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RÜCKBLICK SÜD
Erster Spatenstich am Strandbad nach turbulenten Debatten
Fröhliche Gesichter beim ersten Spatenstich zum Neubau der Gaststätte am Strandbad: Doch so unbeschwert war der Weg bis zu diesem Ereignis am 11. Dezember mitnichten. Vielmehr waren heftige Diskussionen über die Gestaltung des Strandbades und über die Kosten der zu bauenden Gaststätte vorausgegangen. Nachdem das alte Gebäude abgerissen worden war, ging es darum, wie ein Nachfolgebau aussehen soll. Im Gespräch waren sogar mobile Pavillons, die im Frühjahr aufgestellt und in der kalten Jahreszeit abgebaut würden. Dagegen rührte sich in Neckarau ein heftiger Widerstand. Die Stadt sah sich genötigt, einen Architekturwettbewerb für einen festen Bau auszuschreiben. Gewonnen hat ihn das Büro Blocher Blocher Partners. Kalkuliert war er auf rund 1,6 Millionen Euro. Doch beim näheren Hinschauen stellte sich heraus, dass dies bei weitem nicht für einen Ganzjahresbetrieb – so die Vorgabe – reicht. Es fehlten wichtige Räume und Einrichtungen. Eine Überarbeitung der Planung ergab nunmehr Kosten von rund drei Millionen Euro. Ein schwerer Brocken für den Gemeinderat, der die Kosten bewilligen sollte. Nach heftigen Debatten haben die Stadträte mehrheitlich den höheren Kosten zugestimmt. Der Bau wird sich voraussichtlich bis zum Herbst 2010 hinziehen. Dann soll aber – so die Planung – auch das Gelände neu gestaltet werden. jan/BILD: PROSSWITZ
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30. 12. 2009
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Spatenstich am Strandbad: Im Vordergrund ein Armierungseisen des alten Strandbad-Fundaments, auf das der Neubau gegründet wird. BILD: POSSWITZ
Strandbad: Baubeginn am Montag / Lokal-Neubau soll Vorbild zur Verringerung von Kohlendioxid werden
Klima-Modell grünes Gasthaus
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Am Montag geht's los: Das Bauunternehmen Eisenbiegler aus Bühl/Baden wird den Rohbau der neuen, vom Architekturbüro Blocher geplanten Strandbad-Gaststätte errichten, die Arbeiten beginnen drei Tage nach dem ersten Spatenstich, zu dem die GBG Mannheimer Baugesellschaft gestern in den Neckarauer Rheinbogen eingeladen hatte. GBG-Chef Wolfgang Bielmeier und Mahjid Koshlessan von der GBG-Tochter MWS Bauconsult, die das 3,1-Millionen-Euro-Vorhaben als Projektsteuerer leitet, zeigten sich mit Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer und MVV-Vorstand Dr. Werner Dub optimistisch, im nächsten Sommer den ersten „Sundowner” auf der Terrasse der Gaststätte genießen zu können.
Green Building-Standard
Und der Genuss des Dämmerschoppens soll ohne Reue sein: Heizung, Kühlung, Beleuchtung und Küche des neuen Gebäudes, das mit Hilfe der MVV Energie AG nach dem europäischen Green Building-Standard errichtet wird, kommen hundertprozentig ohne fossile Brennstoffe aus. Sonnenzellen und Wärmepumpen liefern die Energie und sparen gegenüber konventioneller Bauweise etwa 40 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein. Die für Neubauten nach dem Baugesetz geltenden Öko-Grenzwerte unterschreitet der Green Building-Standard um 25 Prozent. Das Mannheimer Strandbad sei somit in ganz Deutschland die erste klimaschonende Gaststätte ihrer Art, wie Dub unterstrich.
Die Baugenehmigung schreibt für das Lokal mit 135 Plätzen im Inneren und weiteren 200 Plätzen im Außenbereich unter anderem die Verwendung heimischer Holzarten und die Bepflanzung der Außenanlagen mit den typischen Pflanzenarten aus dem umgebenden Naturschutzgebiet vor, wie Josef Krah, Leiter des Rathaus-Fachbereichs Baurecht und Umweltschutz, erläuterte.
Strandbad-Finanzen
- Um den Ganzjahresbetrieb sicherzustellen,
belaufen sich die Gesamtkosten für das neue Strandbad auf ca. 3,1 Millionen Euro
- Diese Summe finanziert die GBG mit
Hilfe einer Kapitalerhöhung von
900 000 Euro aus dem Stadtsäckel
und Krediten, die sie aufnimmt.
- Die Stadt bezahlt der GBG im
Gegenzug 25 Jahre lang eine Garantie-
Jahresmiete von 100 000 Euro und verpachtet die Gaststätte.
- Ein Gastro-Betreiber steht noch
nicht fest, das Objekt wird für Interessenten ausgeschrieben.
lang
Wie sehr das Strandbad den Mannheimern am Herzen liegt, zeigten zum einen die zahlreichen Gäste, allen voran Landtagsabgeordnete Helen Heberer und SPD-Fraktionschef Dr. Stephan Fulst-Blei. Neben den „Offiziellen” aus dem Rathaus waren trotz regnerisch-nasskalten Wetters auch die engagierten Neckarauer nach Jahrzehnten des Streits ums Strandbad zum versöhnlichen Schluss erschienen. So zeigten sich unter anderen Altstadtrat Helmut Wetzel, der ehemalige Chef der Gemeinschaft der Selbständigen, Günter Herbert, Architekt Klaus Mütsch, Strandbad-Aktivist Günter Kirchner und Ex-Bezirksbeirat Rudolf Höcker durchaus von den Plänen überzeugt, wenn auch Höcker kritisierte, dass die Gaststätte mit den Privat-Grillern im östlichen Teil des Strandbads „große Schwierigkeiten” haben werde.
Zum Appell, die Auseinandersetzungen der Vergangenheit zu beenden, passte auch eine Nachricht, die gestern rechtzeitig zum Spatenstich aus Karlsruhe kam. Das Regierungspräsidium wies eine Beschwerde der Mannheimer Liste (ML) zurück, die den nichtöffentlichen Gemeinderatsbeschluss zum Neubau der Gaststätte im Sommer gerügt hatte. Die ML hatte durch „Form und Inhalt des Beschlusses die Gemeindeordnung verletzt und damit ihre Rechte als Stadträte gravierend beeinträchtigt” gesehen. Die finanziellen Risiken des Projekts seien nicht ausreichend dargelegt und der Geschäftszweck der GBG verletzt worden.
Das Regierungspräsidium sah jedoch „in keinem Punkte Veranlassung zur rechtsaufsichtlichen Beanstandung”. Die GBG, so Bielmeier, besitzt und betreibt neben ihrem Wohnungsbestand für die Stadt rund 200 Gewerbe-Immobilien, darunter das Hallenbad Waldhof-Ost.
Mannheimer Morgen
12. Dezember 2009
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12. 12. 2009
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Neues Strandbadlokal im Sommer fertig
Erster Spatenstich für den Bau eines drei Millionen Euro teuren Gaststättengebäudes - Suche nach Pächter geht weiter
Von Gerhard Bühler
Der Stillstand am Strandbad hat ein Ende. Nach Jahren der Diskussion wird Ersatz für die seit 2004 geschlossene und inzwischen abgerissene Gaststätte geschaffen. Mit dem ersten Spatenstich hat gestern der Neubau des Gebäudes durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG begonnen. Die Kosten werden auf drei Millionen Euro geschätzt. Die Suche nach einem Betreiber beginnt unter neuen Bedingungen nochmals von vorn. Die Fertigstellung wird für den Sommer 2010 erwartet.
Gebaut wird der Entwurf des Architekturbüros Blocher Blocher Partner, der aus einem Ideenwettbewerb im Juli 2008 als Sieger hervorgegangen war. Für Restaurant und Café sind im Obergeschoss ein Innenraum mit 135 und eine Terrasse mit 200 Plätzen vorgesehen. Zur Vorgeschichte: Nachdem sich nach langer Suche und einigen gescheiterten Anläufen kein geeigneter Pächter und Investor für die Strandbadgaststätte finden ließ, beschloss die Verwaltung im Vorjahr, einen Zuschuss von 1,6 Millionen Euro für die Errichtung eines neuen Gebäudes inklusive technischer Infrastruktur zu geben.
In einer zwischenzeitlichen Untersuchung waren jedoch auf Gastronomie spezialisierte Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass für einen erfolgreichen Betrieb in der gewünschten Größenordnung mehr Lager- und Kühlkapazität sowie eine bessere Lüftungsanlage erforderlich wären mit einem zusätzlichen Flächenbedarf von 100 Quadratmetern. Die Baukosten verdoppelten sich dadurch auf drei Millionen Euro, was politische Diskussionen über das Projekt nach sich zog. Schließlich beschloss der Gemeinderat diesen Sommer mehrheitlich den Bau.
Das Finanzierungskonzept sieht vor, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG das Gebäude errichtet und an die Stadt vermietet, die ihrerseits an den Gastronomiepächter untervermietet. Die Investition der Stadt soll damit bei einer Million Euro bleiben, den Rest finanziert die GBG vor, die einen jährlichen Pachterlös von 110.000 Euro zur allmählichen Tilgung der Baukosten erwartet. Die Mannheimer Liste sah durch diese Konstruktion die Haushaltsrechte des Gemeinderats beeinträchtigt und legte Beschwerde beim Regierungspräsidium in Karlsruhe ein. In einem gestern veröffentlichten Beschluss wurde diese jedoch zurückgewiesen.
