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Neckarau: Bezirksbeirat begrüßt Vorhaben der Stadt bei der Erneuerung der Gaststätte
Arbeiten am Strandbad sollen noch im Oktober beginnen
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
„Der Wettbewerb ist abgeschlossen, das Geld ist da, es kann also gebaut werden”: So einfach stellt sich die Situation nach den Worten von Wolfgang Raufelder am Strandbad dar. Der Stadtrat leitete die Sitzung des Neckarauer Bezirksbeirates, gleich zu Beginn der Beratungen verkündete er die Information. „Es wird auch gebaut”, versicherte Marcus Becker vom Fachbereich Sport und Freizeit und schaute in die zufriedenen Minen der Stadtteilpolitiker.
„Wir sind sehr froh, dass es endlich voran geht”, erklärte Mathias Kohler von der SPD-Bank und löste damit ein gleich lautendes Echo vom CDU-Tisch aus. Dort ließ sich Wolfgang Taubert entsprechend vernehmen. Und schließlich mochte auch Elke Zimmer von den Grünen nicht zurückbleiben. Es war deutlich: Der Stadtteil atmet nach dem jahrelangen Hickhack um die Strandbadgaststätte auf.
Bisher keine Einsprüche
Beckers Ausführungen zufolge soll es nun recht zügig vorangehen. Noch bis Ende Oktober rechnet er mit dem Beginn der Abbrucharbeiten am Strandbadgebäude. Bereits im Frühjahr 2009 kann mit dem Bau der neuen Gaststätte begonnen werden. Wie lange es dauert, bis sie eröffnet wird, wollte Kohler wissen. Doch da mochte sich der städtische Mitarbeiter nicht festlegen. Wie ein gebranntes Kind ist die Stadt nach den Erfahrungen in der Vergangenheit vorsichtig: „Man weiß nicht, ob da nicht wieder Einsprüche kommen”, erklärte Becker. Auf eine entsprechende Frage von Taubert entgegnete er allerdings, dass bislang keine bei der Stadt eingegangen seien.
Verzögerungen könnte es aber am Ort aufgrund der Bodenbeschaffenheit geben. Auf Drängen der Bezirksbeiräte ließ sich Becker doch entlocken, dass er auf ein Bauende noch im Spätjahr 2009 hoffe. Sitzungsleiter Raufelder dankte auch den Neckarauern, die sich mit Vehemenz für die Neugestaltung des Strandbades eingesetzt und erreicht haben, dass die neue Gaststätte ähnlich ihrer Vorgängerin über eine Terrasse verfügt und auch der volkstümliche Charakter des Strandbades gewahrt bleibt. Wie mehrfach berichtet, ist das traditionsreiche Gebäude aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts am Strandbad von allmählichem Verfall betroffen. Gutachten hätten ergeben, so die Auskunft der Stadt, dass es nicht zu erhalten sei. Bei einem ausgeschriebenen Wettbewerb setzte sich der Entwurf des Architektenbüros Blocher, Blocher und Partner durch. Der nähert sich dem noch stehenden Gebäude an, setzt aber deutlich eigene Akzente. „Die Herausforderung war”, erklärte bei der Vorstellung der Pläne im vergangenen Sommer Architekt Wolfgang Mairinger, „die Struktur des Flusses und der Strandpromenade aufzugreifen.” Das ist gelungen, jedenfalls überzeugte die Lösung die Jury unter der Leitung von Professor Johann Eisele.
Wegen Hochwassergefahr steht das künftige Gebäude auf Betonstützen, zwischen denen freier Raum ist. Sie tragen das parallel zur Promenade verlaufende Restaurant mit rund 100 und eine Terrasse mit etwa 200 Plätzen. Ein mobiler Kiosk kann nach Bedarf zwischen die Stützen gestellt werden.

