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DIE RHEINPFALZ
Mannheim Ausgabe Nr. 290 / Freitag 14. Dezember 2007
Noch kein Beschluss über Strandbad-Pläne
CDU hat Beratungsbedarf – SPD: Blockadehaltung
Fürs erste blockiert hat die CDU
den Vorschlag der Verwaltung, für
ein neues Nutzungskonzept der
Strandbadgaststätte einen Architektenwettbewerb
auszuschreiben und einen
Betreiber zu suchen. Eine Entscheidung
über die Zukunft des seit
vier Jahren geschlossenen Lokals fällt
damit frühestens in zwei Monaten.
Nachdem sich offenbar kein geeigneter
Pächter für das Traditionslokal am
Rhein finden ließ, deutete sich an,
dass die Stadtverwaltung selbst für die
Sanierung des Gebäudes aufkommen
will. „Ein in Frage kommender Investor
beabsichtigte, 400.000 Euro in das
Gebäude zu stecken. Eine Schätzung
von städtischer Seite kam dagegen auf
einen Investitionsbedarf von über einer
Million Euro”, sieht Oberbürgermeister
Peter Kurz ansonsten die gewünschte
Qualität der Architektur
nicht gewährleistet. „Das Strandbad
ist eine zentrale Freizeiteinrichtungfür den Mannheimer Süden und als
solche verdient es auch unsere Zuwendung”,
ließ er die Bereitschaft zu einer
städtischen Investition erkennen.
Der Hauptausschuss sollte daher
am Dienstag einen Architektenwettbewerb
und eine Betreiberausschreibung
mit Kosten von 91.000 Euro beschließen.
Während dieser Beschluss
von allen übrigen Parteien begrüßt
wurde, lehnte Carsten Südmersen
dies für die CDU als „nicht akzeptabel”
ab. „Wir wollen uns jetzt nicht auf
einen Weg mit Kosten von 91.000
Euro festlegen”, forderte eine Vertagung
des Beschlusses wegen Beratungsbedarfs
innerhalb der Fraktion.
Da in einem solchen Fall in der Vergangenheit
regelmäßig so verfahren
wurde, wie Südmersen anmahnte, erfolgte
die Vertagung auf Februar
2008. In einer Reaktion warf die SPP
der CDU eine „Blockadehaltung” vor,
die nur Zeitverlust bedeute und Verärgerung
bei den Bürgern auslöse. (büg)
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14. 12. 2007 |
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Ausgabe Mitte, S. 19 / Freitag, 14. Dezember 2007
Strandbad: SPD wirft CDU „Blockade-Politik” vor
Neuer Streit im grünen Süden
Geht es am Strandbad jetzt doch nicht voran? Im Hauptausschuss des Gemeinderats wurde das neue Nutzungskonzept für die marode städtische Naherholungseinrichtung jedenfalls auf Antrag der CDU nicht wie vorgesehen abgestimmt – „mit fadenscheinigen Begründungen”, wirft SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei seinem CDU- Kollegen Carsten Südmersen vor.
Der wiederum hatte das Zustandekommen des Konzepts ohne Beteiligung des Gemeinderats kritisiert. An der Planung waren unter Federführung des Instituts für kooperative Planung und Sportentwicklung Vertreter der Rathaus- Fachbereiche Sport und Freizeit, Städte- und Verkehrswegebau, Baurecht und Umweltschutz, Straßenbetrieb und Grünflächen, Liegenschaften und Sicherheit und Ordnung beteiligt.
Außerdem engagierten sich Neckarauer Bezirksbeiräte aller Parteien, Vertreter der Lokalen Agenda 21, der Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads”, des Fördervereins „Mannheimer Strandbad (MASTRA) e.V.”, der DLRG, des Migrationsbeirats, des Seniorenbeirats und der Jugendförderung.
Fulst-Blei sieht dieses kooperative Verfahren, also die Beteiligung lokaler Experten und späterer Nutzer, gerade als „vorteilhaft und als gelungene Form” der Bürgerbeteiligung: „Wir sollten endlich in die Gänge kommen und uns nicht an formalen Verfahrensfragen festbeißen.” Der Gemeinderat werde von der Diskussion und den noch zu treffenden Entscheidungen über das Nutzungskonzept nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: „Wir haben noch wichtige Entscheidungen über die Umsetzung der einzelnen Bausteine zu treffen”, sagte der SPD-Chef. Verkehrsfragen, Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung für den Betrieb und die Unterhaltung sowie nicht zuletzt die Frage, wo und wie darf gegrillt werden, müsse das Stadtparlament letztlich klären.
Ausdrücklich begrüße die SPDFraktion die Absicht von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, dass sich die Stadt an den notwendigen Investitionen für die Gaststätte in Millionenhöhe beteiligen und weiterhin Eigentümer der Immobilien bleiben will. SPD-Stadträtin Karin Steffan: „Die unverständliche Blockadehaltung der CDU wird bei den Betroffenen nur Verärgerungen und Enttäuschungen auslösen.” Lang
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14. 12. 2007 |
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NEWSLETTER der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 13. Dezember 2007
CDU blockiert Fortschritt am Strandbad
In der Sitzung des Hauptausschusses am 11. Dezember stoppte die CDU die neue Nutzungskonzeption für das Strandbad. „Mit fadenscheinigen Begründungen”, so SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei. CDU-Fraktionschef Südmersen kritisierte das Zustandekommen des Konzepts, das ohne Beteiligung des Gemeinderats erstellt worden sei. An der Planung waren unter Federführung des Instituts für kooperative Planung und Sportentwicklung Vertreter der Fachbereiche Sport und Freizeit, Städte- und Verkehrswegebau, Baurecht und Umweltschutz, Straßenbetrieb und Grünflächen, Liegenschaften und Sicherheit und Ordnung beteiligt. Auf Nutzerseite engagierten sich Neckarauer Bezirksbeiräte aller Parteien, Vertreter der Lokalen Agenda 21 Neckarau, der Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads”, des Fördervereins „Mannheimer Strandbad (MASTRA) e.V.”, der DLRG, des Migrationsbeirats, des Seniorenbeirats und der Jugendförderung.
