden. Zudem erwarten sie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Wiederholten Beteuerungen seitens der Stadt, dass sich am Charakter des Strandbades kaum etwas ändert, misstrauten sie.
Im Laufe der heftigen Diskussion stellte Verkaufsdirektor Heilmann klar, dass die Brauerei nicht gegen den Willen der Bürger bauen werde. Bevor er verärgert über den Verlauf der Debatte den Saal unvermittelt verließ, forderte er die Stadt und die Neckarauer auf, sich darüber zu einigen, was sie wollen und etwaige Verkehrsprobleme zu lösen, bis dahin ruhen die Planungen.
| 22.10.2004
|
|
| |

MANNHEIM SÜD
Diskussion um Strandbad von Misstrauen geprägt
NECKARAU: Bezirksbeirat und engagierte Bürgerkreise plädieren für eine größere Beteiligung bei den Planungen
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Wenn in diesen Tagen die Rede auf das Strandbad kommt, gehen die Wogen hoch. So auch bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung im Neckarauer Volkshaus, die turbulenter kaum hätte sein können. Ungeduldige Neckarauer, die mit ihrem lautstarken Unmut die Diskussion begleiteten und ein Eichbaum-Manager, der schließlich mitten in der Debatte die von Bürgermeister Rolf Schmidt geleitete Sitzung verließ, drohten die Informations-veranstaltung zu sprengen. Neben den Bezirksbeiräten, acht Stadträten, zwei Vertretern der Firma Eichbaum-Brauereien, acht Vertretern der Stadtverwaltung fanden auch rund 60 Neckarauer, unter ihnen Mitglieder der Lokalen Agenda 21 und der Bürgerinitiative "Freunde des Strandbades", den Weg in den Saal.
|
|

Die Tage der 80 Jahre alten Strandbad-Gaststätte sind gezählt. Sie soll einem Neubau weichen. Bild Proßwitz |
Wie bereits mehrfach berichtet, hatte die Stadt mit dem Unternehmen Eichbaum einen Investor gefunden, der sich der Gastronomie am Strandbad annimmt. "Da besteht ein erheblicher Renovierungsbedarf", erläuterte zu Beginn der Sitzung der Leiter des Fachbereichs Liegenschaften, Rolf-Martin Kögel. Die geschätzten Investitionen würden sich im siebenstelligen Bereich bewegen. Geld, das die Stadt nicht habe und deshalb nach einem Investor Ausschau gehalten hatte. Von drei Interessenten sei die Eichbaum der vorgegebenen Konzeption am nächsten gewesen. Dabei habe die Stadt Vorgaben formuliert, die auch den Belangen des Naturschutzes und des Vermächtnisses von Carl Reiss Rechnung tragen. Das Gelände, das der Eichbaum für 60 Jahre in Erbbaupacht überlassen werde, entspreche genau der Fläche, auf der das heutige Gebäude steht mitsamt der Fläche auf der sich ehemals eine Minigolfanlage befand.
Das unterstrich auch Rainer Heilmann, Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien AG. Nach seinen Worten haben Gutachten ergeben, dass das 80 Jahre alte Gebäude der Strandbad-Gaststätte irreparabel ist und deshalb abgerissen werden muss. Heilmann nachdrücklich: "Daran geht kein Weg vorbei." An dessen Stelle soll ein neues Gebäude entstehen, das auch gegen regelmäßigem Hochwasser stand hält. Aus den von Heilmann vorgestellten Skizzen konnten die Besucher schließen, dass das neue Gebäude ähnlich aussehen soll, wie das bestehende. Im unteren Bereich werde ein Kiosk eingerichtet mit den üblichen Würstchen, Getränken und Eis, im oberen Bereich ein Restaurant mit gut bürgerlicher Küche.