Wenn es nach den Plänen der Stadt geht, soll noch in diesem Monat das alte Strandbadgebäude aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgerissen werden. Im Frühjahr 2009 wird mit dem Neubau begonnen. Bei einem Wettbewerb setzte sich der Entwurf des Architektenbüros Blocher, Blocher und Partner durch (Bild). BILD: JAN
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17. 10. 2008 |
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NEWSLETTER vom 24. Juli 2008
S P D – G E M E I N D E R A T S F R A K T I O N
GEMEINSAM MANNHEIM BEWEGEN
7. SPD: Neues Strandbad vor der Realisierung
Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei: „Architektenentwurf für das neue Gebäude und Betreiberkonzept überzeugen.“
„Seit zehn Jahren schon verfolgt die SPD-Gemeinderatsfraktion das Ziel, das Strandbad attraktiver zu machen und als Treffpunkt für Jung und Alt zu erhalten. Nun steht einem Neubau des Strandbad-Gebäudes nichts mehr im Weg”, fasst Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei den Stand der Entwicklung zusammen. Am Dienstag ermächtigte der Hauptausschuss des Gemeinderats die Verwaltung, das Architekturbüro Blocher, Blocher Partners, das als Gewinner aus dem Wettbewerb für ein neues Strandbadgebäude hervorgegangen ist, mit den Planungen zu beauftragen und auf Grundlage der Betreiberausschreibung einen Pachtvertrag zu verhandeln.
Als Bauherr des neuen Strandbadgebäudes ist die GBG vorgesehen. Die Stadt überlässt ihrer Tochter das Gelände des Gaststättengebäudes im Wege des Erbbaurechts für eine Laufzeit von 36 Jahren. Die GBG reißt das alte Gebäude ab und errichtet ein neues auf Grundlage des Siegerentwurfs von Blocher, Blocher Partners. Die Stadt mietet dann das Gebäude, und die GBG hält es instand.
„Dies ist ein gangbarer Weg für uns, der sicher stellt, dass der Neubau in absehbarer Zeit, d.h. für uns: bis zum nächsten Jahr, errichtet und die Gaststätte in Betrieb genommen werden kann”, begrüßt die Neckarauer Stadträtin Karin Steffan den Vorschlag der Verwaltung. Dr. Fulst-Blei fügt hinzu: „Der Entwurf des siegreichen Architektenbüros, der sich stark an das bisherige Gebäude anlehnt, hat uns überzeugt, und auch der vorgesehene Betreiber erfüllt die Vorgaben für einen ganzjährigen Gaststättenbetrieb mit einem für breite Bevölkerungsschichten attraktiven Konzept.” Karin Steffan zeigt sich zufrieden, dass eine sog. Eventgastronomie mit entsprechenden Natur-, Lärm- und Verkehrsbelastungen ausdrücklich ausgeschlossen wurde.
Gleichzeitig wird das von engagierten Nutzern gemeinsam mit der Verwaltung erstellte Nutzungskonzept umgesetzt. „Für die SPD-Fraktion möchte ich mich an der Stelle noch einmal herzlich für das Engagement vieler Beteiligter bedanken - hier sind vor allem Neckarauer Bezirksbeiräte aller Parteien, Vertreter der Lokalen Agenda 21 Neckarau, die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads”, der Förderverein „Mannheimer Strandbad (MASTRA) e.V.”, DLRG, Migrationsbeirat, Seniorenbeirat und Jugendförderung zu nennen”, betont Fraktionsvorsitzender Dr. Fulst-Blei.
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24. 07. 2008 |
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Mannheim Süd
Neckarau: Planungen für neues Gastronomiegebäude nehmen Konturen an / Frühere Kritik der Initiativen berücksichtigt
Stadt macht Ernst am Strandbad
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Das Ende des Verfalls am dem Strandbad scheint absehbar. Wie bereits kurz berichtet, initiierte die Stadt auf der Suche nach einer Lösung für die künftige Gastronomie auf dem „Mannheimer Lido” einen Architekten-Wettbewerb. Fünf Entwürfe standen zur Entscheidung, die eigens eingesetzte Jury wählte die Pläne der Architektengemeinschaft Blocher Blocher Partners. Ein Büro, das in Mannheim nicht unbekannt ist; auf dessen Konto gehen unter anderem die Pläne für die Restaurierung des Mannheimer Schlosses und des Engelhorn-Kaufhauses in den Planken.