Die SPD sieht dieses kooperative Verfahren, d.h. die Beteiligung lokaler Expertinnen und Experten und späterer Nutzerinnen und Nutzer, gerade als vorteilhaft und als gelungene Form der Bürgerbeteiligung an und versteht das Verhalten der CDU hier überhaupt nicht. Dr. Fulst-Blei: „Wir sollten endlich in die Gänge kommen und uns nicht an formalen Verfahrensfragen festbeißen. Es ist ja nicht so, dass der Gemeinderat an der Diskussion an den noch zu treffenden Entscheidungen über das Nutzungskonzept ausgeschlossen wird. Im Gegenteil: Wir haben noch wichtige Entscheidungen über die Umsetzung der einzelnen Bausteine zu treffen z.B. Verkehrsfragen, Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung für den Betrieb und die Unterhaltung und nicht zuletzt die Frage 'Wo und wie darf gegrillt werden?' ”
In jeden Fall begrüßt die SPD-Gemeinderatsfraktion die Entscheidung von Oberbürgermeister Dr. Kurz, sich als Stadt an der Investition bei einem Neubau in großem Maße zu beteiligen und somit weiterhin Eigentümerin der Gaststätte zu sein.
Nach Meinung der Neckarauer Stadträtin Karin Steffan und des Ortsvereinsvorsitzenden Mathias Kohler muss so schnell wie möglich am Strandbad losgelegt werden. Den Strandbadnutzern aus nah und fern ist nicht mehr zu vermitteln, warum noch nicht mit Investitionen für die Strandbadgaststätte begonnen werden soll, wenn sich alle einig sind, dass das Nutzungskonzept in Ordnung ist. „Die Ausschreibung, mit dem Ziel, geeignete Interessenten zu finden, die dann als Pächter die Gaststätte betreiben sollen und der angedachte Architektenwettbewerb für ein ähnliches Gebäude müssen unverzüglich in die Wege geleitet werden”, so Karin Steffan.
„Es ist wichtig, im Jahre 2008 mit sichtbaren Maßnahmen zu beginnen”, meint auch der Sprecher der Neckarauer SPD-Bezirksbeiräte Hans-Joachim Fenzke. Sollte dies nicht gelingen, hat die CDU-Gemeinderatsfraktion die Verzögerung zu verantworten. „Die Menschen haben zu lange auf positive Entwicklungen am Strandbad gewartet. Die Blockadehaltung der CDU wird nur Verärgerungen und Enttäuschungen auslösen”, so Fenzke.
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13. 12. 2007 |
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Dienstag, 11. Dezember 2007
Millionenprojekt: Die Stadt will das Strandbad mit einer Investitionsspritze wiederbeleben
Geld-Schwemme am „Lido”
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Durchbruch im Neckarauer Rheinbogen: Die Stadt will das marode Strandbad sanieren, 90 000 Euro für die notwendigen Planungen sofort und eine Million Euro im Doppelhaushalt 2008/09 sollen dafür bereitgestellt werden. „Wir lösen unsere Wahlkampfversprechen ein!” so erinnert SPD-Fraktionschef Dr. Stefan Fulst–Blei an den Oberbürgermeister-Wahlkampf. Dr. Peter Kurz hatte zugesagt, das Thema Strandbad endlich anzupacken.
Die Grünen wollen mitziehen, das Geld soll nach dem langen Streit um den „Mannemer Lido” im grünen Neckarauer Süden im kommenden Jahr tatsächlich fließen. „Wir haben hier unglaublich viel ehrenamtliches Engagement der Bürger”, so Wolfgang Raufelder, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Stadtparlament: „Ich bin sehr zufrieden, dass dieser Einsatz jetzt auch belohnt werden kann.” Die CDU, so Fraktionschef Carsten Südmersen, habe allerdings „noch Beratungsbedarf”.
Vorgesehen ist zunächst, einen Architektenwettbewerb und eine Betreiberausschreibung für Gesamtanlage und Gaststätte zu veranstalten. Zwar liegen aus der Vergangenheit bereits verschiedene Konzepte vor, die grundsätzlich die naturnahe, offene Gestaltung der Spiel- und Liegewiesen zum Inhalt haben, doch zwischen Grill- und Campingplätzen, Gaststätte, Minigolfbahn und Parkplätzen stellen sich eine Menge Detailfragen, die jetzt geklärt werden sollen.
Den ersten Schritt tat Oberbürgermeister Kurz mit der Beauftragung des Stuttgarter Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung. Die Profis entwickelten gemeinsam mit Behörden und Bürgerinitiativen in kurzer Zeit eine offenbar tragfähige Perspektive für die Zukunft des Strandbads.
Dass noch eine Reihe von Detailproblemen zu lösen sind, ist aus den Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe zu ersehen. So soll, um eine Lösung der Verkehrsprobleme zu erreichen, der Strandbad-Parkplatz zeitweilig gesperrt werden. Auch sollen das wilde Grillen auf den Wiesen langfristig eingeschränkt sowie barrierefreie Zugänge und Toiletten- Anlagen geschaffen werden.
Carl Reiß’ Erbe: Strandbad und Reißinsel
- Carl Reiß (1843 bis 1914) vermachte der Stadt das Areal der Reiß-Insel und des heutigen Strandbads: „Ich gebe der Stadtgemeinde anheim, Spielplätze für die Jugend einzurichten”, heißt es in seinem Testament.
- 1927 wird das Strandbad – von Privatinvestoren finanziert – als Freizeitstätte eröffnet, das Naturschutzgebiet Reißinsel bleibt ansonsten unangetastet.
- 1932 werden mehr als eine halbe Million Besucher gezählt.
