Rettet das Strandbad  
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Presse Mai / Juni / Juli

 

 


Wochenblatt Mannheim

SPD vor Ort
zu Gast in Neckarau

Die Veranstaltungsreihe "Fraktion vor Ort" führte die SPD im Juli in den Waldpark, ans Strandbad und das Naturschutzgebiet Silberpappel. Erste Station war das Gelände um die Strandbadgaststätte, wo die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Stegmeier die Teilnehmer(innen) des Rundgangs begrüßte und Mitglieder der Strandbad-Initiative und der Lokalen Agenda 21 Neckarau ihre Vorstellungen zur künftigen Nutzung präsentierten.

Mit dabei waren auch die Stadträtinnen Helen Heberer und Karin Steffan sowie Stadtrat Ralf Eisenhauer und die SPD-Bezirksbeiräte von Neckarau-Almenhof-Niederfeld Hans-Joachim Fenzke, Mathias Kohler und Rosemarie Rehberger. Arnold Cullmann vom BUND und Thomas Kilian vom Fachbereich Baurecht und Umweltschutz informierten über wichtige Aspekte des Natur- und Artenschutzes im Waldpark. Beherrschendes Thema beim Bürgergespräch war der neue Verkehrsentwicklungsplan für Neckarau, auf dessen baldige Umsetzung die SPD drängt.
 

28.07.2005 

 


Mannheimer Morgen

Initiativen suchen Konsens am Strandbad
NECKARAU:
Eichbaum investiert nur im Einklang mit Bürgern

 
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Die Gemüter haben sich am Strandbad weitgehend beruhigt. Bei einer Besichtigung des Areals, zu der die SPD eingeladen hatte, herrschte entspannte Atmosphäre. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Monaten lagen Stadt und Neckarauer Initiativen im Clinch über das künftige Aussehen des Strandbades. Mit einem entscheidenden Satz trug der Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien AG, Rainer Heilmann, dazu bei, dass sich die Wogen der Erregung gelegt haben: "Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung."

Zugleich kündigte der Manager an, den bisherigen Vertragsentwurf mit der Stadt nicht zu unterschreiben. Allerdings benötige die Eichbaum AG spätestens bis 2005 eine "konsensgestützte Aussage". Beim jüngsten Rundgang vor Ort bekräftigte Heilmann gegenüber dem "MM", dass die Eichbaum-Brauereien bereit seien, auf Grund des Konsenses ein Alternativkonzept für die Strandbad-Gastronomie zu entwerfen, das bis zur Saison 2007 umgesetzt werden könnte.

Setzen sich fürs Strandbad ein: SPD-Stadträte vor Ort - Bild: Neusch

Als Vorgriff auf die künftige Bewirtschaftung richtete die Eichbaum AG eine Grundversorgung ein. So finden Spaziergänger und Sonnenbadende am Strandbad einen Kiosk mit zahlreichen Tischen beziehungsweise Bänken zum Verweilen. Diese "Interimsgastronomie" wird auch im nächsten Jahr das Bild prägen.

Unklar ist, was mit dem Gaststättengebäude passieren soll. Nach Vorstellungen der Initiative "Freunde des Strandbades" soll es auf jeden Fall erhalten bleiben. Karl-Ludwig Walzel, Sprecher der Initiative, kann sich vorstellen, dass der obere Teil ersetzt werden muss, weil er in einem besonders schlechten Zustand sei, der untere Teil müsse aber unbedingt erhalten bleiben. Auf jeden Fall brauche die Bevölkerung wieder die Terrasse: "Da saß man abends bei einem Weizenbier und betrachtete den Sonnenuntergang auf der gegenüberliegenden Rheinseite über Ludwigshafen", erinnert er sich. Eines Tages aber war die Terrasse geschlossen, war es mit der Romantik aus und so sei es zu der Gründung der Initiative gekommen.

