Rettet das Strandbad  
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Presse
 
   

 
Presse März/April 2005

 

 

  
Mannheimer Blick am Sonntag, Titelseite


 

24.04.2005 

 

  
Mannheimer Morgen

Grüne begrüßen Strandbad-Pläne

Als Erfolg begrüßen die Grünen Aktivitäten der Stadtverwaltung, ein neues Konzept zur Freizeitnutzung am trandbad vorzulegen. Mit einfließen in die Überlegungen soll auch eine Studie des Umweltforums zur nachhaltigen Nutzung des Waldparks als Freizeit- und Naherholungsgebiet. "Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen jetzt zum Erfolg geführt haben", so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Raufelder.

Das Liegenschaftsamt, so teilte die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche mit, werde jetzt ein Konzept erarbeiten, das auf einen Antrag der Grünen zurückgehe, in dem die Erreichbarkeit des Strandbads und die Einrichtung kostenpflichtiger Parkplätze gefordert würden. Die Studie des Umweltforums, so Raufelder, "muss unserer Ansicht nach Grundlage der städtischen Überlegungen sein." Wichtig sei außerdem, dass die Naturschutzgebiete rund ums Strandbad gesichert werden. lang

© Mannheimer Morgen
 

14.03.2005 

 

 
Mannheimer Morgen

Sanierungsfall Stadt: Ein Wertverlust hoch zwei

Mindestens 230 Millionen fehlen, um den Reparaturstau bei den öffentlichen Gebäuden zu beseitigen / PPP als Chance?

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Philipp

"Bauen ist mehr als nur ein Gebäude hinstellen", sagt Baubürgermeister Lothar Quast. Und weil dem so ist, jedes Haus, jede Schule, jeder Kindergarten, jede Brücke gehegt und gepflegt werden will, hat die Stadt schon seit Jahren ein Riesen-Problem. Das Geld, um die rund 768 Liegenschaften in Schuss zu halten, reicht vorne und hinten nicht. Minimum 230 Millionen Euro fehlen, um den Verfall zu stoppen.

Dabei ist die gewaltige Summe lediglich ein Schätzwert, die Wahrheit bei der Gebäudeunterhaltung sieht noch weit düsterer aus. So blieben im Etat 2004/05 dringende Sanierungsmaßnahmen in einer Höhe von 332 Millionen Euro unberücksichtigt. Die Folge: "Eine ordentliche Erhaltung des beträchtlichen Immobilienvermögens ist nicht möglich", heißt es lapidar im letzten, 2004 erschienen Bericht der Stadt zur Gebäudeunterhaltung.

Bereits seit 1988 listet die Stadt die Mangel-Misere für ihre insgesamt 325 Liegenschaften (das sind 557 Einzelgebäude, ohne die Eigenbetriebe) auf, verteilt dabei alle zwei Jahre Noten für den Gebäudezustand. Demnach ist ein Großteil der Gebäude, die zwischen 1960 und 1980 (149) gebaut wurden, in die Jahre gekommen. Vor allem die Anfang der 70er Jahre gebauten Stocke-Schulen sind reparaturbedürftig oder müssen abgerissen werden.

Grundsätzlich konnten laut des 2004-Berichts "mit den in der Vergangenheit bereit gestellten Haushaltsmitteln lediglich die notwendigsten Reparaturarbeiten und Generalsanierungen bei einigen Schulen (Hilda-, Gothein-, Uhland-, Albrecht-Dürer-Schule) durchgeführt werden." Immerhin hat Mannheim trotzdem zwischen 1993 und 2004 rund 90 Millionen Euro in die klassische Gebäudeunterhaltung investiert, mit etlichen Programmen (Dachsanierung bei Schulen, Kindergarten-Sonder-Programm) auf die Dauer-Misere reagiert. Außerdem sei es gelungen, die Kinderspielplätze zu sanieren und weitere Maßnahmen, die im Etat zunächst außen vor blieben, dennoch in Angriff zu nehmen, sagt der Dezernent: etwa das Bürgerhaus in Rheinau, das Dienstgebäudes in K 7 oder das Alte Rathaus in Seckenheim. "Vorsorge konnten wir allerdings nicht betreiben", gibt Quast zu: "Wir haben ein Delta".

So kann derzeit weder das Herschelbad, (allein 35 Millionen) noch das Collinicenter saniert werden. Sportanlagen, Bürgerhäuser, Brücken (Neckarauer Übergang, Jungbuschbrücke) und Schulen verharren ebenfalls auf der Mängelliste. Nicht nur deshalb sieht der Behördenchef in der Bestandspflege eine Zukunftsaufgabe: "Jedes Neubauprojekt muss auf den Prüfstand", sagt er. Will heißen: Statt Wachstum und Ausbau ist Sanierung und Werterhalt angesagt. Wo heute noch mit dem schönen Neubau geliebäugelt wird, werden morgen eher optimale Lösungen in Sachen Betrieb, Verwaltung, Bewirtschaftung - unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten - im Altbestand den Ausschlag geben. Nachhaltiges Ziel: die kommunalen Ressourcen pflegen, um sie möglichst lange zu erhalten.