- 1949 wird das Bad wieder eröffnet, in den fünfziger Jahren kommen an einzelnen Tagen über 30 000 Gäste
- seit 1974: Schwimmen im Rhein verboten. Lang

Ein Bild aus besseren Zeiten: Die Strandbadgaststätte war jahrzehntelang einer der beliebtesten Freizeit-Treffs der
Mannheimer. Um die anstehende Sanierung des Gebäudes und ein familienfreundliches Gastronomie-Konzept wird seit
langer Zeit gestritten. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. BILD: TRÖSTER
KOMMENTAR
Thorsten Langscheid über das Strandbad
Große Zukunft
Es wäre nicht die erste Woge der Euphorie über ein neues Konzept für den Neckarauer Rheinbogen, die sich auf den flachen Kiesbänken des Strandbades bricht und langsam verebbt. Deswegen ist – trotz aller positiven Ankündigungen aus dem Rathaus – eine gewisse Skepsis sicher angebracht: So schnell wird am Strandbad kein neues Lokal eröffnen können. Immerhin unterscheidet sich die jetzt vorliegende Konzeption von allen ihren Vorgängern in den zurückliegenden zehn Jahren in einem Punkt ganz erheblich: Erstmals scheint die Stadt bereit zu sein, für die Sanierung der maroden Gebäude und Anlagen richtig Geld in die Hand zu nehmen. Ein Verdienst des Oberbürgermeisters, zweifelsohne, aber vor allem ein Verdienst der Bürger, die sich ehrenamtlich und beharrlich für die Erhaltung des „Mannemer Lido” als familienfreundliche Einrichtung für Jedermann stark gemacht haben. Jetzt sind die Fraktionen des Gemeinderats gefragt: ihrer allgemeinen Zustimmung heute müssen sie bei den Etatberatungen für 2008 und 2009 die angepeilte Million tatsächlich folgen lassen. Nur dann hat das Strandbad eine große Zukunft.
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11. 12. 07 |
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DIE RHEINPFALZ
Mannheim Ausgabe Nr. 285 / Samstag 8. Dezember 2007
Stadt soll eine Million Euro in Strandbad investieren
Planungsgruppe empfiehlt Richtungswechsel für Gaststätte am Rheinufer: Sanierung in städtischer Regie, nicht durch Pächter
Von unserem Redakteur Peter Müller
Beim Thema Strandbad deutet sich eine neue Lösung für die seit Jahren ungenutzte Gaststätte an. In einer so genannten kooperativen Planung haben Vertreter der Verwaltung und verschiedenster Interessengruppen Handlungsempfehlungen erarbeitet. Hält sich die Stadt daran, wäre das ein bedeutender Richtungswechsel, denn sie würde dann selbst in das traditionsreiche Gebäude investieren. Eine Million Euro könnte das kosten.
Bislang lautete die strikte Vorgabe des Gemeinderats: Ein privater Investor soll gefunden und kein Geld der Stadt eingesetzt werden. Vorangekommen ist man mit diesem Grundsatz kaum. Waren die Verhandlungen mit Eichbaum zunächst weit gediehen, gab die Brauerei auf, weil der Widerstand von Bürgerinitiativen gegen den geplanten Abriss der Gaststätte und die Errichtung eines Pavillons an ihrer Stelle zu groß war. Also folgte im Sommer eine neue Ausschreibung, drei Pächter legten Konzepte vor. In der Zwischenzeit war jedoch OB-Wahlkampf, und der Kandidat Peter Kurz deutete an, dass sich die Stadt vielleicht doch auch finanziell engagieren könnte.
Dieser Gedanke verfing. Inzwischen ist Kurz im Amt, und die Verwaltung ist nun überzeugt, dass man nur durch eine eigene Investition ausreichend Einfluss nehmen könnte. Zudem, so geht aus einer Vorlage für den Hauptausschuss hervor, habe der favorisierte Bewerber wohl nicht genug Geld ins Gasthaus stecken wollen.
Aus diesem Grund war es zum Verfahren der kooperativen Planung gekommen. Eine gemeinsam erarbeitete Gesamtkonzeption sollte die seit mehreren Jahren geführte Diskussion beenden. Kernaussagen der Mitte November verabschiedeten Handlungsempfehlungen: Der bislang freie Zugang zum Strandbad soll nicht beschränkt, das Freizeitangebot am Rheinufer verbessert werden. Größte Herausforderung, so erkannten die Teilnehmer, sei die Gaststätte. Der Vorschlag: Die Stadt soll in das Gebäude investieren, um eine hohe Qualität der Sanierung zu sichern. Dazu müsste der Gemeinderat allerdings seinen Grundsatzbeschluss aufheben.
Kommende Woche wird sich nun der Hauptausschuss mit dieser Frage beschäftigen. Eine Beschlussvorlage sieht vor, einen Architektenwettbewerb zu starten und unter den geänderten Bedingungen erneut nach Pächtern zu suchen. Das würde zunächst 91.500 Euro kosten. Der wirklich dicke Brocken käme dann im Etat 2008 auf die Stadt zu. Hier müssten für die Gaststättensanierung Mittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt werden.

Die beliebte Gaststätte am Strandbad
bewegt
seit der Schließung vor fast
vier Jahren die Gemüter.
Bürgerinitiativen gründeten sich,
potenzielle Betreiber kamen und gingen,
zu einer Lösung für das Lokal fanden die
Beteiligten bislang allerdings nicht.
—ARCHIVFOTO: KUNZ
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08. 12. 2007 |
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13. Oktober 2007
Mannheim will am Wasser endlich Land gewinnen
Entwicklungskonzept für Rhein und Neckar vorgestellt
Von unserem Redaktionsmitglied Anke Philipp
Die Stadt an den Fluss zu bringen, daran arbeitet Mannheim seit Jahren. Promenade am Verbindungskanal, Artery-Flachwasserzone am Neckar – mit dem ein oder anderen Projekt ist es zwar gelungen, den Freizeitwert zu erhöhen. Doch durchgängig attraktiv kann sich Mannheim an seinen Ufern wohl nicht nennen. Das soll sich bald ändern. Im Rathaus möchte man endlich Land gewinnen und hat ein Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben, das seit kurzem vorliegt. Beim Symposium „Urbane Wasserlagen – Stadtlandschaft am Wasser” wurde das Papier mit dem Titel „blau-Mannheim-blau” öffentlich vorgestellt und in einem Expertenkreis diskutiert.