Für eine "Gastronomie im bezahlbaren Rahmen" sprach sich vor Ort Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau aus: "Wir wünschen uns eine einfache Bewirtschaftung gegebenenfalls in einem einfachen Gebäude, auf jeden Fall keine Event-Gastronomie", betonte Landmann. Auf einen weiteren Aspekt wies ein Mitstreiter hin als er meinte: "Aber bitte kein Konzept, das mehr Verkehr erzeugt." Die Anwohner entlang der Rheingoldstraße und des Neckarauer Waldwegs seien bereits jetzt durch die Fahrzeugbewegungen spät in der Nacht geplagt.

Die SPD-Stadträte Elke Stegmeier, Helen Heberer, Karin Steffan, Dr. Jörg Schmid und Ralf Eisenhauer sammelten die Anregungen und Vorstellung der örtlichen Initiativen und Anwohner. "Wir müssen uns aber noch vor den Etatberatungen klar werden, was wir wollen", betonte Elke Stegmeier. Es sei ja nicht auszuschließen, dass bei der Neugestaltung des Strandbades Geld benötigt werde, das im städtischen Haushalt eingestellt sein müsse.

© Mannheimer Morgen - 27.07.2005

27.07.2005 

 
Die Initiative im Rundfunk
Freies Radio Rhein-Neckar
Frequenz Mannheim: 89,6 MHz
Fequenz Heidelberg: 105,4 MHz
und unter KabelBW 107,45 MHz

Am Freitag haben wir (Martina, Tom, Manfred und Lutz) beim bermuda.funk einen einstündigen Sendebeitrag gestaltet. Die Sendung wird in unregelmäßig laufend wiederholt, einfach mal den bermuda.funk einschalten.

Die CD mit der Sendung kann gegen Unkostenbeitrag bestellt werden: sos@strandbad-mannheim.de
Programm und andere Infos zu bermuda.funk unter www.bermudafunk.org
 

24.07.2005 

 

Information für die Presse

Nr. 7 / 2005 - Mannheim, den 24. Juli 2005
SPD-Ortsverein Mannheim-Neckarau, Almenhof, Niederfeld

Strandbad-Hymne erklang im August-Bebel-Park
Tolle Stimmung beim Sommerfest der SPD

Bereits zum 31. Mal hatte der SPD-Ortsverein Neckarau-Almenhof-Niederfeld zum traditionellen Sommerfest in den August-Bebel-Park eingeladen und es waren wieder hunderte Menschen in den schönen Park gekommen; zeitweise gab es kaum noch Sitzplätze.

Ortsvereinsvorsitzender und Bezirksbeirat Mathias Kohler konnte neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Neckarauer Vereine den SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Mark, den CDU-Landtagsabgeordneten Klaus-Dieter Reichardt, die Bürgermeister Lothar Quast und Dr. Peter Kurz sowie aus dem Gemeinderat Gabriele Egler-Huck, Helen Heberer, Dr. Frank Mentrup, Pantelis Nikitopoulos, Karin Steffan und Prof. Dr. Horst Wagenblaß begrüßen. Aus dem Bezirksbeirat waren Frau Müller-Stein (CDU) und Dieter Netter (Bündnis 90 / Die Grünen) ebenfalls unter den Gästen.

Auf der Bühne wurde ein buntes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm dargeboten. Die Seniorentanzgruppe P 7 trug unter der Leitung von Frau Markel Tänze aus der Zeit der Großmütter und Großväter aber auch aus der Gegenwart vor. Gisela Gilbert, Sigrid Haut und Erika Reep legten als "Power Mix" einen humorvollen Showtanz aufs Parkett. Eine ganz besondere Attraktion war der Square Dance der "Mannheim Old-West Squares". Der "Caller", der mit seinen Regieanweisungen und Gesang die Gruppe führte, erklärte mit humorigen Beiträgen den gebannten Zuschauern den amerikanischen Square Dance, der mit viel Freude und Begeisterung getanzt wurde. Fast schon Stammgast beim August-Bebel-Parkfest ist die Aerobic-Abteilung der Postsportgemeinschaft unter der Leitung von Jutta Swojanowsky, die mit ihrer sportlichen Einlage wieder großen Beifall fanden.