Den Einstieg in das so genannte Public Private Partnership (mit der stadteigenen Bau- und Betriebsservice-Gesellschaft zunächst beim Schulbau) erkennt Quast da als Chance. Anders als in der Vergangenheit sei man da gezwungen, den gesamte Lebenszeitraum einer Immobilie (Bau, Unterhaltung, Bewirtschaftung) mit zu betrachten, dringend nötige Reparaturarbeiten würden dann nicht mehr einfach außen vor bleiben. Ungeachtet dessen will Quast ein Hochbau-Kompetenzzentrum im Rathaus erhalten. Schließlich müssten auch in Zukunft Fachleute die Leistungen vereinbaren, die die Stadt erbingen muss.

© Mannheimer Morgen
 

12.03.2005 

 

 
Pressemitteilung der GRÜNEN

An
die Mannheimer Medien
mit der Bitte um Veröffentlichung

PM050311-1:

Pressemitteilung

Verwaltung erstellt Konzept für Strandbad
Erster Erfolg für grünen Antrag zur Strandbad-Freizeitnutzung
Auf Antrag von Bündnis 90/ Die GRÜNEN erstellt die Stadtverwaltung bis Mai ein Konzept zur Freizeitnutzung des Strandbads und des Landschaftsschutzgebiets Waldpark. Darin einfließen soll eine Studie des Umweltforums zur nachhaltigen Freizeitnutzung im Waldpark.
„Wir freuen uns, dass unser Antrag vom 31. Januar diesen Jahres so schnell Erfolg zeigt.“, freut sich Wolfgang Raufelder, Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/ Die GRÜNEN über eine Schreiben, welches die Stadtverwaltung vergangene Woche an die Gemeinderäte versandt hat. Darin wird mitgeteilt, dass das Liegenschaftsamt federführend ein Konzept für die Freizeitnutzung des Strandbads und des Landschaftsschutzgebiet Waldpark erstellen wird. Zurück geht der Vorgang auf einen Antrag der GRÜNEN, in dem die Erreichbarkeit des Strandbads, die Einführung kostenpflichtiger Parkplätze, die Erarbeitung eines übergreifenden Nutzungskonzepts sowie die Sicherung des Naturschutzgebiets „Bei der Silberpappel“ gefordert werden. Wolfgang Raufelder: „Besonders positiv ist zu bewerten, dass auch andere Akteure wie z.B. das Umweltforum mit all ihrer Erfahrung in die Konzepterstellung einbezogen werden. Zu nennen ist hier zuvorderst die Studie des Umweltforums „Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark“, die unserer Ansicht nach Grundlage für das Konzept sein könnte.“ Nach Ansicht der GRÜNEN sollte auf Grundlage dieses Konzepts dann auch klarer über das weitere Vorgehen beim Strandbad diskutiert werden. (1.621 Zeichen)

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, steht Ihnen Herr Stadtrat Raufelder unter 0170 – 960 49 92 als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß,

Miriam Caroli i.A. Alexander Müller
Mathias Meder
Wolfgang Raufelder
Petra Seidelmann
Gabriele Thirion-Brenneisen
 

11.03.2005 

 

  Nr 2/05

Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark
Aktuelle Studie zum Strandbad

(Haka)-Umgestaltung des Strandbadbereiches, ungelöste Parkplatzproblematik vor allem bei einer möglichen Erweiterung des dortigen Gaststättenbetriebes, zunehmende Belastung der ausgewiesenen Schutzgebiete - es gibt viele Diskussionsansätze, um die Nutzungsmöglichkeiten im Bereich des gesamten Waldparkgebietes im Sinne der Erholungssuchenden (und des Consuls Carl Reiß) zu optimieren. Dipl.-Ing. Walter Simon aus einem Ingenieurbüro für Umweltplanung hat nun im Auftrag des Mannheimer Umweltforums (Agenda 21) eine Studie erstellt. Das erarbeitete Konzept unterstreicht die Bedeutung des Waldparks für Mensch und Natur in ganz Mannheim, erklärt die Ursachen für eingetretene Fehlentwicklungen und bietet schließlich Lösungen zur Verbesserung der inzwischen ziemlich verfahrenen Situation an.

Niemand will das gesamte Waldparkgebiet der Freizeitnutzung entziehen, aber speziell die umstrittenen Veränderungen im gastronomischen Angebot des Strandbadbereiches hätten weit reichende Folgen. So würde z.B. das Verkehrsaufkommen vor allem in den Sommermonaten bis nach Neckarau hinein stark anwachsen. Der Parkplatz am Strandbad soll und darf trotzdem nicht erweitert werden - auch nicht durch Aufstockung, wie »findige« Planer im Vorfeld schon mal angedeutet hatten. Stattdessen schlägt die Studie vor, Gebühren für die nicht ausgebauten Parkplätze zu erheben und im Gegenzug das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver zu gestalten. Temporär einsetzbare Informations-Einrichtungen sollen rechtzeitig darauf hinweisen, dass der Parkplatz wegen Überfüllung nicht mehr angefahren werden sollte.