Dabei wurde deutlich: Einen Königsweg gibt es bei der Ufergestaltung in Deutschland nicht. Jede Region, das ging aus den Vorträgen hervor, hat eigene Antworten auf die Herausforderungen am Wasser gefunden. In Mannheim sieht man sich nach jüngsten Auszeichnungen (Entente Florale) beim Thema Grüngestaltung gut aufgestellt: „Die Stadt nahe an den Fluss zu bringen, ist eine zentrale Aufgabe der Zukunft”, sagte Umweltdezernent Lothar Quast. Er dankte den Partnern – der Beton Marketing Süd GmbH, dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg, die das Symposium in der Reihe „Forum grünes Bauen” unterstützen. „Bis dato haben wir nur wenige Projekte umgesetzt”, gab Stadtplaner Frank Gwildis zu, bevor Dr.Frank Lohrberg Ergebnisse der Studie erläuterte. Der Landschaftsarchitekt (Stuttgart) wurde beauftragt, Potenziale zu ermitteln. Heraus kam, dass Entwicklungsmöglichkeiten vor allem am Rhein bestehen.
„Der Neckar ist durch Kooperationen mit dem Nachbarschaftsverband gut erschlossen”, so der Experte. Dringenden Handlungsbedarf sieht Lohrberg am Strandbad (Umbau zum Naturbad) und am Haus Oberrhein (Willkommensplatz). Gemeinsame Aktionen mit Ludwigshafen seien zudem denkbar (Bundesgartenschau-Bewerbung). Reiß- und Friesenheimer Insel könne man ebenfalls aufwerten, etwa die Neckarspitze mit einer Landmarke versehen. Und auch das Wegesystem entlang beider Flüsse sei ergänzungsbedürftig.
Dass man Orte am Wasser auch völlig anders inszenieren kann, erfuhren die Zuhörer danach. So gab Martin Kohler Einblicke in die künstlerischen Aktionen des Vereins Hafensafari Hamburg. Am Ende gaben Redner zu bedenken, dass neue Räume auch gepflegt werden müssten. „Und auch den Hafen müssen wir dazu kriegen, dass er uns nicht als Gefahr sieht”, sagte der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, Robert Bechtel.

Eine Art Landschaftspark am Wasser mit vielfältigen Erlebnismöglichkeiten: Die Studie „blau-Mannheim-blau” sieht Potenziale an Neckar und
Rhein. Inszenierungen sind dabei ebenso möglich wie die Aufwertung vorhandener Flächen am Wasser. Bilder: Tröster (1) Proßwitz (3)
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13. 10. 2007 |
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Leserforum
Anregungen und Beschwerden
Strandbad für alle erhalten
Zum Thema: Strandbad
Wie schön war es früher, wo noch das Liegeareal
und die Bewirtschaftung am
Strandbad noch in Ordnung waren. Für
mich ist es nicht nachvollziehbar, dass die
Stadt Mannheim hier nicht tätig wird. Herr
Dr. Kurz packen Sie es an und zeigen Sie
uns, dass das Strandbad für uns alle erhalten
bleibt.
Helga Lauer
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24. 08. 2007 |
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Lohnt sich die Renovierung des Strandbades?
Alte Neckarauer pochen auf den Erhalt des Gebäudes.
Bild: Rittelmann
Leserforum
Anregungen und Beschwerden
Wir werden sehen
Zum Thema: Strandbad
Zum Leserbrief fällt mir nur ein, dieser
Herr kann kein „Neckarauer sein!” Wer
einmal am Strandbad bei Jenny auf der
Terrasse gefrühstückt hat, der wünscht
sich dieses Haus nicht platt! Die Diskussion
platt und Container hatten wir schon,
für meine „Neckarauer Ohren” klingt das
wie Hohn! Wir haben einen guten Architekten
in Neckarau, der sagt, dass die Renovierung
sich lohnt für den Bau. Jetzt haben
wir ja einen neuen „OB”, vielleicht ändert
sich was, wir werden es ja sehen. Ich
fände es jedenfalls wunderschön, könnten
auch noch meine Urenkel das Strandbad
sehen!
Ingrid Eder
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13. 08. 2007 |
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 Leserforum
Anregungen und Beschwerden
Rhein-Romantik!?
Zum Thema: Strandbad

Ein Dauer-Streitthema im Mannheimer Süden ist die
Zukunft des Strandbads am Rheinufer in Neckarau.
Bild: Rittelmann
Bald gras' ich am Neckar, bald gras' ich am Rhein
und sitze am Strandbad im Abendschein,
mit Blick auf Ruinen, die historisch soll'n sein,
doch stellt sich die Frage: Wer geht auf den Leim?
Die Fenster vernagelt, Beton rieselt leicht,
vom Zahn der Zeit stark aufgeweicht.
Geländer, sie rosten still vor sich hin
– gemächlich die Wellen vorüberziehn.
Historisch Gemäuer? Fragt mich nicht welcher Stil!
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wenn man so will.
Bald als Denkmal geschützt? So will mancher wissen.
Bei uns wurde Wertvolleres abgerissen!
Das alte Kaufhaus im Zentrum der Stadt,
es war noch zu retten
– man machte es platt.
Oh komm liebe Birne, erlöse den Schutt,
sonst geht die Ruine von selber kaputt!
Dann pflanzen wir Bäume, das kostet nicht viel,
sieht wundervoll aus und – hat sicherlich
Stil!
Wolfgang A. Proffen, Mannheim
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08. 08. 2007 |
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meier
Ausgabe 08/07
aktuell S. 18

FOTO: DIETRICH BECHTEL
Das Mannheimer Strandbad gestern, heute - und morgen?