Beim diesjährigen Sommerfest in Neckarau durfte natürlich das Thema Strandbad nicht ausgeklammert werden. Die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" hatten einen Informationsstand aufgeschlagen und trug stimmungsvoll die Strandbad-Hymne vor, die der Sänger Herbie gedichtet hatte. Als daran anschließend Herbie noch ein paar Mundart-Lieder sang, fand die fröhliche Stimmung im August-Bebel-Park einen weiteren Höhepunkt.

Die Neckarauer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten versorgten ihre Gäste jedoch auch mit leiblichen Genüssen. Das Team um Bezirksbeirat Michael Pöltl hatte neben gut eingelegten Steaks und Bratwürsten auch Gyros und Kartoffelpuffer mit Apfelmus im Angebot. Frischen Kuchen und Kaffee gab es beim eingespielten Team der Neckarauer Arbeiterwohlfahrt (AWO) um Bezirksbeirätin Rosemarie Rehberger und Helga Häffner. Bezirksbeiratssprecher Hans-Joachim Fenzke und seine Frau Ilona Fenzke standen wieder wie in den vielen Jahren zuvor unermüdlich am Getränkestand.

Bei der von Traude Eich organisierten Tombola gab es viele Preise. Der kleine Tim der Familie Vorwald aus Neckarau zog den ersten Preis, den Schirmherr Lothar Mark persönlich überreichte: eine politische Bildungsreise für vier Tage nach Berlin. Bei der Tombola kamen alle Nieten in eine zweite Verlosung, bei der ein Rundflug über Mannheim und ein Wochenende in einer Ferienwohnung im Nordschwarzwald, das Friedbert Bender Geschäftsführer vom Volkshaus gestiftet hatte, gewonnen wurden.

In seiner Grußansprache berichtete Bundestagsabgeordneter Lothar Mark über seine Aktivitäten für Mannheim und erinnerte daran, dass bei einer CDU-Bundesregierung jetzt deutsche Soldaten im Irak stationiert wären. Stadträtin Helen Heberer, SPD-Landtagskandidatin für den Mannheimer Süden, und Fraktionsvorsitzender Dr. Frank Mentrup, Landtagskandidat für den Mannheimer Norden, unterstrichen in ihrem gemeinsamen Grußwort die große Bedeutung landespolitischer Entscheidungen für die Kommunalpolitik. Bürgermeister Dr. Peter Kurz bedankte sich in seiner Grußansprache für den ehrenamtlichen Einsatz der über 30 Helferinnen und Helfer.

Natürlich wurde auch etwas für die Kinder geboten. Claudia Wischlitzi organisierte einen Malwettbewerb für Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen und Kai Ludwig zusammen mit Manuel Haberacker betreuten eine riesengroße Hüpfburg und ein Glücksrad. Daneben hatte der im August-Bebel-Park liegende Jugendtreff von 11 bis 17 Uhr für die Kinder und Jugendlichen des Stadtteils seine Pforten geöffnet.

Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen blieben unter den Klängen des Jazztrios "The Gays from Ipanema" noch viele Menschen bis zum Festende in der schönen Atmosphäre des vorbildlich gepflegten August-Bebel-Parkes sitzen. Bei einem so gelungenem Sommerfest kann man sich den Termin für das 32. Sommerfest im Neckarauer August-Bebel-Park schon einmal vormerken: es soll am 22. Juli 2006 stattfinden.
 