Wie der Leiter der Jury, Professor Johann Eisele, vor der Presse erläuterte, habe der favorisierte Entwurf durch die Einfachheit in der Gebäudestruktur überzeugt. Sie orientiere sich an dem Wesen des Ortes und folge der Uferpromenade. Überzeugend sei die sichtbare Offenheit für Besucher und Promenierende.
Sicher ist, dass die Mannheimer nicht mit einer gänzlich neuen Architektur überrascht werden. Die Pläne lassen ein Gebäude erahnen, das mit dem bisherigen Ähnlichkeiten aufweist. Auffallend ist das lang gezogene Restaurant und die Terrasse davor. Beide ruhen auf etwa 2,80 Meter hohen, frei stehenden, also unverbauten Betonstelzen. „Damit ist die Terrasse über dem letzten Jahrhunderthochwasser gebaut”, erklärte Professor Eisele.
Zusätzlich sehen die Architekten ein mobiles Kiosk vor, das zwischen die Stelzen unter der Terrasse stehen oder neben dem Gebäude gestellt werden kann. Bei der Vorstellung der Pläne bemerkte die für Bäder zuständige Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer, dass der Entwurf dem Charakter des Strandbades ausgezeichnet entspreche.
Zufrieden zeigte sich auch Günther Kirchner, der sich mit seiner Initiative massiv gegen die Pläne der Eichbaum-Brauerei wandte. Das Unternehmen wollte das alte Gebäude abreißen und an dessen Stelle mobile Pavillons aufstellen.
Zwar muss auch jetzt das inzwischen morsche Gemäuer abgerissen werden, doch an dessen Stelle entsteht ein neues, das einen volkstümlichen Charakter haben soll, so wie es die Freunde des Strandbades und die Lokale Agenda 21 gefordert haben. Sie hatten sich vor allem gegen eine Gastronomie mit gehobenem Charakter gewandt, befürchteten gar aufwändige Feste, die nach ihrer Überzeugung einen schwer wiegenden Eingriff in die Natur am und um das Strandbad bedeuten würden.
Als Bauherr tritt die Stadt auf, die sich den Bau rund 1,3 Millionen Euro kosten lässt. Dafür behält sie einen Einfluss auf die Auswahl des Betreibers. Auch da sei ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Vor zwei Jahren nahmen Günther Kirchner und seine Freunde symbolisch den Spaten in die Hand, um auf die Situation des maroden Gastronomiegebäudes am Strandbad hinzuweisen. Sie freuen sich nun über die Planungen für ein neues Gebäude. BILDER (2): JAN
Anmerkung der Red. SOS-Strandbad:
Die Bildunterschrift "Sie freuen sich nun über die Planungen für ein neues Gebäude" stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. Herr Kirchner hat als Vertreter der sog. Bürgeraktion sich als einziger von allen Teilnehmern im kooperativen Planungsverfahren vehement gegen einen Architektenwettbewerb ausgesprochen.
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04. 07. 2008 |
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„Mannheimer Lido”: Gastronomiebetrieb voraussichtlich im Sommer 2009
Würfel am Strandbad gefallen
Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer kennt lediglich das Modell und die Zeichnung der künftigen Strandbad-Gaststätte, kann sich aber schon jetzt ausmalen, wie sie auf der Terrasse sitzt und den Sonnenuntergang verfolgt. Sie muss sich gedulden, und zwar voraussichtlich bis Sommer 2009. Bis dahin soll nach den Vorstellungen von ihr und ihrem Kollegen Bürgermeister Lothar Quast das Gebäude stehen, dessen Entwurf sich bei einem Architektenwettbewerb gegen vier weitere durchgesetzt hat.
Wie mehrfach berichtet, ist das traditionsreiche Gebäude aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts am Strandbad dem allmählichen Verfall anheim gegeben. Nicht mehr lang. Zwar muss der Gemeinderat noch seine Zustimmung für die Realisierung und Finanzierung eines Neubaus – die Rede ist von rund 1,3 Millionen Euro – geben, doch dann kann die Ruine abgerissen und der Entwurf des Architektenbüros Blocher, Blocher und Partner umgesetzt werden.