„Ich freue mich, dass es endlich losgeht”, sagte gestern Bürgermeisterin Warminski-Leitheußer. Die beliebte Freizeitanlage brauche auch eine gute gastronomische Versorgung. FOTO: KUNZ
„Ich freue mich, dass es endlich losgeht”, sagte Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer, die Dezernentin für den Bereich Sport und Bäder, gestern. Sie betonte den Reiz des Strandbades und der umgebenden Natur des Waldparks. Es sei eine der meistbesuchten Freizeiteinrichtungen der Stadt, dazu gehöre auch eine bedarfsgerechte gastronomische Versorgung. Mit dem neuen Konzept sei auch ein rentabler Ganzjahresbetrieb möglich. Wie MVV-Vorstandsmitglied Werner Dub erklärte, werde das neue Gebäude als erste Gaststätte in Deutschland nach den hohen Klimaschutzbestimmungen des „Green-Building-Standards” gebaut. Strom und Wärme werden mithilfe einer Photovoltaik- sowie einer Solarthermie-Anlage gewonnen, die jährlich einige Tonnen Kohlendioxid einspart. Der Entwurf der Architekten für den zweigeschossigen Neubau orientiert sich mit seinen Betonstützen im offenen Erdgeschoss deutlich am Vorgänger. Für den Erhalt des historischen Strandbadlokals aus den 1920er Jahren hatten sich Bürgerinitiativen stark gemacht. Eine Sanierung erwies sich aber als wirtschaftlich nicht vertretbar. 2004 hatte es die Pächterin nach über 40 Jahren in Familienbetrieb verlassen.
Quelle:
DIE RHEINPFALZ
Ausgabe: Nr.289 Seite: Nr.26
Samstag, den 12. Dezember 2009
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12. 12. 2009
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So soll es aussehen (oben), das neue Strandbad. Unten die alte Strandbad-Gaststätte im Sommer 2002
Bilder: GEG/Tröster
Strandbad: Neue Gaststätte soll schon 2010 eröffnen / Heute erster Spatenstich nach jahrelangem Streit
Öko-Lokal im grünen Süden
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Ein Öko-Gebäude soll es werden, ein echter Beitrag zum Klimaschutz, und vor allen Dingen wieder der Naherholungstreff Nummer eins für die Mannheimer: Doch wenn Sportbürgermeisterin Gabriele Warminski-Leithäußer heute Nachmittag zum ersten Spatenstich für den Bau der neuen Strandbadgaststätte hinaus in den Neckarauer Rheinbogen kommt, sind am Ende einer beinahe zwei Jahrzehnte langen Auseinandersetzung um den Mannheimer Lido nicht alle glücklich.
CDU, ML und FDP im Gemeinderat zum Beispiel, denen die Kosten von über drei Millionen Euro für das Lokal schlicht zu hoch sind - „so viel Geld für eine Gaststätte, und das mitten in der Wirtschafts- und Finanzkrise”, so hatte CDU-Fraktionschef Carsten Südmersen bereits im Sommer sein „Nein” zum Strandbad begründet. Zumal in früheren Jahren mit Eichbaum bereits ein Pächter da gewesen sei, der auf eigene Kosten bauen wollte. Doch die Brauerei-Spezialisten hatten nach Jahren des Provisoriums und des Streits um Nutzungskonzepte entnervt das Handtuch geworfen.
Dass jetzt mit den Stimmen der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linkspartei doch ein ganzjähriger Betrieb des Lokals konzessioniert werden soll - wegen des angrenzenden Naturschutzgebietes und der deswegen erforderlichen Ruhephasen stets ein Streitpunkt - ist der Wirtschaftlichkeit des Betriebs geschuldet. Zwei Gutachter und der mögliche Betreiber, das Gastro-Unternehmen „Fody's”, hatten die von der Stadt geforderte Winterpause als nicht bezahlbar abgelehnt.
Den Bau – nach Plänen des Architektenbüros Blocher – übernimmt die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, eine städtische Tochter, die aus dem Stadtsäckel für das Vorhaben eine Kapitalerhöhung von 900 000 Euro erhalten hat. Die GBG finanziert die Gesamtkosten von 3,1 Millionen und erhält von der Stadt 25 Jahre lang 100 000 Euro Jahresmiete. Die Stadtverwaltung wird das Lokal schließlich an einen Betreiber verpachten, die Ausschreibung erfolgt demnächst.
Noch 2010, so die Pläne, soll das Lokal eröffnet werden. Ob die Konzeption aufgeht, wird sich aber erst 2011, wenn die erste volle Saison am neuen Mannheimer Lido gelaufen ist, erweisen.
Strandbad bei der Eröffnung 1927 Bild: ZG
Mannheimer Lido –
Beliebter Freizeit-Treff am Rhein
- 1927 wurde das Strandbad als Teil
des von Carl Reiß der Stadt geschenkten
Natur- und Freizeitparks eröffnet,
nachdem Uferpromenade und
Gebäude als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme errichtet worden waren.
- Im Zusammenhang mit der Diskussion
um das Naturschutzgebiet Reiß-Insel wurde Ende der achtziger Jahre
auch das Strandbad in Frage
gestellt. Das Tauziehen um verschiedene
Nutzungskonzepte dauerte fast
zwei Jahrzehnte. lang
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11. 12. 2009
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Bekanntmachungen:

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6. 11. 2009
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Bekanntmachungen:

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3. 11. 2009
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Neckarau: Bezirksbeirat beschäftigte sich mit Planungen am Strandbad
"Schwieriger Ritt" kurz vorm Ziel
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Genugtuung aufseiten der SPD und der Grünen, noch Vorbehalte wegen der Kosten bei CDU und Mannheimer Liste: Die Gestaltung des Strandbades, vor allem aber der Neubau der Gaststätte sowie eine Station der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Rhein standen im Fokus der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirates Neckarau, der ersten nach der Kommunalwahl vom 7. Juni. Bis zu der Wahl saß in dem Neckarauer Gremium auf der CDU-Bank Claudius Kranz. Inzwischen gewählter Stadtrat, leitete er die Sitzung des ihm vertrauten Kreises.
Der frisch gekürte Sitzungsleiter machte seine Sache nicht schlecht. Vor allem als es galt, zu mäßigen, wenn die Debatte allzu heftig zu werden drohte. Tatsächlich erhitzt das Strandbad immer noch die Gemüter. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat noch vor dem Sommer einen drei Millionen Euro teueren Neubau der Gaststätte beschlossen. Da sieht es die Neckarauer SPD nicht gern, wenn daran noch gerüttelt wird. Matthias Kohler: „Ich habe nachgezählt, seit 1983 haben wir uns 74 Mal mit dem Strandbad beschäftigt, wir sollen jetzt froh sein, dass der Beschluss zum Bau steht, es war ein schwieriger Ritt.”
Die CDU-Bezirksbeiräte Stefan Busch und Sebastian Boese bohrten noch einmal bei den Kosten nach, und ihre Parteifreundin Brigitte Müller-Steim wollte wissen, wie sicher der Neubau bei Hochwasser ist. Marcus Becker vom Fachbereich Sport und Freizeit suchte alle Bedenken zu zerstreuen. Die Finanzierung sei gesichert. Die Gaststätte werde von der GBG gebaut und finanziert. Die Stadt zahle zu den drei Millionen einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro. Wenn der Bau teurer werde, trage die GBG das Risiko. Und zum Hochwasser: „Die Gaststätte ist auf ein Jahrhundert-Hochwasser ausgelegt”, sie werde sicher gebaut.
„Es fehlt eine klare Aufstellung der gesamten Kosten am Strandbad”, monierte Dr. Christoph Gutknecht von der Mannheimer Liste. Das wies Marcus Becker zurück und listete auf: „Die Stadt beteiligt sich an dem Bau der Gaststätte mit einer Million Euro und gibt 400 000 Euro für die Infrastruktur - Wege, Zugänge und Beleuchtung - aus, zudem finanziert sie mit 60 000 Euro jährlich eine Vollzeitkraft und eine Saisonkraft für die Aufsicht.”
Nach Beckers Auskunft soll noch im November dieses Jahres der Spatenstich angesetzt werden. Mit der Fertigstellung des „attraktivierten Geländes” rechnet er im April 2010 und der Gaststätte im Spätsommer oder Herbst nächsten Jahres.
Uneinig sind noch Stadt und die DLRG. Die Stadt ist bereit, den Rettern einen Container zur Verfügung zu stellen. Die DLRG will ihn auch einrichten, allerdings sieht sie sich nach den Worten ihres Justiziars Dr. Fabian Widder mit Abrechnungsmodalitäten für Wasser und Strom überfordert.
Gute Aussichten am Strandbad: Nach Jahren des Tauziehens um eine
neue Gaststätte soll noch in diesem Jahr der Spatenstich für einen
Neubau erfolgen. Eine Zeichnung auf der Tafel zeigt, wie das künftige
Restaurant aussehen wird. BILD: RITTELMANN
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23. 10. 2009
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Lido: Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft billigt Vorhaben / GBG baut für die Stadt
Strandbad-Finanzierung steht
Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm
Der Weg zur Strandbad-Entscheidung war lang und kompliziert, die Finanzierung steht dem in nichts nach: Der Aufsichtsrat der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GBG hat dem Vorhaben in einer Sondersitzung mehrheitlich grünes Licht gegeben, wie jetzt bekannt wurde. Dem Bau des Strandbades dürfte damit wohl nichts mehr im Wege stehen. Kurz gesagt funktioniert das Verfahren so: Die Stadt überschreibt das Erbbaurecht an ihrem Grundstück am Rhein an die ebenfalls städtische GBG. Die baut dort ein Gaststättengebäude, dieses pachtet die Stadt wiederum zurück und verpachtet es ihrerseits an einen Gastronomen. 3,1 Millionen Euro soll das neue Strandbad kosten, die Stadt zahlt vorerst nur 900.000 Euro als Kapitalerhöhung an die GBG. Vorteil für die Kommune: Sie muss nicht die volle Summe als Kredit aufnehmen, was in der augenblicklichen Haushaltslage auch kaum möglich wäre.