24.07.2005 

 


Mannheimer Morgen

Vorerst kein neues Lokal
Überlegung am Strandbad

Am Strandbad wird ein neues Konzept gesucht. Wie berichtet, hatte die Stadt vor einem knappen Jahr zusammen mit den Eichbaum-Brauereien eine Vorstellung entwickelt, wie denn das Areal künftig aussehen und vor allem, wie es bewirtschaftet werden soll. Das stieß in Neckarau auf heftigen Widerstand. Vor allem die Initiativen Lokale Agenda Mannheim-Neckarau und "Freunde des Strandbades" fürchteten eine "Event-Gastronomie", in deren Mittelpunkt eine teuere Gaststätte steht. Der volkstümliche Charakter der Strandbades ginge verloren. Daraufhin stoppte die Brauerei die Pläne. Verkaufsdirektor Rainer Heilmann erklärte: "Wir investieren nur im Konsens mit der
Bevölkerung." Mit Interesse verfolgte Heilmann die Diskussion bei einem Rundgang mit den Bürgern, zu dem der Neckarauer SPD-Ortsverein eingeladen hatte. Dabei vernahm er den Wunsch nach einer einfachen, volkstümlichen Bewirtschaftung und die Ablehnung einer großartigen "Event-Gastronomie". Die Saison 2007 will die Eichbaum AG am Strandbad eröffnen. In diesem und im nächsten Jahr stellt sie eine "Grundversorgung" bereit in Form von einem Kiosk und mehreren Tischen beziehungsweise Bänken. Unklar ist noch, was von dem Gebäude, das
jahrzehntelang als Strandbad-Gaststätte diente, erhalten werden kann. Nach dem Wunsch der Initiative Freunde des Strandbades würde zumindest der untere Teil, also das Erdgeschoss, renoviert aber im ursprünglichen Aussehen erhalten bleiben, das Obergeschoss könnte ersetzt werden. jan

© Mannheimer Morgen

23.07.2005 

 


Neckarau-Almenhof-Nachrichten

"Wir setzen Konzepte nicht gegen die Öffentlichkeit durch"
Lokale Agenda bemüht sich um einvernehmliche Lösung für das Strandbad

Biergarten am Strandbad - ein Provisorium?

Die Eichbaum AG wird den mit der Stadt Mannheim ausgehandelten Vertragsentwurf als Investor und Betreiber der Strandbad-Gaststätte vorläufig nicht unterschreiben. Man wolle nur im Konsens mit der Bevölkerung investieren.

Diese Aussage machte der Verkaufsdirektor von Eichbaum, Rainer Heilmann, in einer Sitzung mit Vertretern von Gemeinderat, Bezirksbeirat, Strandbadinitiative, BUND Mannheim, Verkehrsforum Neckarau und Stadtverwaltung Mannheim, zu der die Lokale Agenda 21 Neckarau eingeladen hatte. Die Eichbaum AG hatte das Gespräch mit den Bürgern vor Ort gesucht, da Befürchtungen hinsichtlich der Aktionen und der geplanten 800 Sitzplätze im Biergarten aufgekommen waren. Heilmann erläuterte, dass aufgrund der Anforderungen seitens der Stadt Mannheim (bzgl. Investitionssumme, Pflege der Grillwiese, Toilettenreinigung u. a.) Eichbaum im Gegenzug eine langfristige Investitionssicherung in Form der Bestellung eines Erbbaurechtes für die Dauer von 60 Jahren im Bereich der bisherigen Gaststätte anstrebte.

Als Brauerei sei man in erster Linie am Getränkeabsatz interessiert. Dies könne auch mit einem Kiosk oder einer anderen gastronomischen Form am Strandbad geschehen. Bedauerlich sei, so Heilmann, dass die Stadt die 2003 mit Eichbaum ausgehandelten Eckpunkte mit der Bevölkerung nicht hinreichend erörtert habe. Als im Herbst bei der Bezirksbeiratssitzung massive Vorbehalte bei der lokalen Öffentlichkeit, deutlich wurden, zog Eichbaum sich aus der öffentlichen Diskussion zunächst zurück (die NAN berichtete).