Aus den Zeichnungen und Bildern geht hervor, dass sich der favorisierte Entwurf am ehesten dem ehemaligen Gebäude annähert, ohne freilich eigene Akzente zu setzen. „Die Herausforderung war”, erklärte Architekt Wolfgang Mairinger, „die Struktur des Flusses und der Strandpromenade aufzugreifen.” Die Lösung überzeugte die Jury unter der Leitung von Professor Johann Eisele. Und auch Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz sei, wie Quast berichtete, von der Lösung begeistert.
Wegen Hochwassergefahr steht das Gebäude auf Betonstützen, zwischen denen freier Raum ist. Sie tragen das parallel zur Promenade verlaufende Restaurant mit rund 100 und eine Terrasse mit etwa 200 Plätzen. Ein mobiler Kiosk kann zwischen die Stützen gestellt werden. Es fehlt nur noch der Pächter, doch auch da sei die Stadt bereits in Verhandlungen, erklärte Bürgermeisterin Warminski-Leitheußer. jan
AUSSTELLUNG
Die fünf Entwürfe für ein neues Strandbad-Restaurant werden am Montag, 7. Juli, 8 bis 16 Uhr, und am Dienstag, 8. Juli, 15 bis 18 Uhr, im Bürgerdienst Neckarau (Rathaus), Rheingoldstraße 14, öffentlich ausgestellt.

Der Entwurf des Büros Blocher, Blocher und Partner für das Gastronomie-Gebäude am Strandbad überzeugte die Jury.
BILD: JAN
Bilder von der Ausstellung
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03. 07. 2008 |
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Planungswettbewerb Gastronomiegebäude
Strandbad in Mannheim-Neckarau |
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Pressemitteilung
Die Stadt Mannheim beabsichtigt das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gebaute und inzwischen marode Gebäude am Rhein „Strandbad Neckarau” durch ein neues Gaststättengebäude zu
ersetzen.
Diese Strandbadgaststätte soll im Ganzjahresbetrieb Besucher und Besucherinnen aus Mannheim
und der näheren Umgebung zur Verfügung stehen.
Nachdem die Stadt Mannheim/FB Sport und Freizeit die Entscheidung zur Durchführung eines
Planungswettbewerbes im Rahmen eines Einladungswettbewerbs getroffen hatte, wurde die
Wettbewerbsvorbereitung, Durchführung und Koordination sowie die Vorprüfung der MWS
Bauconsult GmbH, Mannheim, übertragen.
Im Mai 2008 wurde der von der MWS Bauconsult erstellte Auslobungstext an fünf ausgewählte
Architekturbüros versandt.
Die fünf Arbeiten gingen termingerecht bei der MWS Bauconsult ein.
Die Vorprüfung erfolgte durch die MWS Bauconsult. Das Ergebnis wurde der Jury, am Montag,
30.06.2008, unter der Leitung des Architekten Herr Professor Eisele vorgelegt und erläutert.
Die Arbeit des Architekturbüros Blocher, Blocher & Partner wurde von der Jury einstimmig zur
Ausführung empfohlen.
Zur Entscheidungsfindung hatten insbesondere folgende Gründe geführt:
- Die Einfachheit in der Gebäudestruktur und die architektonische Erscheinungsform
überzeugt uneingeschränkt.
- Das Wesen des Ortes reflektierend, ein lineares der Uferpromenade folgendes Gebäude.
- Die Pergolakonstruktion aus Holz verleiht der Gesamtanlage eine filigrane
Erscheinungsform.
- Die sichtbare Offenheit für Besucher und Promenierende.
- Die sinnvoll angeordneten, großzügigen Nutzungsbereiche mit Rheinblick für die Gäste.
- Nachvollziehbare Darlegung der Herstellungskosten mit der Anordnung von nur wenigen
Gebäudeteile im Hochwasser bedrohten Bereich.
Herr Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz kommentiert die Entscheidung der Jury:
„Das Strandbad ist ein ganz wichtiger identitätsstiftender Teil Mannheims. Ich begrüße es daher
sehr, dass die vom Preisgericht einstimmig empfohlene Arbeit die klassische Gestaltung des
Strandbades aufnimmt”.