Im Aufsichtsrat der GBG soll es Diskussionen gegeben haben, unter anderem über die Risiken für die Gesellschaft. Vor drei Wochen war der Bau des Strandbads in nicht-öffentlicher Sitzung des Gemeinderats von einer rot-rot-grünen Mehrheit beschlossen worden. Heftige Kritik daran kam von CDU und Mannheimer Liste.
Sobald das Gebäude fertig ist, pachtet es die Stadt für festgelegte 25 Jahre. Nach „MM”-Informationen zahlt die Kommune dafür rund 100.000 Euro netto pro Jahr an die GBG. Das Risiko liegt somit bei der Stadt - findet sie keinen Pächter oder zahlt der nicht die volle Summe, legt die Kommune drauf. „Die Stadt erwartet, dass sie die Mietkosten durch die Pachtzahlungen des Betreibers umsetzen kann”, heißt es dazu in einer Mitteilung. Sollte das nicht der Fall sein, „ist die Übernahme dieses wirtschaftlichen Risikos, gemessen an der Bedeutung des Strandbades und der Besucherzahl, gerechtfertigt.” Dass man nicht auch die Verpachtung direkt der GBG überlassen habe, sondern selbst übernehme, hat nach Angaben einer Stadtsprecherin nichts mit diesem Risiko zu tun. „Wir wollten beim Strandbad direkten Einfluss auf den Pächter haben.” Die GBG dagegen trägt das Risiko, falls der Bau doch teurer ausfällt als derzeit erwartet. Zudem läuft der Pachtvertrag mit der Stadt nur über 25 Jahre, die Finanzierung ist aber auf 35 Jahre angelegt. Falls die Kommune also im Jahr 2035 kein Interesse mehr am Strandbad hat, muss die Baugesellschaft selbst nach Mietern Ausschau halten. Trotzdem ist sich GBG-Chef Wolfgang Bielmeier sicher, dass „sich das für uns rechnet. Alles andere wäre gar nicht möglich, das könnten wir uns nicht erlauben”. Zur Sicherheit habe man intern noch einmal nachgerechnet und externe Berater hinzugezogen, das Ergebnis: Der Kostenrahmen von 3,1 Millionen Euro ist ausreichend, so Bielmeier. Kritische Stimmen, dass die GBG als Wohnungsbauunternehmen keine Gaststätten bauen solle, lässt er nicht gelten. „Uns gehören doch schon heute rund 200 Gewerbeobjekte, zudem das Schwimmbad Waldhof-Ost oder verschiedene Kinderhäuser.”
Trotzdem werden die GBG und ihre Tochter MWS, die den gesamten Bau abwickeln soll, unter besonderer Beobachtung stehen. Schließlich war die MWS an der ersten, längst revidierten Kostenschätzung von 1,6 Millionen Euro beteiligt. Diese Annahmen stellte sich zwischenzeitlich als viel zu niedrig heraus.
Mannheimer Morgen
19. August 2009 / Seite 15
Diskussion ums Strandbad
- Ein Neubau des Strandbads wurde schon seit langem diskutiert. Zuletzt stieg die Eichbaum-Brauerei im Jahr 2005 nach Querelen als möglicher
Investor aus.
- Nach einem ersten Konzept der Stadtverwaltung sollte eine Neubau rund 1,6 Millionen Euro kosten. In diesem Frühjahr stellte sich allerdings heraus, dass für einen wirtschaftlichen Betrieb wohl Investitionen in doppelter Höhe nötig sind.
- Der Gemeinderat hat vor drei Wochen in nichtöffentlicher Sitzung den 3,1 Millionen Euro teuren Neubau beschlossen. Einen Betreiber für das Strandbad muss die Stadt noch suchen. bro
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19. 08. 2009 |
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Skepsis und Vorfreude
Umfrage: Was halten die Mannheimer von den Strandbad-Plänen der Stadt?
Drei Millionen Euro sollen in den Bau einer neuen Gaststätte im Strandbad fließen. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Die Entscheidung ist jedoch umstritten und beschäftigt inzwischen auch die Kommunalaufsicht. Was die Mannheimer selbst von den Millionenprojekt halten, hat RHEINPFALZ-Mitarbeiter Felix Eichhorn herausgefunden.
„Die Planungen für das neue Restaurant sind vollkommen überflüssig. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man einen solch hohen Geldbetrag hier hinein investiert. Wo es doch weitaus wichtigere Dinge gibt”, findet Marissa Hecker. Vielmehr befürwortet die 44-Jährige, „dass man ausschließlich die Toiletten renoviert.” Denn die sanitären Einrichtungen im Strandbad seien veraltet. Ansonsten sollte man das Geld lieber in andere Projekte investieren. „Ich hoffe, die Stadt überlegt sich das noch mal, denn auch ohne diesen modernen Bau ist das Strandbad ein toller Ausflugsort”, ist sie überzeugt.
Ernst Ries (65) ist seit Jahren fast täglich auf dem Gelände des Strandbads und hält die Investition für einen großen Fehler. „Drei Millionen Euro für eine Gaststätte, das ist aus meiner Sicht herausgeworfenes Geld. Man will das Strandbad für die Bürger attraktiver machen, fängt aber an der falschen Stelle an”, erklärt er. Eher sollte die Stadt die Grünanlagen besser pflegen und das Badeverbot wieder aufheben, schlägt der Rentner vor.
Grundsätzlich sei ein Neuaufbau keine schlechte Idee, sagt Christian Chenery. Er besuche das Strandbad seit seiner Kindheit. Gegenwärtig sei es dort tatsächlich nicht sonderlich attraktiv. Doch den Zeitpunkt für die Errichtung der Gaststätte hätten die Politiker im Gemeinderat dennoch völlig falsch gewählt. „Wir befinden uns mitten in der Wirtschaftskrise, die Stadt hat kein Geld und muss überall Abstriche machen. Das Geld hätten in andere, wichtigere Dinge investiert werden müssen”, findet er. Dazu zählt der 39-Jährige vor allem Straßenerneuerungen und dringende Renovierungen an Schulen.
Reiner Müller (57) hingegen spricht sich deutlich für den geplanten Bau des Lokals aus. „Ich habe die Fotomontage in der Zeitung gesehen und freue mich auf das neue Restaurant”, erzählt er. Er sei während seiner Jugend oft in Neckarau gewesen und habe noch das alte Restaurant gekannt. „Das Strandbad ist ein Aushängeschild für die Stadt. Ich bin sicher, dass dieses Geld hier gut angelegt ist”, sagt er im Brustton der Überzeugung.
Auch Tabea Friedt befürwortet den Beschluss des Gemeinderats zum Bau der neuen Gaststätte. „Im Moment ist das Strandbad einfach nicht schön.” Zwar sei die Grünanlage in den vergangenen Jahren sehr gut gepflegt worden, aber dennoch bevorzuge sie die Möglichkeit, in einem richtigem Restaurant zu essen statt lediglich an einer Imbissbude. Darüber hinaus sei es besonders an kälteren Tagen wesentlich angenehmer, sich in einem geschlossenen Raum aufhalten zu können als lediglich im Freien, sagt die 23-jährige Studentin. (fxe)
Quelle: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.178
Datum: Dienstag, den 04. August 2009
Seite: Nr. 23
STICHWORT
Strandbad-Beschluss
Die Stadtverwaltung sieht der Entscheidung der Kommunalaufsicht über den Strandbad-Beschluss gelassen entgegen. Man werde erst einmal abwarten, wie das Regierungspräsidium in Karlsruhe über die Beschwerde der Mannheimer Liste entscheidet, sagte eine Sprecherin gestern. Die interne Prüfung der Stadtverwaltung habe ergeben, dass Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) in der Sitzung des Gemeinderates korrekt handelte. Die drei Gemeinderatsmitglieder der Mannheimer Liste dagegen werfen dem Stadtoberhaupt einen Verstoß gegen die in Baden-Württemberg geltende Gemeindeordnung vor sowie die Zweckentfremdung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GBG
(wir berichteten). (mamü)
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04. 08. 2009 |
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Ganzjahresbetrieb ermöglicht
Gemeinderat beschließt Neubau der Gaststätte Strandbad
Nach einem intensiven Diskussionsprozess hat der Gemeinderat in der nicht-öffentlichen Sitzung den Neubau der Gaststätte Strandbad mehrheitlich beschlossen.
Mit der getroffenen Entscheidung wird nun ein gastronomischer Ganzjahresbetrieb ermöglicht. Das Strandbad mit seiner großen Bedeutung als Freizeit-und Erholungsareal erfährt durch die beschlossene Lösung die dringend notwendige und lang erwartete Aufwertung. „Die geplante Investition in das Strandbad ist nicht nur eine Investition in die Gastronomie, sondern in das Gesamtkonzept -auch die Infrastruktur”, betonte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. 400.000 Besucher jährlich zähle das Strandbad, diesen müsse ein adäquates Angebot gemacht werden; schließlich führten die Beratungen schon seit einigen Jahren zu keinem Ergebnis.