"Eichbaum möchte seine Investitionen am Strandbad nicht gegen die Öffentlichkeit durchsetzen, sondern im Konsens agieren", so Heilmann. Der bisherige Vertragsentwurf werde daher nicht unterschrieben; man sei aber für eine neue, Vertragsgestaltung bereit. Dafür erwartet Eichbaum spätestens bis Ende 2005 eine einvernehmliche Aussage, um zur Strandbad-Saison 2007 eröffnen zu können. Für die Sommersaison 2006 werde wieder eine Interimsgastronomie eingerichtet. Die Teilnehmer der Versammlung wollen sich nun bis zur Sommerpause auf eine Gastronomieform verständigen, die für die Strandbadanlage geeignet ist. Dann haben Gemeinderat und Stadtverwaltung im Herbst 2005 noch Zeit, entsprechende, Beschlüsse neu zu fassen.

Die geplante Erörterung der mit der Gastronomie verbundenen Verkehrsfragen wurde auf die nächste Sitzung vor der Sommerpause vertagt. Zu diesem Thema haben sich neben der Lokalen Agenda auch das Verkehrsforum, BUND Mannheim und der ADFC für einen vorrangigen saisonalen Umweltverbund (ÖPNV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr) an Sonn- und Feiertagen während der Saison ausgesprochen, sprich: Die Zufahrt zum Strandbad mit privaten PKW soll an diesen Tagen ab dem Damm gesperrt werden - mit Ausnahme von Behinderten mit einem "G" im Ausweis. Durch die B-Linie bis an die Rheingoldhalle und den Shuttle-Busverkehr sei das Strandbad gut erreichbar. Der Autofahrer müsste lediglich für einige Stunden in seiner, Freizeit auf die Nutzung des Pkw verzichten, argumentieren die Befürworter. In zahlreichen Touristengebieten des In- und Auslandes werde diese Form des "sanften Tourismus" bereits praktiziert.

cm

08.07.2005 

 


MM-Leserforum

Nahe dran

Zum Thema: "Mannheimer Lido"
Schon der Begriff spottet jeder Beschreibung. Ein jämmerlicher Zustand in einer Stadt, mitten in einer Metropol-Region Europas gelegen, die im Jahr 2007 zum Stadtjubiläum Mühe haben wird, diese Schmuddelecke zu verbergen. Und da sind Politiker angetreten, die sich zu weltbewegenden Aussagen durchringen, wie: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung wird es kaum geben." Mannheim kann stolz sein auf ein Bürgerengagement, vertreten von der Agenda 21, die Bürgerinitiative Strandbad, das Umweltforum usw., die sehr nahe an einer Lösung dran sind, die sowohl attraktiv als auch umsetzbar und sogar - das dürfte die Stadträte wundern - wirtschaftlich ist. Doch die Kommunalpolitiker fragen ja gar nicht nach Lösungen. Statt Konzepte aufzugreifen und durchzurechnen, wie es jedermann tut, der mit beschränkten Haushaltsmitteln auskommen muss - und das sind wir alle als Privatleute und als Unternehmer – wird wieder eine Chance verschenkt. Es wird detailverliebt weiterdiskutiert, ganz so, als gäbe es das Strandbadproblem erst seit heute. Liebe Stadträte, die Bürger wollen von Ihnen wissen, wann was angepackt wird.
Gunther Kirchner
 

05.07.2005 

 


Lindenhof Aktuell

Neuer FDP-Ortsverband »LIANE«

(PS-orig.)- Die FDP Mannheim in Lindenhof, Almenhof und Neckarau meldet sich zurück. Bei der Gründung des neuen Ortsverbandes LIANE (Lindenhof, Almenhof und Neckarau) wurde mit großer Mehrheit der Landtagskandidat für den Mannheimer Süden, Thomas Kauer, (2.v.r.) zum Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist Sandra Unger, Landtagskandidatin im Mannheimer Norden.

Zwei Beisitzer, Werner Hebgen (r.) und Munir Peter Ouakili (l.) unterstützen den Vorstand. Die FDP erhofft sich dadurch ein größeres Mitwirken in der Stadtteilpolitik, insbesondere bei den Themen Strandbad und Lokschuppen, zu denen die FDP im Gemeinderat bereits Anfragen/ Anträge gestellt hat.

"Bei der lokalen Agenda 21 und der damit verbundenen Gestaltung des Strandbades möchte ich als 22-Jähriger vor allen Dingen die Ansichten der jungen Menschen vertreten" so Kauer zu den Mitgliedern.
 