Hoffnung am Lido
Das Mannheimer Strandbad wird in diesem Monat 80 Jahre alt. Aber die Situation ist so verfahren, dass es wenig Grund zum Feiern gibt. Seit Jahren wird diskutiert, ob das Strandbadgebäude erhalten oder abgerissen und welche Gastronomie dort untergebracht werden soll. Bisher ohne Ergebnis. MEIER blickt zurück - und ganz vorsichtig nach vorne.
Oktober 1925:
Der Mannheimer Stadtrat beschließt, Geld zur "Errichtung einer Strandbad-Anlage am Rhein zwischen Kilometer 249 und 250" bereitzustellen.
August 1927:
Das Strandbad wird eingeweiht. Da der Stadt das Geld zum Bau von Umkleidekabinen fehlt, finanziert ein privater Investor die Bauten mit Garderoben, Aussichtstertasse und Restaurant.
Sommer 1932:
Über eine halbe Million Besucher werden am "Mannheimer Lido" gezählt.
Mai 1949:
Das längst wieder genutzte Strandbad wird offiziell wiedereröffnet. In den 50er Jahren tummeln sich an manchen Tagen über 30.000 Badegäste am Rheinstrand.
1974:
Wegen zunehmender Gewässerverschmutzung wird das Baden im Rhein verboten.
Frühjahr 2004:
Die Stadt Mannheim erneuert den im Februar ausgelaufenen Pachtvertrag mit der Familie Krebs, die rund vier Jahrzehnte die Strandbad-Gaststätte geführt hatte, nicht mehr. Die Gaststätte bleibt geschlossen.
Mai 2004:
Der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss beschließt die "Abgabe der Strandbadgaststätte an ein mit der Firma Eichbaum Brauereien AG verbundenes Unternehmen im Erbbaurecht". Die geplante Einrichtung eines Biergartens mit 800 Plätzen und einer "Event"-Gastronomie und vor allem der vorgesehene Abriss des Gebäudes sorgen für viel Wirbel, der zur Gründung der Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" führt. Der Vertrag zwischen der Stadt und der Brauerei wird nie unterzeichnet.
März 2006:
Die Eichbaum-Brauerei stellt ein neues Konzept vor: Das laut zweier Gutachten nicht mehr wirtschaftlich zu sanierende Gebäude soll abgerissen und durch einen einstöckigen Pavillon aus transportablen Containern ersetzt werden. Zusammen mit dem bewirtschafteten Außenbereich sind 500 Plätze geplant.
Juni 2006:
Da die Bürgerinitiative und die Lokale Agenda 21 diesem Konzept zunächst zugestimmt hatten - was später wieder revidiert wurde - gründet sich die "Bürgeraktion Strandbad Neckarau", die Oberbürgermeister Gerhard Widder 1.200 Unterschriften mit der Forderung zum Erhalt des Gebäudes übergibt.
Juli 2006:
Nachdem die Eichbaum-Brauerei der Stadtverwaltung zugesagt hatte, bis Mitte August ein Gutachten vorzulegen, das die Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung des Strandbadgebäudes nachweist, fordert der Gemeinderat die Eichbaum auf, bis zum 1. September eine verbindliche Erklärung über Sanierung oder Neuerrichtung des Gebäudes abzugeben.
Oktober 2006:
Die Stadt leitet eine neue Ausschreibung bezüglich der Strandbadgaststätte in die Wege, da die Schlussfolgerung der von der Eichbaum vorgelegten Gutachten, wonach das Gebäude abgerissen werden müsste, doch nicht überzeugend sei.
März 2007:
Bis zum Ende der Ausschreibungsfrist gehen beim Liegenschaftsamt die Konzepte von drei Bewerbern ein.
Mai 2007:
Die vom später zum Oberbürgermeister gewählten OB-Kandidaten Peter Kurz im Wahlkampf formulierte Aussage, dass die Stadt vor einer Vermietung in das Strandbadgebäude investieren müsse und die Zuständigkeit für das Strandbad innerhalb der Verwaltung zukünftig in eine Hand gelegt werden müsse, lässt neue Hoffnung aufkeimen: die, dass mit Kurz' Amtsantritt das jahrelange Hickhack beendet werden könnte.
Fortsetzung folgt.
JENS WAGNER.
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August 2007 |
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Begegnungen mit multikulturellem Flair
NECKARAU: SPD lud zum 33. Sommerfest in den August-Bebel-Park
Man könnte meinen, ganz Mannheim sei auf dem Sommerfest zu Gast gewesen, mit dem der Neckarauer SPD-Ortsverein jedes Jahr für eine gemütliche Biergarten-Atmosphäre im August-Bebel-Park sorgt: Die unterschiedlichsten Gruppen aus vielen Stadtteilen nahmen die Gestaltung des fetzigen Bühnenprogramms in die Hand und boten einen Nachmittag lang Feierstimmung pur. Eigens zur Fest-Eröffnung war Dr. Peter Kurz, designierter Oberbürgermeister, in den Park gekommen. Er hob das ehrenamtliche Engagement der Ortsvereinsmitglieder mit lobenden Worten hervor und bekräftigte sein Wahlversprechen für die kommende OB-Zeit: Eine Lösung für das Dauerproblem Strandbad werde gefunden.
Multikulturellen Flair verbreitete die Percussion-Gruppe "Bonbolon". Mit ihren mitreißenden Rhythmen starteten die vier Musiker aus Australien, der Türkei, dem Senegal und Deutschland das Bühnenprogramm. Als Teil des erst vor zwei Jahren von André Ekama gegründeten Vereins "Africa Culture Rhein-Neckar" haben sie sich den kulturellen Austausch zwischen Afrika und Deutschland auf die Fahnen geschrieben. Die "Old West Square Dance Group" führte die Zuschauer in eine völlig andere Welt. Statt Trommeln oder Rasseln waren es live gesungene Western-Songs, die den Tanz der Gruppe begleitete.