Die turbulente Diskussion entzündete sich denn auch weniger an der neuen Gaststätte als vielmehr an den mutmaßlichen Begleitumständen. "Wir haben nichts gegen die Gastronomie", erklärte der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21, Bernd Landmann. Die Neckarauer mutmaßen indes, dass mit der renovierten Gaststätte auch Großereignisse wie Sommerfeste, Grillfeste und sportliche Veranstaltungen am Strandbad Einzug halten. Dabei berief sich Landmann auf eine städtische Beschlussvorlage für den Gemeinderat, in der tatsächlich solche Veranstaltungen erwähnt werden. Weitere Beiträge von den Neckarauern drehten sich um den zu erwartenden Anstieg des Verkehrs zum Strandbad.
Zwar versuchten Bürgermeister Schmidt und Eichbaum-Verkaufsdirektor Heilmann die Befürchtungen, das Strandbad werde zum "größten Biergarten der Nation" umgestaltet zu zerstreuen, stießen aber immer wieder auf eine Mauer des Misstrauens. Die Wogen gingen hoch. Einzelne Bürger ergriffen das Wort, während andere am Sprechen waren. Von diesem Fahrwasser ließ sich auch Rainer Heilmann mitreißen. Immer wieder musste Sitzungsleiter Schmidt die "wilden Diskutanten" zur Ordnung rufen. Und als auch der Eichbaum-Manager um Geduld gebeten wurde, bis ihm das Wort erteilt wird, packte dieser seine Unterlagen und verließ den Saal. Die Eichbaum sei bereit, die Verhandlungen im nächsten Jahr wieder fortzusetzen, ließ er im Weggehen wissen, bis dahin sollen die Neckarauer mit der Stadt "ihre Probleme" klären. Die Eichbaum werde nicht gegen den bürgerschaftlichen Willen bauen.
| 22.10.2004
|
|
| |

MANNHEIM SÜD
Kommentar
Missverständnisse
von Jan Cerny
Mit den Neckarauern ist nicht gut Kirschen essen. Das liegt daran, dass sie genau beobachten, was in ihrem Umfeld geschieht. Werden sie im Vorfeld eingebunden wie beim Verkehrsentwicklungsplan, so kommt man mit den engagierten Kreisen ausgezeichnet aus. Geschieht aber etwas Bedeutendes ohne öffentliche Beteiligung, wie die Planungen für das Strandbad, so werden sie misstrauisch. Dabei ist das Konzept, das die Stadt und die Eichbaum vorgelegt haben, gar nicht so schlecht. Es könnte, einmal umgesetzt, das tatsächlich verkommene Strandbad aufwerten. Dass Vertragsverhandlungen nicht auf dem offenen Markt behandelt werden ist klar. Über das Vorhaben selbst hätte man aber zuvor mit den Bürgern sprechen sollen. Das Strandbad ist schließlich nicht irgendein städtisches Gelände, es ist eine Institution, an deren Schicksal die Mannheimer großes Interesse haben. So wie es bislang gelaufen ist, brauchen sich die Handelnden nicht zu wundern, dass es zu Missverständnissen und Misstrauen gekommen ist.
| 22.10.2004
|
|
| |
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads": Dialog über Strandbadkonzept kann endlich beginnen
- Eklat in der Bezirksbeiratssitzung: Investor Eichbaum verlässt die Versammlung vorzeitig
- Bürgermeister Rolf Schmidt: «Keine Vertragsunterzeichnung vor Gemeinderatsbeschluss»
Mannheim-Neckarau, 21.10.2004 - Die am 20. Oktober im Volkshaus Mannheim-Neckarau stattfindende öffentliche Bezirksbeiratssitzung sollte der Startschuss werden für den Dialog interessierter und engagierter Bürgerinnen und Bürger mit der Verwaltung und der Eichbaum Brauerei über die Gastronomie am Strandbad. Es geht um die Frage, wie sich ein Erbpachtvertrag zwischen Stadtverwaltung und Eichbaum Brauerei mit einer Laufzeit von 60 Jahren mit dem Vermächtnis von Carl Reiß vereinbaren lässt. Allerdings beendeten die Vertreter von Eichbaum diesen Dialog bevor er so richtig begonnen hatte. Die anwesenden Repräsentanten des Investors verließen die Sitzung vorzeitig und forderten die Stadtverwaltung auf, ihre Hausaufgaben in Bezug auf Verkehrssituation und Einbeziehung der Bürgerschaft zu machen. Am Ende der turbulenten öffentlichen Sitzung sagte der Sitzungsleiter, BM Rolf Schmidt, zu, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, in der Vertreter der Verwaltung, des Gemeinderats, des Bezirksbeirats und der Bürgerschaft Sitz und Stimme haben.
«Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung jetzt endlich bereit ist, unsere Fragen zu beantworten und in einen konzeptionellen Dialog mit uns zu treten», so die Sprecherin der Bürgerinitiative Martina Stamm. «Leider war die öffentliche Bezirksbeiratssitzung von der Verwaltung sehr schlecht vorbereitet. Für uns ist entscheidend, dass endlich alle Fakten auf den Tisch kommen bevor die Verträge abgeschlossen werden. Außerdem warten wir immer noch darauf, dass die Eichbaum ihr Konzept tatsächlich vorstellt und sich nicht in Allgemeinplätzen ergeht, wie das heute der Fall war.» Auch deshalb bedauert die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads", dass sich die Eichbaum Brauerei an diesem Abend aus der Diskussion zurückzog und hält ihr Gesprächsangebot aufrecht.
Die Initiative hatte sich in Schreiben, Pressemeldungen, auf Plakaten und auf ihrer Homepage immer wieder grundsätzlich für eine Bewirtschaftung der Strandbadgaststätte ausgesprochen, jedoch ausdrücklich die Offenlegung der Pläne vor Unterzeichnung von Verträgen und die Einbeziehung der Bürgerschaft in die Konzeption gefordert. Die immer wieder beschworene Beteiligung der Mannheimer Bürgerschaft kann nun beginnen. Die Forderungen der Initiative, die bisher über 2.000 Strandbadbesucherinnen und
-besucher unterschrieben haben, bleiben bestehen:
- Offenlegung der Pläne und umfassende Information interessierter Bürger
- Keine Vertragsunterzeichnung ohne Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption
- Keine Reduzierung der Flächen für Erholungssuchende, der Spiel- und Liegeflächen
- Keine Privatisierung auch von Teilen des Strandbads
- Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Stärkung des ÖPNV
- Wiederherstellung und Pflege des gesamten Geländes inklusive des Kiesstrandes durch die Stadtverwaltung
- Umweltgerechte Betreuung der Anlage
- Erhalt des Gebäudes statt Abriss
- Keine Event-Gastronomie zu Lasten von Anwohnern, Erholungssuchenden und der Natur
- Keine Außenbewirtschaftung über das bisherige Ausmaß hinaus
- Erhalt des Strandbads in seiner ursprünglichen Tradition
Kontakt:
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads"
c/o Karl-Ludwig Walzel
Hans-Sachs-Ring 123
68199 Mannheim
Tel: 0621 / 85 59 02
E-Mail: sos@strandbad-mannheim.de www.strandbad-mannheim.de
| 21.10.2004
|
|
| |
BUND Kreisgruppe Mannheim, Käfertaler Str. 162, 68167 Mannheim
20. 10.2004
Pressemitteilung zur Bezirksbeiratssitzung am 20.10.2004
Bzgl. der geplanten Erweiterung der Strandbad-Gastronomie
Der BUND ist nach ausgiebiger Bewertung der vorliegenden Planung und bestehender Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Erweiterung der Gastronomie am Strandbad über das jetzt vorhandene Maß hinaus nicht tragbar ist.