Nr. 6  

 

Mail vom Umweltforum

3. Mannheimer Naturschutztag am 3. 6. 05
Natur und Freizeit im Waldpark

Mannheim, den 9.6.2005:

Das Umweltforum begrüßt die von der Stadt Mannheim und dem Land geplanten Maßnahmen zur ökologischen Belebung des Waldparks. Die Sicherung insbesondere des Naturschutzgebietes "Bei der Silberpappel" gegen den ruinösen Erholungsdruck seien höchst dringlich, um der Zerstörung des Gebietes Einhalt zu gebieten. Kontrovers wurden beim 3. Mannheimer Naturschutztag am vergangenen Freitag die Perspektiven des Strandbades diskutiert.

In seinem Einführungsreferat stellte Oliver Decken vom Umweltforum die Bedeutung des Waldparks für Natur und Erholung im Mannheim dar. Die beiden Naturschutzgebiete "Reißinsel" und "Bei der Silberpappel" mit einer Gesamtfläche von etwa 108 Hektar sind unentbehrliche Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Der 167 Hektar große Waldpark, zu dem auch das Strandbad zählt, lädt unzählige Mannheimer zum Spazierengehen, Radfahren oder Joggen ein. "Im Großen und Ganzen geht das gut", erklärte Decken: "Sorgen bereiten uns die Übergriffe auf das schmale Naturschutzgebiet 'Bei der Silberpappel', das bereits stark beschädigt ist".

Ulrich Mahler vom Regierungspräsidium Karlsruhe ging auf die geplante Ausweisung des Waldparks als sog. FFH-Gebiet ein. Dabei handelt es sich um eine europaweit geltende Schutzkategorie, die im Waldpark dem Hirschkäfer und Heldbock zugute kommt. Diese beiden selten gewordenen Käferarten brauchen zum Überleben lebende und abgestorbene Eichen, weshalb Totholz im Waldpark nicht gefällt werden darf.

Alexander Reusch und Thomas Kilian von der Stadt Mannheim stellten die von der Stadt und dem Land geplanten Maßnahmen vor. So sollen u.a. der quer durch den Waldpark verlaufende "Schlauchgraben" renaturiert sowie das Naturschutzgebiet "Bei der Silberpappel" gegen naturschädigendes Betreten geschützt werden. Arnold Cullmann vom BUND freute sich, dass die Vorschläge der Umweltverbände nach zwanzig Jahren nun endlich realisiert werden.

Vom Autoverkehr gehen starke Belastungen im Waldpark aus. Walter Simon vom Büro für Umweltplanung plädierte für den Vorrang des Umweltverbundes – also von Bussen und Bahnen, dem Radverkehr sowie Fußgänger. Bei der künftigen Gastronomie im Strandbad sollte gezielt für eine umweltfreundliche Anreise geworben werden. Motto: "Wer ohne das Auto kommt, trinkt günstiger".

Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V., schilderte die neueste Entwicklung: Die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads, der Förderverein Freunde des Strandbads MASTRA e.V., die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau, der BUND, und das Verkehrsforum Neckarau haben sich in Bezug auf ihre Forderungen zum Gastronomiekonzept am Strandbad weitgehend geeinigt. Wenn es die Stadt nicht von sich aus leisten könne, dann sollte ein Investorenmodell auf einer möglichst geringer finanzieller Belastung für den Investor fußen. Dies würde den Druck in Form hoher Besucherzahlen vermeiden und die Erbpacht als Übereignung des Grundstückes an einen Investor als Sicherheit vermeiden. Außerdem könnte auf einen Biergarten gänzlich verzichtet werden.