Bereits im Jahr 2007 wurde eine gesamtheitliche Nutzungskonzeption mit dem Modell der kooperativen Planung, unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen erarbeitet. Ein privates Nutzungskonzept wurde verworfen, da
es dem Qualitätsanspruch von Bürgerschaft und Verwaltung sowohl architektonisch als auch betriebsbedingt nicht entsprochen hätte.
Durch Beschluss des Gemeindrates im März 2008 wurde die Verwaltung beauftragt, den Handlungsempfehlungen der Planungsgruppe zu folgen. Sieger des folgenden Architektenwettbewerbs war das Architektenbüro Blocher Blocher Partners. Nach Gesprächen mit dem potenziellen Betreiber zeigte sich, dass für einen auskömmlichen Betrieb des Strandbads beim entworfenen Neubau deutliche Nachbesserungen notwendig waren. Dies wurde von einem unabhängigen Gutachter überprüft und bestätigt.
Durch die erforderlichen Nachbesserungen belaufen sich die Kosten auf circa drei Millionen Euro. „Dies ist eine Variante, die von jedem Pächter auskömmlich betrieben werden kann”, erläuterte Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer. Bei einer reduzierten Variante sei ein auskömmlicher Betrieb nicht möglich. Dies wurde auch von einem zweiten Gutachter
bestätigt. „Die jetzt vorgeschlagene Konzeption passt zum Strandbad. Denn sie orientiert sich am alten Gebäude und bietet für die Besucher eine hohe Identifikations-und Signalwirkung”, so der Oberbürgermeister.
Unmittelbare Kosten entstehen der Stadt durch den Zuschuss zu den Baukosten in Höhe von
900.000 Euro. Die GBG übernimmt im Auftrag der Stadt den Bau und die Instandhaltung des Gebäudes. Die Stadt mietet das Gebäude von der GBG an und erwartet, dass die Mietkosten durch die Pachtzahlungen des Betreibers aufgewogen werden. Werden die erwarteten Einnahmen nicht gleich erreicht, ist die Übernahme dieses wirtschaftlichen Risikos, gemessen an der Bedeutung des Strandbades und der Besucherzahl gerechtfertigt.
Der Baubeginn des Gaststättengebäudes ist für Herbst 2009, die Inbetriebnahme für Mitte 2010 geplant. Die Betreibung der Gaststätte wird erneut öffentlich ausgeschrieben; der Bieter mit dem tragfähigsten Angebot erhält den Vertrag. (red)
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30. 07. 2009 |
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Gemeinderat rettet Perle Strandbad
Jahrelanges Tauziehen um Strandbadgastronomie kurz vor dem Ende
Das Strandbad und die Reißinsel sollten als Naherholungsgebiet für alle Mannheimerinnen und Mannheimer offen sein. So hatte es Carl-Reiß in seinem Testament festgelegt. Diesem Vermächtnis fühlt sich die SPD-Gemeinderatsfraktion verpflichtet. Seit zehn Jahren schon verfolgt die SPD-Gemeinderatsfraktion das Ziel, das Strandbad zu einer Naherholungsstätte mit attraktivem Gaststättenbetrieb zu machen. Leider sind in der Vergangenheit zahlreiche Versuche gescheitert, einen privaten Investor für den Gaststättenbetrieb zu finden.
Trotz dieser Bemühungen hielt die SPD-Gemeinderatsfraktion an ihrem Ziel fest, Attraktivität und Wirtschaftlichkeit für den Betrieb einer Gaststätte sowie Einflussmöglichkeiten der Stadt Mannheim auf einen zukünftigen Gaststättenbetreiber zu sichern. In der Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2009 hat die SPD-Gemeinderatsfraktion zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke geschlossen für die Realisierung des Vorschlages von Oberbürgermeister Kurz gestimmt.
Die notwendigen 900.000 Euro aus dem städtischen Haushalt sind bereits seit 2008 finanziert. Die Investition von 3 Mio. Euro ist gerechtfertigt. Sie erlaubt die Einrichtung eines vielseitigen und ganzjährigen Gastronomiebetriebes. Dieses Konzept ist wirtschaftlich sinnvoll. Die weitere Finanzierung erfolgt durch die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG. Diese erwartet einen klaren betriebswirtschaftlichen Nutzen. Dieses neue Konzept bietet für den zukünftigen Betreiber hervorragende Rahmenbedingungen für einen funktionierenden ganzjährigen Gastronomiebetrieb.
Das attraktive Gaststättengebäude, lehnt sich stark an das bisherige alte Gebäude an und wird für viele Strandbesucher seinen nostalgischen Wert behalten. Diese jetzt getroffene Entscheidung für die Gastronomie ist nur ein Anfang. Perspektivisch geht es um eine weitere Aufwertung des Strandbades.
„Am Strandbad entsteht jetzt wieder ein tolles Freizeitangebot für alle Besucherinnen und Besucher, das einer urbanen Metropole entspricht. Weiterhin wird das Strandbad ein Ort sein für den „kleinen Urlaub” in Mannheim gerade für jene, die sich keinen großen Urlaub leisten können”, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Fulst-Blei.
Für die SPD-Gemeinderatsfraktion möchte ich mich an der Stelle noch einmal herzlich für das Engagement vieler Beteiligter bedanken, die ganz im Sinne von Carl- Reiß gehandelt haben - hier sind vor allem Neckarauer Bezirksbeiräte aller Parteien, Vertreter der Lokalen Agenda 21 Neckarau, die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads”, der Förderverein „Mannheimer Strandbad (MASTRA) e.V.”, DLRG, Migrationsbeirat, Seniorenbeirat und Jugendförderung zu nennen”, betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marianne Bade.
Mehr Informationen unter Telefon 293-2090, per Mail unter spd@mannheim.de sowie im Internet unter www.spd-gemeinderatsfraktion-mannheim.de
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Über 3 Mio. Euro für Strandbad-Gaststätte
Verschwendung von Rot-Grün in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise
Die CDU-Gemeinderatsfraktion lehnt die Pläne des Oberbürgermeisters ab, am Strandbad eine Gaststätte für über 3 Mio. Euro zu errichten. „Wir sind gespannt, wie der Oberbürgermeister den Bürgern erklärt, dass aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise wichtige Investitionen im Bildungsbereich oder bei der Straßensanierung verschoben werden müssen und er gleichzeitig eine luxuriöse Gaststätte auf Kosten der Steuerzahler baut” wundert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Südmersen.
„Die Strandbadgaststätte könnte seit fünf Jahren stehen und hätte keinen Cent Steuergelder gekostet”, ärgert sich der neue Neckarauer Stadtrat und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Claudius Kranz über das Endlosthema Strandbadgaststätte, das er seit vielen Jahren als Bezirksbeirat im Stadtbezirk Neckarau unmittelbar miterlebt hat.
Der Bezirksbeirat Neckarau hatte damals das überarbeitete Konzept der Eichbaum Brauerei einstimmig befürwortet. Aus Sicht der CDU ist unverständlich, wieso die Verwaltung dem Druck einiger Weniger nachgegeben hat, die einen privaten Investor verhindern wollten. Die Eichbaum Brauerei stieg aus, nachdem weitere massive Einschränkungen des Betriebes aus Sicht der Brauerei die geplanten Investitionen nicht mehr refinanzierbar machten.
Das Strandbad-Areal stellt für die Mannheimer ein wichtiges Naherholungs- und Freizeitziel dar. Insofern ist eine gastronomische Versorgung vor Ort geboten. Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat deshalb nach dem Ausstieg von Eichbaum mitgetragen, dass 1 Mio. Euro zur Herstellung einer Gaststätte im Haushalt eingestellt wurden. Als dann das Ergebnis des Architekturwettbewerbs einen Investitionsbedarf von 1,3 Mio. Euro und mit weiteren Aufwertungen des Strandbades 1,6 Mio. Euro bekannt wurde, hat die CDU-Gemeinderatsfraktion dies als allerletzten Kompromiss mitgetragen.
Was dann geschah, kann nur Dilettantismus oder eine bewusste Täuschung des Gemeinderates bezeichnet werden. Aufgrund der Gespräche der Stadtverwaltung mit dem potenziellen Betreiber, habe die Stadt feststellen müssen, dass deutliche Verbesserungen zur Funktionalität notwendig seien. Nachdem ein Gutachter diese „Funktionalitätsverbesserungen” verifizierte, hat sich die Kostenrechnung von 1,6 Mio. Euro auf mehr als 3.5 Mio. Euro Brutto erhöht. Die CDU betrachtet diesen Sachverhalt als grobe Missachtung und Verhöhnung der Beschlüsse des Gemeinderates.
Obwohl der Oberbürgermeister eine neue Berechnung auf Basis des Architekturwettbewerbs mit den zwingenden Korrekturen zugesagt hat, liegt die erneute Kostenschätzung der Stadt weiterhin über 3 Mio. Euro. „Es ist ungeheuerlich, dass der Oberbürgermeister jetzt die Inhalte und Kosten der Vorlage aus dem April mit einigen neuen Erklärungen wieder in den Gemeinderat einbringt und nicht bereit ist das Kostenvolumen für die Strandbadgaststätte auf das vom Gemeinderat genehmigte Volumen zu reduzieren”, ist CDU Fraktionschef Südmersen mit dem Handeln des Oberbürgermeisters nicht einverstanden.
Die Folgekosten für eine derartige Investition spielen scheinbar auch keine Rolle. Die Parkplätze sind nicht ausreichend, der Bodenbelag und die Wege, die Grünanlagen und der Strandbereich, die Promenade, der Eingangsbereich, die Grillplätze, alles müsste eigentlich modernisiert werden, wenn man den Ansprüchen an eine 3,5 Mio. Euro teure Luxusgaststätte gerecht werden will. „Das alles ist nicht durchdacht und endet in einem finanziellen Fiasko”, ist sich die CDU Fraktion sicher.