Bereits gut bekannt unter den treuen SPD-Sommerfest-Besuchern sind die jung gebliebenen Neckarstädter Hip-Hop-Frauen mit ihrem "Power-Mix"-Programm. Allesamt älter als 60 Jahre, bewiesen sie im August-Bebel-Park, dass sie den TV 1884-Mädchen in nichts nachstehen. Dennoch konnten sich auch die Shows der "Popgirls" und der Gruppe "No Stuff" unter der Leitung von Karin Janke durchaus sehen lassen. Ein Augenschmaus war auch das Seniorenballett der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rheinau. Erika Schmalz und ihre zehn Balletttänzerinnen haben noch kein SPD-Sommerfest ausgelassen und erwecken nicht den Anschein, als müssten die nächsten Feiern ohne die Damen auskommen.
Lieder in Pfälzer Mundart bot der "Strandbadhymnen"-Dichter Ronald "Herbie" Herbe, bevor die Jazz Light Combo der Musikschule unter der Leitung von Martin Förster den Abschluss des überaus vielfältigen Bühnenprogramms am Abend übernahm. Auch die kleinen Festbesucher sind nicht zu kurz gekommen: Die Jungsozialisten Malin Melbeck und Bastian Koch stellten ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Hüpfburg, Malwettbewerb, Glücksrad und Torwandschießen auf die Beine.
Für fast Jeden dürfte sich der Griff in den Lose-Eimer gelohnt haben: Die Tombola lockte mit zahlreichen Gewinnen, darunter eine Reise nach Berlin und ein Ausflug in den Stuttgarter Landtag. Zum Schmökern lud der Bücherflohmarkt ein und afrikanisches Kunsthandwerk konnte am Stand des Feudenheimer Nyota-Vereins, der Waisenkinder in Kenia unterstützt, erstanden werden.
"Was auf unserem Fest zählt ist die Begegnung im Stadtteil", bringt Ortsvereins-Vorsitzender und Leiter der Festorganisation Mathias Kohler die Bedeutung der alljährlichen Parkfeier auf den Punkt. Versüßt werden die Begegnungen durch das üppige Kuchenbüfett, jedes Jahr von der Neckarauer AWO um Rosemarie Rehberger organisiert. Auch Gegrilltes und kühle Getränke trugen zum rundum gelungenen Fest bei. Die Wurst auf die Hand gebe es dabei nicht, schließlich stehe das gemütliche Beisammensein im Vordergrund, so Kohler. Von der lockeren Atmosphäre ließen sich auch die Landtagsabgeordnete Helen Heberer, die Grußworte an die Festgesellschaft richtete, sowie Bezirksbeiräte und Stadträte von CDU, den Grünen und der Linken in den August-Bebel-Park locken. hafi
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25. Juli 2007 |
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Pressemeldung
Pressemitteilung B90/Grüne Lindenhof – Neckarau – Endlich Bewegung am Mannheimer Strandbad
Endlich Bewegung am Strandbad?
Grüne unterstützen die Vorstellungen des neuen OB
Die Neckarauer Grünen unterstützen den Vorschlag, den der neu gewählte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz im Wahlkampf für das Mannheimer Strandbad gemacht hat. Elke Zimmer, Bezirksbeirätin der GRÜNEN in Neckarau, begrüßt die Aussage von Dr. Peter Kurz, dass die Stadt in das Strandbadgebäude investieren müsse, um einen geeigneten Gastronom als Pächter zu finden.
Zustimmung findet auch das Wahlversprechen von Kurz, die Zuständigkeit für das Strandbad zukünftig innerhalb der Verwaltung in eine Hand zu legen. Mit beiden Versprechen griff Kurz im OB-Wahlkampf alte Forderungen der Neckarauer Grünen und der Bürgerinitiativen auf, die für das Strandbad von Anfang an Investitionen der Stadt gefordert hatten. Von Verwaltungsseite war bisher immer betont worden, dass die Stadt kein Geld für eine Sanierung des Gaststättengebäudes habe. Man sehe es auch nicht als Aufgabe der Stadt an, eine Gaststätte zu betreiben. Deswegen suche man nach privaten Investoren. „Diese Argumentation haben die Neckarauer GRÜNEN mit dem Hinweis auf die SAP Arena immer kritisiert,” erklärt Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen. Im Bösfeld werde viel Geld der Stadt für den Kauf einer Sportarena inklusive Großgastronomie ausgegeben. Was die Stadt dort richtig findet, kann am Strandbad, das die Stadt geschenkt bekommen hat, nicht falsch sein, zudem sowohl die Arena als auch das Strandbad den Bürgern zur Nutzung während ihrer Freizeit vorgehalten werden.
Die Neckaurer Grünen setzen sich vor dem Hintergrund der veränderten Bedingungen dafür ein, dass mit Beteiligung aller interessierter Bürger schnellstmöglichst ein Nutzungskonzept entwickelt wird. Grünen Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen betont, dass das Neckarauer Strandbad laut dem Vermächtnis von Carl Reiß allen Mannheimern zur Erholung diene und daher die Stadt hier auch besonders gefordert sei.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Für Rückfragen:
Tel.: 0621-6831886,
Mobil: 0163-6388473
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1. Juli 2007 |
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DIE RHEINPFALZ
Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.152
Neuer Anlauf am Strandbad
Stadt will diese Woche Verhandlungen mit einem Investor für das traditionsreiche Lokal aufnehmen
Bild aus besseren Tagen:
Das vor 80 Jahren eröffnete Strandbad, das gerade in der Anfangszeit wahre Besuchermassen lockte, war mit seiner Gaststätte beliebtes Erholungsziel.
Seit 2004 aber steht das Lokal leer.