Mittlerweile unstrittig ist, dass der Stelzenbau des Gastronomiegebäudes samt darüber betonierter Decke in der Bausubstanz weiter verwendet werden können. Darauf, so empfehlen die beteiligten bürgerschaftlichen Gruppierungen, könne in kostengünstiger, einfacher, leichter Bauweise ein Gastronomiegebäude errichtet werden, welches sich zum saisonalen Betrieb besonders eignet, falls eine Modernisierung des bestehenden Gebäudes zu aufwendig wäre. Durchaus vorstellbar sei auch, auf der Promenade vor dem Gastronomiegebäude 4-5 Brauereigarnituren aufzustellen, für einen aus dem Erdgeschoss heraus betriebenen Kioskbetrieb.
Nicht vorstellbar seien jedoch die Beleuchtung von Parkplatz und Wegen, hier müsse der Naturschutz im Vordergrund stehen. Im Vorfeld des Naturschutztages fanden auf Einladung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau Gespräche mit den genannten Gruppierungen und den Brauereien WELDE und EICHBAUM statt. Beide sind nach wie vor an einem Engagement am Strandbad interessiert.

Während die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads und MASTRA nach geeigneten Wegen sucht, den öffentlichen Nahverkehr ans Strandbad, möglicherweise durch Parkraumbewirtschaftung, zu fördern, gehen die Empfehlungen der Lokalen Agenda 21 Neckarau, des BUND, des Verkehrsforums Neckarau und des Umweltforums weiter. Die letztgenannten Gruppierungen bitten die Fraktionen im Gemeinderat um Prüfung eines saisonalen Umweltverbundes* an den Wochenenden. Dies könnte im Rahmen eines Modellversuches über zwei Saisons von jeweils max. 40 Tagen durchgeführt werden. Auch Eichbaum würde dies nicht als Hindernis für eine Investition in der geschilderten Größenordnung sehen.

In der Diskussion mit den Stadträten Regina Trösch (CDU), Dr. Frank Mentrup (SPD), Wolfgang Raufelder (Grüne), Rolf Dieter (ML) und Volker Beisel (FDP) ging es um die Perspektiven für den Waldpark und das Strandbad. Einhellig begrüßten alle Stadträte die aktuelle Planungspause als Chance für ein nachhaltiges Konzept. Strittig waren die Punkte Parkraumbewirtschaftung, Umweltverbund und das Betreibermodell. So müsse die Einhaltung der Spielregeln z.B. beim Grillen überwacht werden. Hier plädierten Rolf Dieter und Volker Beisel für die Beauftragung des künftigen Gastronomiebetreiber, während Dr. Frank Mentrup und Wolfgang Raufelder die Stadt und den Kommunalen Ordnungsdienst in der Pflicht sahen.

Für Rückfragen: Oliver Decken, Tel. 0621-331774
www.umweltforum-mannheim.de


*Anmerkung der Ini "Freunde des Strandbads":

Lokale Agenda 21 Neckarau, BUND, Verkehrsforums Neckarau und Umweltforum verstehen den Begriff Umweltverbund als zeitweise Sperrung für den Individualverkehr und fassen den Begriff daher weiter, als wir es in unseren kommentierten Forderungen (s. u.) formuliert haben.

zu 5. Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Stärkung des ÖPNV
Dass das gesamte Umfeld des Strandbades und dessen Zufahrtswege keinen zusätzlichen Verkehr vertragen, darüber besteht wohl allgemeiner Konsens – nur im Dezernat Schmidt nicht. Zur Verkehrsproblematik gibt es ausführliche Dokumentationen und Konzepte, die nur richtig umgesetzt werden sollten. Unsere Stellung zu diesem Punkt ist eindeutig:

  • Kein einziger zusätzlicher Parkplatz (auch keine öffentlichen Parkplätze auf dem Hofgelände des Strandbadgebäudes)
  • Förderung des ÖPNV mit innovativen und intelligenten Maßnahmen. Wir setzen uns für einen umweltverträglichen Verkehr ein, d. h.: Vorrang für Verkehrsmittel des so genannten Umweltverbundes, also dem Zu-Fuß-Gehen, dem Fahrrad, sowie Bus und Bahn.
  • Berücksichtigung der Ansätze im Verkehrskonzept Strandbad (Vorlage 127/97)

Definition in: http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltverbund:
Der Begriff Umweltverbund wird für die Gruppe der umweltfreundlicheren Verkehrsmittel benutzt.
Diese Verkehrsmittel stehen entweder der Öffentlichkeit zur Verfügung oder sind unmotorisiert. Im Gegensatz zum MIV (motorisierter Individualverkehr) sind sie daher als umweltfreundlich einzuordnen, und zwar in der Reihenfolge.