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Strandbad: Rot-rot-grüne Mehrheit stimmt in nicht-öffentlicher Sitzung für 3 Millionen Euro teuren Gaststättenneubau
"Ja" zum Lido umstritten
Von unserem Redaktionsmitglied Katrin Filthaus
Die Entscheidung ist – nach vielen Vertagungen und Diskussionen – gefallen: Der Gemeinderat stimmte mit einer knappen rot-rot-grünen Mehrheit im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung gegen schwarz-gelb und Mannheimer Liste für den Bau einer Strandbadgaststätte, die das ganze Jahr hindurch betrieben werden kann. Kostenpunkt: rund drei Millionen Euro.
„Wir wollen eine nachhaltige gastronomische Versorgung, deswegen müssen wir das gescheit machen”, ist das Kernargument von Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer für die teuerste der drei Varianten, die zur Debatte standen. Das sieht auch Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz so, „die geplante Investition in das Strandbad ist nicht nur eine Investition in die Gastronomie, sondern in das Gesamtkonzept - auch die Infrastruktur”, betont er. 400 000 Besucher jährlich zähle das Strandbad, diesen müsse ein adäquates Angebot gemacht werden. Ein weiteres Argument liefert Warminski-Leitheußer: „Zwei Gutachter haben unabhängig voneinander bestätigt, dass diese Investitionen nötig sind, um eine ordentliche Bewirtschaftung zu sichern”. Wert legt sie darauf, dass die Gutachten Betreiber-unabhängig sind: „Wir werden im Herbst mit den Arbeiten beginnen und parallel dazu eine neue Pacht-Ausschreibung machen”. Mit dem Betreiber von „Fody's”- war schon ein Pächter gefunden worden, der sich nun erneut bewerben wird.
Da das Feststehen des Pächters der Grund dafür war, dass die Diskussionen nicht-öffentlich geführt wurden, hatte Rolf Dieter von der Mannheimer Liste beantragt, die Debatte öffentlich weiterzuführen. „Der Oberbürgermeister hat meinen Antrag nicht zur Abstimmung gestellt, weil er wohl fürchtete, dass der Gemeinderat zustimmen würde”, mutmaßt Dieter. Seine Partei überlege nun, den Vorgang beim Regierungspräsidium zu melden, „es ist nicht das erste Mal, dass er öffentliche Themen nicht-öffentlich behandelt und uns so einen Maulkorb verpasst”, so Dieters Vorwurf.
Mit der Entscheidung haben sich die Kosten für den Neubau der Gaststätte am Mannheimer Lido mehr als verdoppelt (wir berichteten mehrfach). Ursprünglich waren für das neue Ausflugsziel in Mannheim 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Südmersen macht aus seinem Ärger über die Entscheidung keinen Hehl: „Wir sind nicht bereit, drei Millionen aus Steuermitteln in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Bau einer Gaststätte zu investieren”, ärgert sich der Christdemokrat. Auch wenn die Stadt den Großteil der Finanzierung über die GBG abwickle, handele es sich „letztendlich um Steuermittel, da die GBG eine 100-prozentige Tochter der Stadt ist”, heißt es in einer CDU-Stellungnahme. „Die Strandbadgaststätte könnte seit fünf Jahren stehen und hätte keinen Cent Steuergelder gekostet”, ergänzt der Neckarauer Stadtrat Claudius Kranz (CDU). Damals sei der Vertrag mit der Eichbaum-Brauerei „an den Forderungen der Stadt gescheitert”, so Südmersen.
Gastronomie mit Aussicht auf den Rhein sorg auch nach
der Entscheidung für Konfliktstoff - BILD: PROSSWITZ
Grünen-Stadtrat Wolfgang Raufelder ist erzürnt über die ablehnende Haltung der Christdemokraten: „Sie haben keine Alternative angeboten, die FDP hat wenigstens dafür plädiert, an der provisorischen Lösung festzuhalten.” Er hält die Entscheidung für die einzig Richtige, „nach den langen Verzögerungen waren wir unter Zugzwang”, gibt er zu. Bis Mitte 2010 soll der Betrieb am Strandbad aufgenommen werden.
Mannheimer Morgen
30. Juli 2009
Verzögerungen in der Strandbad-Entscheidung
- Im August 2004 plante die Stadt, die Gaststätte und ein Areal für die Bewirtung der Eichbaum-Brauerei in Erbpacht zu überlassen.
- Ein Jahr später stoppte die Brauerei die Pläne. Verkaufsdirektor Rainer Heilmann erklärte: „Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung”. Diese befürchtete eine „Event-Gastronomie” am Mannheimer Lido.
- Im Jahr 2007 wurde eine Nutzungskonzeption erarbeitet, im März 2008 beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, den Handlungsempfehlungen der Planungsgruppe zu folgen.
- Im April 2009 stellte sich heraus, dass die Kosten fürt den geplanten Neubau statt 1,6 Millionen rund drei Millionen Euro betragen werden. Die Entscheidung wurde vertagt.
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30. 07. 2009 |
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Strandbadlokal: Streit um Kosten
Gemeinderat beschließt Bau einer Gaststätte für drei Millionen Euro - CDU: Konzept ist nicht durchdacht
Ab Herbst soll für rund drei Millionen Euro im Strandbad in Neckarau eine neue Gaststätte entstehen. Das hat der Gemeinderat am Mittwochabend in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich beschlossen. Mitte 2010 soll das Gebäude den Betrieb aufnehmen.
Die Stadt bezuschusst die Baukosten mit einer Million Euro abzüglich der Kosten für die Gutachter, die während der Planung eingesetzt wurden. Die restliche Summe beziehungsweise Bau und Instandhaltung des Hauses übernimmt die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG, von der die Stadt das Gebäude für 99.000 Euro jährlich mieten wird. Diese Mietkosten sollen durch die Pachtzahlungen des Betreibers in Höhe von maximal 110.000 Euro wieder eingespielt werden, teilt Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Die neue Gaststätte solle außerdem das ganze Jahr über geöffnet haben.
Die jetzige Planung beruht auf einem Konzept des Architektenbüros Blocher Blocher und Partner vom vergangenen Jahr. Darin sind allerdings Nachbesserungen enthalten, die auf Anregungen eines möglichen Betreibers zurückgehen. „Er hatte erklärt, in der ursprünglichen Planung lasse sich die Gastronomie nicht wirtschaftlich betreiben. Daraufhin haben wir zwei Gutachter eingeschaltet, die uns seine Angaben bestätigt haben”, sagt Warminski-Leitheußer. Deswegen habe die Stadtverwaltung die Größe des Gebäudes um 100 auf nun 578 Quadratmeter erweitert. „Bei gutem Wetter kommen im Sommer bis zu 3000 Leute ins Strandbad. Um das zu bewältigen, braucht eine Gaststätte entsprechende Lager- und Kühlkapazitäten”, erklärt sie. Auch eine professionelle Küche sowie eine vernünftige Lüftung seien in der überarbeiteten Vorlage enthalten. Die beschloss der Gemeinderat mit einer Mehrheit von SPD, Grünen und Linker Liste. Die Mannheimer Liste, die FDP sowie die CDU stimmten der Bürgermeisterin zufolge gegen das Projekt. Die Liberalen bevorzugten nach wie vor einen privaten Investor. „Das wollten wir nicht, weil wir in diesem Fall keine Einflussmöglichkeit mehr hätten”, sagt sie.
Die CDU-Fraktion kritisiert dagegen vor allem die Kosten, die sich gegenüber der anfänglichen Planung von einer Million Euro auf drei Millionen Euro erhöhten. Man sei gespannt, wie Oberbürgermeister Peter Kurz den Bau einer solchen Luxusgaststätte den Menschen in Zeiten der Wirtschaftskrise erklären wolle. Im Zusammenhang mit den Nachbesserungen spricht Fraktionsvorsitzender Carsten Südmersen gar von „Dilettantismus oder bewusster Täuschung des Gemeinderates”. „Das alles ist nicht durchdacht und endet in einem finanziellen Fiasko”, befürchten die Christdemokraten.
„Diese Vorwürfe kann ich nicht nachvollziehen”, erklärt Warminski-Leitheußer. Denn die Planung beruhe nicht auf Wunschdenken der Stadt, sondern sei in professioneller Begleitung durch externe Fachleute entwickelt worden. „Wir haben die Berechnungen des ersten Gutachters sogar von einem zweiten Gutachter überprüfen lassen. Alles ist doppelt abgesichert”, sagt sie. Die Argumentation der CDU, die Kosten seien unverständlicherweise enorm gestiegen, entbehre jeglicher Grundlage. Zumal auf Wunsch der Partei eigens eine Baukommission eingerichtet worden sei, in der die Gründe im Detail erläutert wurden. „Eine gescheite Gastronomie kostet nun mal entsprechend viel Geld. Das lässt sich nicht ändern.” (mamü)
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30. 07. 2009 |
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Gastronomie: Stadt vertagt Beratungen über den Bau einer Gaststätte am Rhein in Neckarau
Ärger über Verzögerungen am Strandbad
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Eigentlich sollten die Stadträte bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses darüber beraten, wie es mit der Gastronomie am Strandbad weitergeht. Stattdessen vertagte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Diskussion auf die nächste Sitzung im Juli. Vorausgegangen war ein kurzer Schlagabtausch zwischen dem OB, der auf sofortige Beratung drängte, und dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Carsten Südmersen, der die Entscheidung dem neuen Gemeinderat, der sich nach der Kommunalwahl am 28. Juli konstituieren muss, überlassen will.