FOTO: KUNZ
Es bewegt sich wieder etwas in Sachen Strandbad-Gaststätte. Drei Investoren haben ihre Konzepte für das traditionsreiche Ausflugslokal am Rhein vorgelegt, das seit nunmehr drei Jahren geschlossen ist. Jetzt will die Stadt die Verhandlungen aufnehmen. Sicher ist aber schon: Auch in diesem Sommer bleiben die Läden zu.
„Es zerreißt mir schier das Herz, wenn ich sehe, wie das hier alles verrottet und verkommt. Ich kam schon als kleines Mädchen mit meinen Eltern ins Strandbad. Damals hätte sich niemand träumen lassen, dass einmal solche Zustände vorherrschen würden.” Die 75-jährige Lore Wettig aus Ludwigshafen gehört seit Jahrzehnten zu den besonders treuen Besuchern der ehemaligen Großstadt-Idylle am Rheinufer. Jetzt schaut sie traurig aus ihrer Liege über den träge dahinziehenden Strom. Die von ihr angesprochenen Zustände sind tatsächlich unübersehbar: die vielen beschädigten Betonplatten der Strandpromenade, die völlig heruntergekommene und von Wildkraut überwucherte Minigolfanlage und das seit vier Jahren verwaiste Terrassen-Restaurant.
Das wurde vor genau 80 Jahren erbaut und lange Zeit von der Gastronomin Petra Krebs geleitet. Deren Großmutter war die Erstpächterin dieser von den meisten Strandbad-Freunden als „Herzstück” und „Juwel” bezeichneten Lokalität. Immer neue Auflagen und Anforderungen seitens der Verwaltung, was Öffnungszeiten oder größere Veranstaltungen anging, machten der Enkelin das Leben als Wirtin schwer, sie warf schließlich genervt das Handtuch.
Was die eigentliche Strandbad-Gaststätte angeht, so ist seit der Schließung Anfang 2004 so gut wie nichts passiert, zumindest nichts Sichtbares. Bürgerinitiativen wurden gegründet, die sich den Erhalt respektive die Sanierung des Gebäudekomplexes auf die Fahnen schrieben, aber dabei auch unterschiedliche Ziele verfolgten. Es gab weit gediehene Verhandlungen mit potenziellen Investoren wie der Brauerei Eichbaum, ein geplanter Abriss und die Errichtung eines Pavillons wurden letztlich wieder verworfen. Die Verpachtung wurde daraufhin von der Stadt Ende 2006 noch einmal ganz neu ausgeschrieben
Inzwischen sind drei neue mögliche Pächter, allesamt aus der so genannten Erlebnis-Gastronomie, im Gespräch und in der Warteschleife. Ihre Konzepte haben sie Mitte Juni Vertretern der Verwaltung und den Bezirksbeiräten von Neckarau vorgestellt, die anschließend einen Favoriten kürten. Mit dem will das Liegenschaftsamt der Stadt nun am Freitag die Verhandlungen über eine Ausgestaltung des Pachtvertrags aufnehmen. In dem ausgewählten Konzept sieht Fachbereichsleiter Rolf-Martin Kögel „sehr große Schnittmengen” mit den Vorstellungen der Stadt, so dass er mit einer raschen Einigung rechnet. Die muss dann noch in die politischen Gremien.
Namen will Kögel noch nicht nennen. Nur so viel verrät er: Das alte Gebäude soll zumindest mit der Säulenkonstruktion im Erdgeschoss und in der bisherigen Größe erhalten bleiben. Und es bleibt weiterhin dabei, dass die Stadt kein eigenes Geld ins Strandbad steckt, wo umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich sind. (fwr/pmü)
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4. Juli 2007 |
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Neue Perspektive fürs Strandbad
Die Bewirtschaftung der Strandbadgaststätte wird von der Stadt Mannheim neu ausgeschrieben, wie im Amtsblatt zu lesen war. Dabei setzt die Verwaltung auf eine Sanierung des bestehenden Gebäudes. Interessenten, die die gastronomische Versorgung übernehmen wollen, können sich bewerben und Vorschläge auf Grund der hierzu von der Stadt aufgestellten Grundsätze unterbreiten. Dazu gehören z.B. die Sanierung des Gebäudes in den Bereichen Bausubstanz, Elektro-Installation, Sanitärbereich und Heizungsanlage auf eigene Kosten. Verlangt wird insbesondere die Sanierung der Pfeiler- bzw. Stützkonstruktion im Erdgeschoss des Gebäudes.
Die SPD-Fraktion äußerte sich zustimmend zu der Ausschreibung und sieht gute Chancen, dass Bewegung in das Projekt kommt.