Begründung:
- Das Strandbad liegt in einem wertvollen Auewaldbereich zwischen den Naturschutzgebieten "Reißinsel" und "Bei der Silberpappel" sowie dem Landschaftsschutzgebiet "Waldpark". Diese Flächen sind, da besonders wertvoll, als FFH-Gebiete bei der EU angemeldet. (FFH = Flora-Fauna-Habitat)
- Die wesentlich größer als bisher ausfallende Bewirtschaftung - im Sommer zusätzliche 800 Biergartenplätze - zieht auch wesentlich mehr Verkehr nach sich.
- Schon jetzt aber ist der Parkraum nicht ausreichend. Eine Erweiterung der Parkplatzfläche auf Kosten der Naturschutzgebiete "Reißinsel" und "Bei der Silberpappel" sowie des LSG Waldpark lehnt der BUND ab.
- Die vorgesehenen Strandbadfeste und Bach-Volleyball-Turniere werden das Verkehrsaufkommen vor allem in den Abend- und Nachtstunden erhöhen.
- Die erweiterte Gastronomie erhöht den Besucherdruck auf das Strandbad und verringert damit das bisherige Erholungspotential.
- Die Zunahme des Verkehrs und die über den Tag wie auch das Jahr zeitlich erweiterte Betriebstätigkeit verursachen auch wesentlich mehr Lärm, der sich sowohl negativ für die Anwohner an den Zufahrtswegen wie auch für die das Strandbad umgebende Natur auswirkt, Ebenso betroffen sind diejenigen, die sich im Waldpark öder den angrenzenden Naturschutzgebieten in Ruhe erholen wollen.
- Es ist z. B. der Stadt schon jetzt nicht mehr möglich, das NSG "Bei der Silberpappel" aufgaben- und naturschutzgemäß zu betreuen.
- Die das Strandbad umgebende Natur ist so wertvoll, dass auch ohne auf das Testament von Carl Reiß zurückzugreifen, eine größere Beeinträchtigung als gegeben, nicht zu vertreten ist.
Mit großer Enttäuschung nehmen wir das Vorgehen der Stadtverwaltung in dieser Angelegenheit zur Kenntnis. Es stellt sich die Frage, wozu die Stadt Mannheim die "Agenda21 -Fahne" hochhält, die Charta von Aalborg unterschreibt und ein Agenda-Büro unterhält, wenn ohne Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung und ohne die in diesem Falle einzubeziehenden Umweltorganisationen solche Entscheidungen getroffen werden. Den Ansprüchen an eine bürgernahe Politik gerecht zu werden, bedeutet nach unserer Auffassung, daß für das hier geplante Vorhaben realisierbare Konzepte zu lärm- und verkehrsbegrenzenden Maßnahmen sowie zur Vermeidung von Belastungen der Menschen und der Umwelt entwickelt, Vorgelegt und durchgesetzt werden müssen.

| 20.10.2004
|
|
| |
Umweltforum erstellt ein Gutachten zur nachhaltigen Freizeitnutzung im Waldpark.
Angesichts der aktuellen Pläne zur Errichtung einer "Eventgastronomie" im Strandbad steht die Verträglichkeit dieses Vorhabens für Natur und Naherholung infrage. Das Naturschutzgebiet "Bei der Silberpappel" wird bereits heute sehr stark beeinträchtigt. Das Umweltforum bittet die Stadt Mannheim, bis zur Klärung der Sachfragen die Planungen um den Ausbau des Strandbades zurückzustellen. Interessierte Bürger können sich bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung am 20.10. um 20.00 Uhr im Volkshaus in Neckarau informieren. Für Rückfragen: Oliver Decken Umweltforum Mannheimer Agenda 21
c/o Umweltzentrum
Käfertaler Straße 162
68167 Mannheim
Tel. 0621-331774
Fax. 0621-36752
www.umweltforum-mannheim.de
| 15.10.2004
|
|
| |
| 8.10.2004
|
|
| |
Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion:
Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte mir zur Verfügung stellen, ich möchte sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades könnte ich auch gebrauchen. An SOS@strandbad-mannheim.de oder Lutz Walzel, Hans-Sachs-Ring 123, 68199 Mannheim, Tel.: 0621 855 902
| 
|
|
|