Die öffentliche Ausstellung der eingereichten Arbeiten der fünf Architekturbüros
- ARGE motorplan/motorlab
- Blocher, Blocher + Partner
- Fischer Architekten
- Naumer Architekten
- Schmucker + Partner
findet im Bürgerdienst Neckarau, Rheingoldstr. 14, 68199 Mannheim am Montag, 07. 07. 2008
von 08.00 - 16.00 Uhr und Dienstag, 08.07.2008 von 15.00 - 18.00 Uhr statt.
02. Juli 2008
Bilder von der Ausstellung
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02. 07. 2008 |
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Amtsblatt Stadt Mannheim
„Eine große Freizeiteinrichtung”
MANNHEIM SERIE AUS DEM HAUSHALT:
In das Strandbadgelände wird 1 Million Euro investiert
Das Strandbad – die Rheinschleife zwischen den Rheinkilometern 419 und 420 im Stadtteil Neckarau – stand in den vergangenen Jahren mehrfach in der Diskussion. Mit der Entscheidung des Gemeinderates in den Etatberatungen wird die Stadt im aktuellen Doppelhaushalt 1 Million Euro am beliebten Ausflugsziel und Naherholungsgebiet investieren und brachte so frischen Wind in die scheinbar schon festgefahrenen Positionen.
Schon bei den ersten Sonnenstrahlen wandern Erholungssuchende ans Strandbad. Gemeinsam mit Bürgern und Interessensgruppen entwickelte die Verwaltung ein Handlungskonzept für den beliebten Rheinkilometer und vor allem das Gastronomiegebäude.
FOTO: KUNZ
„Die Verwaltung wird beauftragt, die Handlungsempfehlungen der kooperativen Planungsgruppe für das Strandbad umzusetzen”, heißt es nüchtern in der Beschlussvorlage. „Es läuft bereits eine Betreiberausschreibung für die Gaststätte Strandbad”, erklärte Marcus Becker, im Fachbereich Sport und Freizeit auch zuständig für den beliebten Rheinkilometer. Diese Suche war den baulichen Tätigkeiten voran gestellt, damit der Gastronom im Anschluss seine Vorstellungen im Rahmen der Architekturplanungen mit einbringen kann. „An einem Neubau der Gaststätte führt nach Expertenmeinung kein Weg vorbei. Die vorhandene Bausubstanz gibt keine sinnvolle Sanierung her”, betont Becker mit Blick auf den 1927 eingeweihten, beliebten Stelzenbau.
Die Entscheidung werde mittlerweile von allen Seiten getragen, betont Becker mit Blick auf mehrere Interessensgruppen, die sich am Strandbad gebildet hatten. Nach drei Vorbereitungs- und Planungsgesprächen mit allen Beteiligten entwickelte das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung, Stuttgart, eine Handlungskonzeption mit 13 Punkten für die künftige Nutzung und Verwaltung des Geländes. Wichtig sei dabei die Vernetzung der Gesprächspartner gewesen. Gemeinsames Ziel. sei es schließlich, das Angebot auf der Reißinsel attraktiv zu halten.
Von der Kontrolle des Grillbetriebes über den barrierefreien Zugang auf das Gelände bis hin zum nach wie vor - bestehenden Badeverbot im Rhein und der Einhaltung der Strandbadordnung reichten die Diskussionsthemen. Die größte Herausforderung blieb dabei jedoch die Gaststättenkonzeption. Hier ist eine Ganzjahresnutzung, aber keine so genannte „Eventgastronomie” im Naturschutzgebiet gewünscht. Die Planungsgruppe befürwortete dabei mehrheitlich die Investitionen der Stadt in das Gastronomiegebäude. Dadurch werde eine hohe Qualität der Maßnahme ebenso sichergestellt, wie auch ein gewisser „ästhetischer Anspruch”, so das Credo. Das hatte auch Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Etatrede unterstrichen: „Die Sicherstellung einer qualitätsvollen Architektur in einer angemessenen Gastronomie ist letztlich ausschlaggebend für das Gesamterscheinungsbild des Strandbades.”