„Es wird Zeit, dass sich beim Strandbad endlich etwas tut”, fordert die Neckarauer Stadträtin Karin Steffan, und spricht damit vielen Neckarauern und Mannheimern aus der Seele. „Wir begrüßen es, dass die Stadt Mannheim ausdrücklich Vorschläge erwartet, die auf den Erhalt des alten Gebäudes abzielen”, so Karin Steffan. Diesen neuen Sachstand teilte SPD-Fraktionschef Dr. Stefan Fulst-Blei bei einem Gespräch vor Ort Vertretern der „Bürgeraktion Strandbad Neckarau” mit. Übereinstimmend kam man zu dem Ergebnis, dass man sich nicht auf eine bestimmte Form der Gastronomie festlegen wolle, doch sollte die Gestalt des jetzigen Komplexes erhalten bleiben. „Unser Ziel ist es, dem Strandbad sein altes Flair und damit seine Attraktivität zurückzugeben”, betonte auch Bürgermeister Dr. Peter Kurz. Nach dem Willen der SPD-Politiker sollen die interessierte Bürgerschaft inklusive der beiden Bürgerinitiativen, der Lok. Agenda 21 und der Bezirksbeirat Gelegenheit erhalten, sich an der Diskussion über die gastronomische Konzeption und die bauliche Gestaltung zu beteiligen. Dies gelte auch für die verkehrspolitischen und ökologischen Aspekte. pm/red
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23. Feb. 2007 |
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AMTSBLATT MANNHEIM NR. 7
Neue Perspektive fürs Strandbad
SPD-Fraktion will altes Flair wieder aufleben lassen
"Es wird Zeit, dass sich beim Strandbad endlich etwas tut", dieser Forderung der Neckarauer Stadträtin Karin Steffan werden sich wohl viele Mannheimerinnen und Mannheimer gerne anschließen. "Deshalb begrüßen wir es, dass jetzt die Gastronomie neu ausgeschrieben wird und die Stadt Mannheim ausdrücklich Vorschläge erwartet, die auf eine Sanierung und damit den Erhalt des alten Gebäudes abzielen", so Karin Steffan. Diesen neuen Sachstand konnte SPD-Fraktionschef Stefan Fulst-Blei in einem Gespräch Vertretern der "Bürgeraktion Strandbad Neckarau" mitteilen. Die Bürgeraktion war aufgrund der von Fulst-Blei angeregten "Neuen Sachlichkeit" auf die SPD zugekommen. An dem Gespräch vor Ort waren auch die Stadträte Prof. Dr. Jörg Schmidt und Prof. Dr. Horst Wagenblaß sowie SPD-Fraktionsgeschäftstführer Helmut Lupke beteiligt. Übereinstimmend kam man zu dem Ergebnis, dass man sich nicht auf eine bestimmte Form der Gastronomie festlegen wolle, jedoch sollten Gestalt, Charakter und Dimension des jetzigen Komplexes in etwa erhalten bleiben. Wichtig sei, dass nun endlich Schritt für Schritt eine Neubelebung des Standbades in Angriff genommen werde und der gastronomische Betrieb die Interessen einer breiten Bevölkerung berücksichtige.
Dr. Fulst-Blei unterstrich die Bedeutung der Einbindung der Bürgerschaft in die weitere Projektumsetzung: „Die SPD-Gemeindefraktion möchte, dass die gesamte interessierte Bürgerschaft, die beiden Bürgerinitiativen, die Lokale Agenda 21 und auch der Bezirksbeirat Gelegenheit erhalten, sich an der Diskussion über die gastronomische Konzeption und die bauliche Gestaltung zu beteiligen. Dies gilt auch für die verkehrspolitischen und ökologischen Aspekte. Die SDP hat dies von Anfang an vertreten." Fulst-Blei erinnerte daran, dass seine Fraktion bereits 2004 versucht habe, erste Mittel für die Strandbadgestaltung in den städtischen Haushalt einzustellen. Dies war am Widerstand von CDU und ML gescheitert.
Unterstützung erhält Fulst-Blei von Bürgermeister Dr. Peter Kurz. Der Kandidat für die Oberbürgermeister-Wahl am 17. Juni spricht sich ebenfalls für eine zeitnahe Umsetzung unter Einbeziehung der Bürgerschaft aus. „Das Strandbad ist ein wichtiges Stück Mannheim. Unser Ziel ist es, dem Strandbad sein altes Flair und damit seine Attraktivität zurückzugeben.“
Mehr Informationen unter Telefon 293-2090, per Mail unter spd@mannheim.de sowie im Internet unter www.spd-gemeinderatsfraktion.de
Günther Kirchner, Stadträtin Steffan,
Bürgermeister Dr. Kurz, Stadtrat Prof. Wagenblaß
und Altstadtrat Wetzel beim Ortstermin
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15. Feb. 2007
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maier - das stadtmagazin

"Mach dir einen schönen Tag" heißt die neue CD von Roland "Herbie" Herbe. Wer als Mannheimer am 6. Januar diese Aufforderung auch nur im Ansatz ernst genommen hat, hatte nur eine Möglichkeit: den Neujahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten zu besuchen. Das ist so eine schöne Sache. 50 aufregend. 50 spannend. Und dabei so vertraut. Leider war es der letzte Neujahrsempfang von Gerhard Widder. Wir hoffen aber sehr, dass der neue Oberbürgermeister diesen schönen Brauch beibehalten und auch künftig nicht auf das Highlight verzichten wird - den "Talk mit den Sternsingern".
Empfindlich gestört wurde diese harmonische Veranstaltung nur durch Mitglieder der Bürgerinitiative "SOS Strandbad", die den Neujahrsempfang nutzten, um darauf hinzuweisen, dass sich in der Frage einer Gastronomie am Strandbad immer noch nichts getan hat. Immerhin waren die Mitglieder der Bürgerinitiative so freundlich, ihre Plakate so zu gestalten, dass sie nicht gleich als Protest zu identifizieren waren - nämlich im Layout der offiziellen Jubiläumsplakate, inklusive der gelben Bubbles. Wer mehr über das Strandbad wissen will, sollte sich übrigens die oben genannte CD von Herbie besorgen. In dem Titelsong "Mach dir einen schönen Tag" bringt er seine "Erinnerung an das Strandbad und seine Verbundenheit mit diesem Ort und dem Gebäude" zum Ausdruck. Es soll übrigens nicht verschwiegen werden, dass insbesondere bei lokalpatriotisch veranlagten Menschen sicher auch die Lieder "Isch bin än äschda Mannemer" (in einer Ska-Version), "Uff de Woistroß in de Palz" und "Isch will in die Popakademie" Gefallen finden werden.
Übrigens: Heidelberg ist Mannheim ja einen Schritt voraus und hat schon einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Aus diesem Anlass hätten wir noch einen Buchtipp: "Im Wurzelwerk der Demokratie - Ausgewählte Reden einer Oberbürgermeisterin 1990 - 2006". Das neue Werk von Beate Weber wird sicher in den kommenden kalten Tagen viel menschliche Wärme spenden.
NH. FOTO: JUTTA RUNO
Homepage von maier: www.godelta.de
Übrigens, die CD von Herbie kann hier bei uns bestellt werden -> e-shop
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Februar 2007
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Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion:
Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte uns zur Verfügung stellen, wir möchten sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades können wir auch gebrauchen.
An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Trifelsring 17, 67117 Limburgerhof, Tel.: 06236 462961
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