Kein Abriss, stattdessen eine Sanierung der Strandbad-Gaststätte. Zusammen mit dem Rückbau versiegelter Flächen wird damit eine umweltschonende, gleichzeitig kostengünstigere Umgestaltung empfohlen. Der Pachtvertrag mit dem zukünftigen Betreiber der Strandbadgaststätte sollte eindeutig und umfassend die Umweltverträglichkeit sämtlicher Nutzungskonzepte berücksichtigen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn die entsprechenden Richtlinien sind ja längst definiert (und auch bekannt!). Die Studie empfiehlt bei der Bewirtung auch eine preisliche Bevorzugung der Nahverkehrnutzereinzuführen, die dann über die Fahrkarten abgerechnet werden könnte.

Der Schutzzaun um das Naturschutzgebiet »bei der Silberpappel« sollte wiederhergestellt werden und gleichzeitig werden die dort inzwischen zahlreich vorhandenen, illegalen Trampelpfade unbegehbar gemacht. Auch der Schutzzaun am Rheinufer (hinter dem Campingplatz) müsste dringend repariert werden - im übrigen schlägt Herr Simon in seiner Studie vor, zumindest mittelfristig den Campingplatz am Rande der Reißinsel aufzulösen. Schließlich sieht man es als erforderlich an, die Nutzung des Grillplatzes besser zu kontrollieren, um den Missbrauch einzudämmen.

Die Studie soll als wesentlicher Beitrag des Umweltforums zur Versachlichung der Diskussion um die Neugestaltung des Strandbadbereiches wahrgenommen werden. Sie überzeugt durch die Aktualisierung und Straffung der Informationen und weckt somit hoffentlich verstärkt das Interesse der Mitbürger und findet die verdiente Beachtung bei den geforderten Entscheidungsträgern!

Die komplette Studie sowie weitergehende Infos bekommen Sie über Oliver Decken, Umweltforum Mannheimer Agenda 21, Käfertaler Straße 162, Tel. 331774, über das Internet: www.umweltforum-mannheim.de.

Das Gelände des Strandbades ist in einem bedenklichen Zustand
 

 

 

  meier

Der Sommer kann kommen
Am Rhein beim Wein

"Warum ist es am Rhein so schön, am Rhein so schön? Weil die Mädel so lustig und die Burschen so durstig!", verrät das deutsche Liedgut. Für Ludwigshafen und Mannheim gibt es noch mehr Gründe: weil es hier die schönsten Sonnenuntergänge gibt und weil man an einem lauen Sommerabend keinen schöneren Platz zum Radeln, Skaten und Entspannen findet.

Im inoffiziellen Wettbewerb "Welche Rheinseite ist gastronomisch interessanter?" hat Ludwigshafen einen Punkt gemacht. Der Koch und Getränkehändler Dirk IssIe will am 1. April die "Inselbastei" auf der Parkinsel neu eröffnen. Drei Jahre lang stand das 1953 gebaute Restaurant leer. Jetzt hat Issle zusammen mit dem Besitzer "mehrere hunderttausend Euro" investiert. In der "überproportional schicken" Gaststätte soll edel gespeist werden. Von der Terrasse aus hat man einen traumhaften Blick auf den Rhein - und hinüber nach Mannheim.

Wenn man den Kopf nach rechts dreht, kann man die lustigen Mädel und durstigen Burschen erahnen, die im Sommer das Strandbad bevölkern. Voran geht es hier allerdings kein bisschen. Nachdem im Mai 2004 der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss die Verpachtung der heruntergekommenen Strandbad-Gaststätte an die Eichbaum-Brauerei genehmige hatte, schien ein Neubau samt Erlebnis-Gastronomie beschlossene Sache. Aber die Stadt hatte wohl nicht mit dem geballten Volkszorn gerechnet. "Es gibt so viele Gruppen, die gegen die Pläne sind, wir müssen das erst zu Ende diskutieren", sagt Rolf-Martin Kögel, Leiter des Fachbereichs Liegenschaften. Bisher sei noch völlig offen, wie es weitergeht. Das Provisorium - ein abbruchreifer Kiosk mit Bierausschank - bleibe für dieses Jahr, auch eine ganz andere Lösung ohne Eichbaum sei möglich. Von der Brauerei heißt es, "dass es keine neuen Erkenntnisse gibt". Und man habe wichtigere Probleme - Anfang Februar waren über 200 Eichbaum-Beschäftigte im Streik. Aber so lange die Strandbad-Gastronomie brach liegt, gibt es ja noch eine Alternative: Kühltasche packen und Grillen, Trinken und Sonnen auf der angrenzenden Wiese. NH. FOTO; MASTERPRESS
 

März 05 

   
Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion: Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte uns zur Verfügung stellen, wir möchten sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades können wir auch gebrauchen.
An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Hans-Sachs-Ring 123, 68199 Mannheim, Tel.: 0621 855 902