Immerhin handele es sich um eine der größten Freizeiteinrichtungen dieser Stadt. Über eine längerfristige Verpachtung und dadurch höhere Pachteinnahmen könne die Baumaßnahme zumindest zum Teil wieder refinanziert werden. Einigkeit herrschte darin, dass Beschränkungen hinsichtlich der Öffnungszeiten der Strandbadgaststätte analog auch für die Bewirtschaftung des Strandbadgeländes, insbesondere für den Grillbereich, gelten müsse.
Zusätzliche Spielmöglichkeiten, eine Entlastung des Grillbereiches etwa durch weitere Angebote am Neckarufer, Baum- und Heckenpflanzungen zur räumlichen und optischen Abgrenzung der verschiedenen Bereiche, standen in der Runde weiterhin auf dem Wunschzettel. Gelobt wurde von den Moderatoren der Planungsgruppe das große Engagement aller Beteiligten und der erkennbare Wille zum Kompromiss. Schließlich hatten die unterschiedlichen Interessenslagen seit mehreren Jahren ein breit getragenes Gesamtkonzept verhindert. Um so schöner sei es, über das Jahr 2007 hinweg nun einen gangbaren Weg entwickelt zu haben. „Diese Handlungsempfehlungen zur Nutzung, Erreichbarkeit und Betrieb des Strandbades sollte nun zügig in Angriff genommen werden”, so der Rat der Projektentwickler aus Stuttgart, der auch im Sinne von Bürgerschaft und Verwaltung liegt. (voe)
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27. 03. 2008 |
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Auszug aus:
MEIER-Interview mit dem Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz
Und nun, Herr Kurz?
...
MEIER: Zum Thema Bürgerbeteiligung: Gibt es ein Beispiel, wo das optimal gelaufen ist?
Kurz: Beim Strandbad. Alle, die sich intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt haben, Bürger, Experten in der Verwaltung, Experten von außen, haben eine Planung entwickelt. Das ist per se noch keine demokratische Legitimation. Die holen wir jetzt
ein, indem der Gemeinderat darüber abstimmt.
...
Das ganze Interview ist zu lesen in der meier März-Ausgabe.
Mehr zu meier: www.godelta.de
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März 2008 |
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www.morgenweb.de - 5. März 2008
Abgestimmt
Bäder werden saniert
Grünes Licht gaben die Stadträte für
Bäder-Sanierungen: So wird nicht
nur die Fassade des Herschelbades
erneuert. Auch auf der Vogelstang
steckt die Stadt über eine Million
Euro in die Dachsanierung. Außerdem
bewilligte der Gemeinderat das
lang ersehnte Konzept für eine Aufwertung
des Strandbades.
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05. 03. 2008 |
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www.morgenweb.de - 30. Januar 2008 S. 15
Hauptausschuss: Grünes Licht für Betreiberausschreibung
Bewegung beim Strandbad
Nach langen Jahre der Diskussionen – vor allem mit der Bürgerschaft – gaben gestern Politiker aller Parteien im Hauptausschuss grünes Licht für eine Neukonzeption am Strandbad Neckarau. Sie beschlossen ohne Gegenstimme, dass die Stadt eine Betreiberausschreibung und einen Architektenwettbewerb auf den Weg bringen soll. Vom „erfreulichen Ende einer Hängepartie” und „einem guten Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung” war anschließend die Rede. Die Stadt bezuschusst das Projekt am Rhein mit einer Millionen Euro, der Investitionsbedarf sei aber höher, erklärte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, dass die Gesamtkosten auch über die Gaststätten-Pacht aufgebracht werden. Die CDU regte an, die Promenade ebenfalls neu zu gestalten. aph
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30. 01. 2008 |
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Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion:
Wer einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht veröffentlicht worden ist: bitte an die Internetredaktion schicken, wir machen ihre Meinung öffentlich. Wer Presseartikel zu unserem Anliegen gesammelt hat, bitte uns zur Verfügung stellen, wir möchten sie hier im Pressearchiv darstellen. Auf Wunsch werden sie auch wieder zurückgeschickt. Fotos aus besseren Zeiten des Strandbades können wir auch gebrauchen.
An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Trifelsring 17, 67117 Limburgerhof, Tel.: 06236 462961
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