Ob in einem Monat die Kommunalpolitiker zu Potte kommen, ist nicht ausgemacht. Bereits jetzt zeichnet sich ein Streit ab, der sich vor allem an den Kosten für das Projekt entzündet. Wie berichtet, hatte sich die Stadt nach einer Ausschreibung für einen Entwurf der Gaststätte von dem Architekturbüro Blocher und Blocher Partners entschieden. Bei der Abschätzung der Kosten verließ sich die Verwaltung auf eine Schätzung der MWS Städtebau, der zufolge die Gaststätte für 1,3 Millionen Euro zu bauen sei. Für das Betreiben des Restaurants wurde das erfahrene Gastronomie-Unternehmen „Fody’s” anvisiert. Das verlangte allerdings einige Nachbesserungen am Entwurf. Denn die Gaststätte sollte nicht nur in den Sommermonaten betrieben werden, sondern ganzjährig, nur dann könne sie sich tragen.
Verunsichert bestellte die zuständige Dezernentin Gabriele Warminski- Leitheußer bei einem Experten des Hotel- und Gastronomie-Verbandes ein Gutachten. Der Fachmann setzte drauf, schlug einen Ausbau der Küche, zusätzliche Räume für Wäsche, Abfall, Heizung und sanitäre Anlagen vor. Am Ende sollte der Bau nicht mehr 1,3 Millionen Euro kosten, sondern drei Millionen.
Ein heftiges Murren im Gemeinderat führte im April zur Einsetzung einer Kommission, die herausfinden sollte, ob denn so umfangreich gebaut werden müsse und vor allem, wie die hohen Kosten in den Griff zu bekommen seien. Eben diese Ergebnisse und gegebenenfalls Vorschläge sollten nun im jüngsten Hauptausschuss, und zwar nichtöffentlich, diskutiert werden. Dem Vernehmen nach stieß sich Südmersen und mit ihm die CDU vor allem an dem immer noch hohen finanziellen Aufwand, wenn auch nicht mehr die Rede von drei Millionen, sondern nur von 2,7 Millionen Euro war. Das wollte die CDU-Fraktion nicht dem künftigen Gemeinderat aufbürden. Auch aus anderen Fraktionen war zu vernehmen, dass sie bei der momentanen finanziellen Lage der Stadt nicht ohne weiteres bereit sind, 2,7 Millionen Euro locker zu machen.
KOMMENTAR
Zugzwang am Strandbad
Jan Cerny zu weiteren Verzögerungen am Mannheimer Lido
Die Stadt steht mächtig unter Zugzwang, und zwar nicht nur die Verwaltungsspitze, sondern auch der Gemeinderat. Allmählich wächst die Gefahr, dass die Kommunalpolitik in Neckarau massiv Vertrauenskredit verliert. Das wäre nicht verwunderlich. Die leidige Geschichte um die Gestaltung des Strandbades als Freizeit- und Ausflugsareal und vor allem den Bau einer neuen Gaststätte an dem beliebten „Mannheimer Lido” zieht sich seit drei Jahren hin.
Die Entscheidung, die Beratungen um einen weiteren Monat zu verschieben, lässt die Befürchtung aufkommen, dass auch danach nicht schnell gehandelt wird. Das aber liefe darauf hinaus, dass im nächsten Jahr am Strandbad immer noch keine Gaststätte, bestenfalls ein Rohbau steht. Bereits jetzt mehren sich die Stimmen, die nach einer raschen Sanierung des Geländes und der sanitären Anlagen rufen. Doch außer dass das alte Gebäude abgerissen wurde, tut sich nichts.
Das Gastronomie-Unternehmen „Fody’s” betreibt am Strandbad inzwischen eine provisorische Bewirtung. Ein geflügeltes Wort besagt, dass „nichts ewiger währt als ein Provisorium”. Das darf sich am Strandbad auf keinen Fall bewahrheiten. Dafür hat die Stadt der Bevölkerung zu oft eine liebenswerte Naherholung am Strandbad versprochen.
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19. 06. 2009 |
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Strandbad
Initiative fordert rasches Handeln
Die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads” begrüsst den Beschluss des Hauptausschusses zur Nutzungskonzeption am Strandbad. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Wie berichtet, einigten sich die Stadträte auf eine Umgestaltung des Geländes, verschoben aber die Entscheidung über den Bau der Strandbad-Gaststätte auf die nächste Sitzung im Juni. Die Initiative drängt nun auf einen Beschluss noch vor der Kommunalwahl und einen Baubeginn noch im Herbst dieses Jahres. Die „Freunde des Strandbads” zeigen sich verwundert über die enorme Kostensteigerung für die Errichtung des Gebäudes.
Dennoch rufen sie zum schnellen Handeln auf. Martina Stamm, Sprecherin der Bürgerinitiative, fordert von der eingesetzten Kommission, bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses eine tragfähige Lösung zu finden und damit die seit 2004 andauernde Hängepartie positiv abzuschließen.
Red
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5. 05. 2009 |
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Neubau der Strandbad-Gaststätte
An warmen Tagen „brummt der Bär”! Die Massen strömen zum „Mannemer Lido” und werden sich bald über bessere Zugänge zum Strandbadgelände freuen können. Seit 1. Mai fährt an Sonn- und Feiertagen alle 20 Minuten auch wieder der Strandbad-Bus Linie 49. Der Promenadenbereich ist weiterhin für Hunde und Radfahrer verboten – diese Verbote werden entsprechend überwacht! Frisch angepflanzte Baum und Heckenreihen trennen dann die einzelnen Freizeitbereiche voneinander ab. Selbst die abendliche Beleuchtung wird optimiert. Diese Maßnahmen belasten das Stadtsäckl mit etwa 370 000 Euro. Die Stadt ist Pächterin.
Der Gaststätten-Neubau soll inzwischen ca. 3 Mio. Euro verschlingen – das sind 1,4 Mio. mehr, als ursprünglich veranschlagt! Neue Erkenntnisse und Berechnungen führten zu dieser Kostenexplosion, die in diesem Ausmaß von den meisten Kommunalpolitikern abgelehnt wird. Ein ganzjähriger Betrieb und die damit zusammenhängenden baulichen Erweiterungen samt Risiken erfordern eben zusätzliche Gelder! Es droht also erneut eine Verschiebung der Bautätigkeiten bis ins Frühjahr 2010 und der „designierte” neue Betreiber der Gaststätte, Fody Pashalidis („Fody’s”), ist davon natürlich nicht begeistert. Immerhin kann er z. Z. durch den Betrieb eines provisorischen Gartenlokals die Grundversorgung der Strandbadgäste bereits recht ordentlich gewährleisten. Nun soll eine personell möglichst umfangreich besetzte Kommission intensiv beraten und bis zum 16. Juni hoffentlich endgültige Entscheidungen treffen. (haka)
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4. 05. 2009 |
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Pressemitteilung „Freunde des Strandbads”
Baubeginn - Jetzt aber flott!
Die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads” begrüßt den Beschluss des Hauptausschusses zur Nutzungskonzeption am Strandbad vom 21. April 2009.
Angesichts der Verschiebung des Beschlusses zum Bau des Gastronomiegebäudes fordert die Initiative einen Beschluss noch in dieser Legislaturperiode und einen Baubeginn noch im Herbst 2009.
Auch die „Freunde des Strandbads” sind verwundert über die enorme Kostensteigerung für die Errichtung des Gebäudes. Dennoch fordern sie zum schnellen Handeln auf. Martina Stamm, Sprecherin der Bürgerinitiative: „Die eingesetzte Kommission sollte bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses eine tragfähige Lösung finden und damit die seit 2004 andauernde Hängepartie endlich positiv abschließen. Das geht nur auf Basis der Beschlüsse des kooperativen Planungsverfahrens und des im Architektenwettbewerb ausgewählten Entwurfs.”
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26. 04. 2009 |
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„Strandbad-Gaststätte”: Gravierende Mängel bei Planung des Gebäudes
Ärger über Kostenexplosion
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Waren sich die Stadträte und Verwaltung im Hauptausschuss des Gemeinderates noch über die Gestaltung des Geländes am Strandbad einig, so verweigerten die Politiker wenige Stunden später unisono der neuen Planung der Gaststätte das Placet. Vorausgegangen waren nach Aussagen mehrerer Teilnehmer der Beratungen „heftige Diskussionen”. Die Stadträte zeigten sich über die massive Steigerung der Kosten verärgert. Wie berichtet, soll das von Blocher Blocher Partners entworfene Gebäude nicht wie ursprünglich angesetzt rund 1,6 Millionen Euro kosten, sondern etwa drei Millionen.
Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer gab sich Mühe, die rasante Kostensteigerung zu begründen. Demnach habe sie, bei der Übernahme des Projektes gemerkt, dass die Gaststätte für einen erfolgversprechenden ganzjährigen Betrieb viel zu klein dimensioniert war. Daraufhin habe sie eine Unternehmensberatung eingeschaltet. Und die wies auf die gravierenden Mängel hin. Im ursprünglich geplanten Gebäude fehlten entscheidende Räume wie Heizungsraum, und Schmutzraum. Die Küche war für die vorgesehene Zahl an Plätzen viel zu klein. Es fehlte auch ein Fahrstuhl fürs Personal. Und auch die Strom- und Heizungsleitungen waren nicht ausreichend.

Das Strandbad braucht eine Gaststätte,
darüber herrscht Einigkeit.