  • der Fußverkehr
  • der Fahrradverkehr
  • der öffentliche Personenverkehr, also Bus, Eisenbahn, Fähre etc. ....



09.06.2005 

 


Mannheimer Morgen

"Mannheimer Lido" sorgt immer noch für Zündstoff
Naturschutztag in der Freizeitschule am Neckarauer Waldweg: Strandbad-Streit schwelt weiter

Ein viel diskutiertes Thema weit über den Neckarauer Stadtteil hinaus bleibt die zukünftige Konzeption des Waldparks. Besonders im Brennpunkt steht die geplante Ansiedlung einer Gastronomie am Strandbad, um der seit einigen Jahren zu beobachtenden Verwahrlosung des Geländes am "Mannheimer Lido" endlich Herr zu werden. Nachdem die Stadtverwaltung mit einem 60 Jahre alten Pachtvertrag der Eichbaum AG ein Modell vorlegen wollte, das sich allerdings weitgehend an den Interessen der Bürgerschaft vorbei orientiert hatte und von dieser auch lautstark abgelehnt wurde, gilt es nun wieder über weitere alternative Lösungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen.

Dieser Zielsetzung verschrieb sich auch der dritte Mannheimer Naturschutztag in der Neckarauer Freizeitschule, wo Experten, Politiker und Vertreter der Lokalen Agenda Mannheim Neckarau beziehungsweise des Umweltforums gemeinsam mit Bürgern des Stadtteils diskutierten. Klar bleibe, "dass wir eine einfache Gastronomie im Sinne eines Bistros zu Gunsten der angedachten Eventgastronomie mit ihren Folgen für Natur und Verkehr favorisieren", betonte Bernd Landmann von der Lokalen Agenda.

Ein Konzept, das immerhin geschlossen von allen Interessengruppen getragen werde. Schon zuvor hatten diverse Fachvorträge die Naturschutzproblematik und die Konsequenzen verschiedener Gestaltungsmodelle sowie Konzeptionsmöglichkeiten für das Strandbad im Waldpark näher beleuchtet. Walter Simon vom Büro für Umweltplanung lieferte neben der Einschätzung der Verträglichkeit der geplanten Gastronomie mit den europäischen Richtlinien zum Naturschutz auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

Die Parkplatzproblematik steht hier im Mittelpunkt. Während CDU-Stadträtin Regina Trösch in den anschließenden Stellungnahmen der Gemeinderatsfraktionen zumindest in der Entscheidungsvertagung einen klaren Fortschritt sah, blieb der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Frank Mentrup skeptisch: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung wird es kaum geben".

Grünen-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Raufelder wies dagegen auf die kleinklimatische Funktion des Naturschutzgebietes hin. Eine Vernetzung mit dem angrenzenden Aufeld könne zudem den Besucherdruck mindern. Den Standpunkt seiner Fraktion unterstrich FDP-Stadtrat Volker Beisel: "Mit uns wird es weder Parkplatzgebühren noch weitere einschränkende Maßnahmen geben." Eine ordnende Hand müsse in jedem Fall am Strandbad her, forderte dagegen Mannheimer Liste-Stadtrat Rolf Dieter: "Wenn nicht eine Gastronomie, wer macht es dann?" Die Stadt könne so etwas in jedem Fall nicht finanzieren.
jba
 

09.06.2005 

 

  

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19.05.2005 

   
Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion: Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte uns zur Verfügung stellen, wir möchten sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades können wir auch gebrauchen.
An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Hans-Sachs-Ring 123, 68199 Mannheim, Tel.: 0621 855 902