BILD: RITTELMANN
In der hitzigen Debatte tauchten Fragen nach den Schuldigen auf, nach der Gültigkeit des Architektur-Wettbewerbs, nach der Vergabe an einen Pächter. Am Ende waren sich die Stadträte durch die Bank einig, dass die Vorlage der Verwaltung so nicht stehenbleiben kann. „Sicher wirkte sich auch der anstehende Kommunalwahlkampf aus”, meinte ein Teilnehmer.
Übereinkunft herrschte indes darüber, dass eine Gaststätte am Strandbad auf jeden Fall gebaut werden müsse und das bald. Das Gremium einigte sich darauf, eine Kommission mit Vertretern aller Partien zu bilden. Die soll bis zum 16. Juni ausarbeiten, wie die künftige Gaststätte dimensioniert sein wird. „Das Ergebnis ist offen, möglich ist auch die ursprüngliche billigere Lösung, aber auch Zwischenstufen”, erklärte Bürgermeisterin Warminski-Leitheußer im Gespräch mit dem „MM”. Zugleich kündigte sie an, auf jeden Fall an dem Entwurf von Blocher Blocher Partners festzuhalten.
KOMMENTAR
Mächtiger Pfusch
Jan Cerny fragt nach den Schuldigen am Strandbad
Es gibt in Mannheim ein paar politisch verminte Felder, das Strandbad gehört dazu. Mit einem Erfolg kann sich hier ein Kommunalpolitiker eine Gloriole holen, im Falle eines Scheiterns eine blutige Nase. Das musste der einstige Bürgermeister Rolf Schmidt erfahren, der mit einen Sommer-Pavillion bei der Bevölkerung durchfiel, das erlebt jetzt Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer, die nun vor einem Scherbenhaufen steht. Daran ändert wenig, dass sie das sensible Vorhaben mitten in der Planung übernommen hat, kaum war sie wenige Wochen im Amt. Sie steht im Fokus der Öffentlichkeit und muss jetzt ausbaden, was vermutlich andere eingebrockt haben.
Auch wenn der Blick nun nach vorn gerichtet ist, und man im Rathaus versucht zu retten, was zu retten ist, die Frage bleibt, wer den Pfusch angerichtet hat. Die GBG, der die Stadt den Bau der Strandbad-Gaststätte überantwortet hat? Die MWS, die mit der Projektplanung beauftragt war? Die Stadtverwaltung, die nicht gemerkt hat, was man ihr da untergejubelt hat?
Sicher scheint, dass die Planer offensichtlich keine Ahnung haben, was an warmen Sommertagen am Strandbad los ist. Eine etwas aufgemotzte Kneipe reicht jedenfalls nicht, um die Massen von Ausflüglern zu bewirten. Ein ordentlich ausgestattetes Restaurant muss her. Und zwar ohne weitere Verzögerungen. Die Stadträte in der nun gebildeten Kommission stehen unter einem mächtigen Zugzwang, wenn sie nicht weitere Politikverdrossenheit riskieren wollen.
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23. 04. 2009 |
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Strandbadlokal: Alles wieder offen
Streit in Ausschuss um Konzept –
Baubeginn für neue Gaststätte diesen Sommer immer unwahrscheinlicher
VON GERHARD BÜHLER
Zu einer Hängepartie entwickelt sich die Entscheidung des Gemeinderats zum Bau eines neuen Strandbadgebäudes, nachdem zuletzt eine drohende Verdoppelung der Baukosten auf über drei Millionen Euro öffentlich geworden war. Nun soll offenbar auch das bereits erfolgte Ausschreibungsverfahren nochmals auf den Prüfstand.
Der für diesen Sommer eigentlich vorgesehene Baubeginn wird immer unwahrscheinlicher. Wie nach der nicht-öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag bekannt wurde, ist die Entscheidung über das Projekt von der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung kommende Woche genommen worden. In der nichtöffentlichen, laut Teilnehmern sehr lebhaften Sitzung bis in die Abendstunden hinein waren neben Kritik an der Kostenentwicklung grundsätzliche Zweifel am bisherigen Vorgehen der städtischen MWS Bauconsult aufgekommen, die mit der Baubetreuung auch das Ausschreibungsverfahren für den künftigen Pächter der Gaststätte übernommen hatte. Als Konsequenz soll sich jetzt eine Kommission aus Gemeinderäten aller Parteien und Gruppierungen nochmals mit dieser Frage beschäftigen und über eine mögliche Neuausschreibung entscheiden. Als künftiger Pächter war bisher Fody Pashalidis im Gespräch.
Den gravierenden Anstieg der Baukosten erklärte die zuständige Bürgermeisterin Gabriele Warminski- Leitheußer mit einem zwischenzeitlichen neuen Gutachten. Der auf Gastronomie spezialisierte Unternehmensberater Uli Riedel habe sich das Strandbad-Konzept angesehen und auf Schwachstellen hingewiesen. So seien für einen erfolgreichen Betrieb in der gewünschten Größenordnung mehr Lagerräume, mehr Kühlkapazität und eine bessere Lüftungsanlage erforderlich, die einen zusätzlichen Flächenbedarf von 100 Quadratmetern ergeben hätten.
Wie Warminski-Leitheußer erläuterte, sehe das Konzept vor, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG das Gebäude errichtet und an die Stadt vermietet, die ihrerseits an den Gastronomiepächter untervermietet. Die Investition der Stadt soll damit wie anfangs vorgesehen bei einer Millionen Euro bleiben, den Rest der Baukosten muss die GBG tragen. Ein erwarteter Pachterlös von 110.000 Euro im Jahr soll zur allmählichen Tilgung der Baukosten an die GBG weitergereicht werden. Ein Beschluss über den Abschluss der Pachtverträge konnte im Hauptausschuss aber nicht herbeigeführt werden. Das traditionsreiche Ausflugslokal schloss 2004, das alte Gebäude ist inzwischen abgerissen.
Zustimmung gab es im Ausschuss hingegen für Maßnahmen, das Strandbadgelände in Neckarau attraktiver zu gestalten. Für Anpflanzungen, barrierefreien Zugang und Beleuchtung sowie zwei weitere Personalstellen für Ordnung und Reinigung 440.000 Euro genehmigte er.
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23. 04. 2009 |
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„Mannheimer Lido”: Hauptausschuss des Gemeinderates beschließt Sanierung des Geländes
Stadt nimmt Strandbad in Angriff
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Die Stadt nimmt die Sanierung des Strandbades in Angriff, eine Vorentscheidung fiel gestern im Hauptausschuss des Gemeinderates. Dabei ging es zunächst gesondert um die Gestaltung des Geländes, die auf einhellige Zustimmung bei den Stadträten stieß. Streit zeichnete sich während der kurzen Debatte um die überarbeitete Planung der Strandbad-Gaststätte ab. Die Entscheidung darüber fiel allerdings im nichtöffentlichen Teil der Beratungen nach Redaktionsschluss. Wie berichtet, ist die neue Konzeption für das Gebäude mit erheblichen Kostensteigerungen von rund 1,6 Millionen Euro auf rund drei Millionen Euro verbunden, eine Tatsache, mit der sich einzelne Stadträte nicht sofort anfreunden konnten.
Ob nun teurer oder billiger gebaut wird, auf jeden Fall soll die beliebte Freizeitanlage durch Gestaltungsmaßnahmen aufgewertet werden. Denn, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, das Strandbad habe lange Tradition und verfüge über eine emotionale Bindung in der Mannheimer Bevölkerung: „Es ist dringender Handlungsbedarf.”
Das sahen auch die Stadträte so. Demnach sollen die Zonen für Ruhe-, Spiel- und Grillbereich getrennt werden. Deutlich sichtbare und mehrsprachige Tafeln werden darauf hinweisen. Damit die unterschiedlichen Zonen auf Anhieb erkennbar werden, sollen sie mit Pflanzen, Hecken und Büschen getrennt werden. Entsprechend lässt die Stadt auch die Grünflächen gestalten.
Aus Sicherheitsgründen installiert die Stadt eine bessere Beleuchtung. Bis zu zwölf Lampen sollen für klare Sicht bei Dunkelheit sorgen. Und auch der Zugang zum Strandbad wird erheblich neu gestaltet. Der Weg vom Parkplatz zum Eingang wird asphaltiert. Neue Schilder werden künftig auf das Verbot für Hunde und Radfahrer in dem Freizeitbereich hinweisen. Aufsichtspersonal soll darauf achten, dass es eingehalten wird. Weitere Verbesserungen betreffen die Toilettenanlagen, die Duschen im Freibereich und die Erneuerung der Bänke sowie Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz. Insgesamt investiert die Stadt in die Anlage rund 377 000 Euro.
Damit werden nach Angaben der zuständigen Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer weitgehend auch die Vorschläge der kooperativen Planungsgruppe berücksichtigt, die sich im vergangenen Jahr ausführlich mit der Neugestaltung des Strandbades beschäftigt hat. In ihr arbeiteten neben Vertretern der Stadt und der lokalen Politiker auch engagierte Bürger.
Die Zustimmung kam von allen Fraktionen. Lediglich Rolf Dieter von der Mannheimer Liste lehnte zusätzliches Personal ab. Die Debatte über den Neubau der Gaststätte fand hinter verschlossenen Türen statt. Der Oberbürgermeister betonte, dass ihr Betrieb von vornherein ganzjährig vorgesehen war.

Mit den ersten Sonnenstrahlen kamen auch die Gäste: Das Strandbad wird saniert und neu gestaltet
Bild: Rittelmann
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22. 04. 2009 |
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Pressemitteilung „Freunde des Strandbads”
Ende der Funkstille:
Verwaltung informiert über Strandbad
Gestern haben wir uns über die mangelnde Kommunikation der Verwaltung in Sachen Strandbad geäußert.
Heute hat die Verwaltung sofort reagiert:
Die zuständige Dezernentin, Gabriele Warminski-Leitheußer, hat in einem sehr ausführlichen Telefonat über das veränderte Planungskonzept und die Gründe der Veränderungen informiert. Im Gespräch bedauerte Frau Warminski-Leitheußer, dass wir nicht frühzeitig informiert wurden und aus der Presse von den Planungen erfahren mussten. Die Gespräche sollen in der nächsten Zeit auch in einem persönlichen Treffen fortgesetzt werden.
Die im kooperativen Planungsverfahren erarbeiteten Vorschläge werden in der Beschlussvorlage zum Strandbadgelände aus unserer Sicht positiv umgesetzt. Nach Aussagen der Dezernentin bezieht sich die Vergrößerung des Gastronomie-Gebäudes lediglich auf Wirtschafts- und Sozialräume und nicht auf eine Ausweitung des Sitzplatzangebots.
Martina Stamm, Sprecherin der Freunde des Strandbads: "Wir hoffen, dass der Hauptausschuss in der morgigen Sitzung den Planungen zustimmt und damit endlich den Startschuss für die Neugestaltung des Strandbads gibt".
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20. 04. 2009 |
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Pressemitteilung „Freunde des Strandbads”
„Freunde des Strandbads” funken SOS
Mit Befremden müssen wir die neuesten Presseberichte zum Thema Strandbad und Strandbadgastronomie zur Kenntnis nehmen. Aus den Veröffentlichungen geht hervor, dass nach Abschluss des kooperativen Planungsverfahrens im November 2007 und der anschließenden Beschlussfassung im Gemeinderat Veränderungen am gemeinsam erarbeiteten Nutzungskonzept vorgenommen werden.
Die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads” war seit Abschluss des kooperativen Planungsverfahrens nicht mehr in die Planungen einbezogen, wir wurden zu keiner Zeit über Veränderungen informiert.
Martina Stamm, Sprecherin der Bürgerinitiative: „Bürgerbeteiligung bedeutet auch Information, Offenheit, Klarheit und Transparenz! Wir befürchten, dass die Stadtverwaltung wieder in alte Verhaltensmuster der gezielten Des- und Nichtinformation zurückfällt. Wir fordern auch im Sinne von Change2 (Säule 3) die umfassende Information der interessierten Bürger.”
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19. 04. 2009 |
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Gaststätte: Stadträte der Mannheimer Liste und der FDP kündigen Widerstand gegen neue Planungen der Stadtverwaltung an
Neubau am Strandbad schlägt wieder Wellen
Keineswegs auf einhellige Zustimmung kann die Stadtverwaltung heute bei den Beratungen zu den Planungen am Strandbad hoffen. Mit Blick auf die Kosten sehen die FDP-Stadträte die „Schmerzgrenze deutlich überschritten”. Die Mannheimer Liste kündigt an, dass sie den Gemeinderat auffordern wird, das Projekt zu stoppen. Und auch in der Neckarauer CDU formiert sich Widerstand. Das Strandbad bleibt weiter ein Zankapfel.
Wie berichtet, will Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer heute die noch druckfrischen Vorschläge im Hauptausschuss vorlegen. Und die haben es in sich: Mit der Fertigstellung der Strandbad- Gaststätte ist nicht mehr, wie noch vor einem knappen Jahr angekündigt, in diesem Sommer zu rechnen. Vielmehr soll im Herbst der erste Spatenstich erfolgen. Was aber die Kommunalpolitiker noch mehr auf die Palme bringt: Der Bau wird nicht wie zunächst geplant rund 1,6 Millionen Euro kosten, sondern rund drei Millionen Euro. Denn die Planungen wurden erweitert, schließlich soll das Restaurant nicht nur im Sommer für die Ausflügler offen sein, sondern ganzjährig.
Strandbad-Freunde zufrieden
„Mit Befremden” reagiert die Bürgerinitiative „Freunde des Strandbades” auf die Veränderungen. Die Mitglieder monierten, dass sie nicht mehr in die Planungen einbezogen und zu keinem Zeitpunkt über die Veränderungen informiert worden seien. Gestern informierte Warminski- Leitheußer die Initiative. Martina Stamm, Sprecherin der Freunde des Strandbads: „Wir hoffen nun, dass der Hauptausschuss den Planungen zustimmt und damit endlich den Startschuss für die Neugestaltung des Strandbads gibt”.
Die FDP kritisiert in erster Linie die „Kostenexplosion” und fordert eine Verschiebung des Beschlusses zum Neubau der Gaststätte in den neuen Gemeinderat, der am 7. Juni gewählt wird. Im Wahlrausch werde sich keine rationale Entscheidung treffen lassen, befürchten die liberalen Stadträte. Auch die Mannheimer Liste kritisiert die Steigerung der Kosten um rund 100 Prozent. Die freien Wähler regen an, mit den Investoren neu zu verhandeln und dabei auch den ordnungsgemäßen Betrieb des Geländes an dem beliebten „Mannheimer Lido” zu regeln. Jan
Die mehr als 70 Jahre alte Strandbad-Gaststätte ist abgerissen, über den Bau der neuen gibt es heftige Diskussionen. BILD: JAN
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21. 04. 2009 |
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Mit dem Restaurant am Strandbad wird es in diesem Jahr nichts mehr.
Neuer Eröffnungstermin ist das Frühjahr 2010. Außerdem wird der Neubau teurer als veranschlagt. Er soll fast das Doppelte kosten.
Besuchern des Mannheimer Strandbades bietet sich zurzeit ein etwas trostloser Anblick. Nur ein Bauzaun und aus dem Boden ragende Eisenarmierungen erinnern noch an das alte Strandbadgebäude aus den 20er Jahren. Direkt an der Rheinpromenade mit seinem langen Kiesstrand gelegen, erfreute sich das Restaurant mit der großen Aussichtsterrasse viele Jahrzehnte großer Beliebtheit bei der Bevölkerung. Schon am Ende des vergangenen Jahres wurde das marode Gebäude schließlich abgerissen und anschließend das Gelände geräumt. Vorher stand es jahrelang leer, und die Bausubstanz zerfiel.
Nachdem sich jedoch auch nach langer Suche kein geeigneter Pächter und Investor für die Strandbadgaststätte finden ließ, beschloss die Stadtverwaltung, einen städtischen Investitionszuschuss von einer Million Euro für die Errichtung eines neuen Gebäudes zur Verfügung zu stellen. Eine Sanierung des alten Gebäudes aus den 20er Jahren war wirtschaftlich nicht vertretbar. Aus einem Ideenwettbewerb für den Neubau unter fünf Mannheimer Architekturbüros ging im Juli 2008 der Entwurf des Büros Blocher Blocher und Partner als Sieger hervor. Der Entwurf stieß auch deshalb allgemein auf große Zustimmung, weil er dem Aussehen des alten, traditionellen Strandbades in vielen Punkten entsprach.
Wie das alte Gebäude wird auch das neue wegen des Hochwassers auf Betonstützen stehen, die großenteils auf denselben Stellen stehen und dieselben Fundamente nutzen werden, was die Baukosten verringert. Das Erdgeschoss bleibt wie früher offen und kann von mobilen Kiosken genutzt werden. Für Restaurant und Café im Obergeschoss ist ein Innenraum mit hundert und eine Terrasse mit 200 Plätzen vorgesehen. Die ursprünglichen Pläne hatten die Eröffnung zur jetzt beginnenden Sommersaison gefasst. Dies verhinderten jedoch planungsrechtliche und planerische Schwierigkeiten, auch in Bezug auf die Erfordernisse des künftigen Pächters, der inzwischen offensichtlich gefunden worden ist. Sein Name werde aber erst genannt, wenn sich der Gemeinderat nochmals mit der Sache beschäftigen werde, kündigte Majid Khoshlessan, Geschäftsführer der städtischen MWS Bauconsult an, die mit der Baubetreuung beauftragt wurde, an. Ein neuer Beschluss des Gemeinderats sei auch wegen eines „veränderten Kostenrahmens” nötig. Wie zu hören ist, kalkuliert die Stadt inzwischen nicht mehr mit 1,6 Millionen, sondern mit drei Millionen Euro. „Wenn dieser Beschluss und die Baugenehmigung noch vor der Sommerpause vorliegen, können wir sofort loslegen”, weist Khoshlessan auf sehr weit fortgeschrittene Planungen hin.
Doch schon sind kritische Stimmen aus dem Gemeinderat zu hören. So teilt die Mannheimer Liste (ML) mit: „Gegen den Widerstand der Mannheimer Liste hat der Gemeinderat beschlossen, die Strandbad-Gaststätte nicht von einem Investor oder Betreiber errichten zu lassen. Jetzt rächt sich die Entscheidung mit einer veranschlagten Verdoppelung der Kosten. Und ein Ende ist nicht absehbar, da darüber hinaus Kosten und Betrieb des Strandbadgeländes weiter ungeklärt sind.” Daher fordert die ML den Hauptausschuss auf, „dieses Projekt zu stoppen und neu mit Investoren zu verhandeln”. Und die FDP schlägt vor, den Beschluss dem neuen Gemeinderat zu überlassen und ihn nicht im Wahlkampf zu fällen. „Aus Liebe zum Strandbad haben wir damals zugestimmt, wenn auch mit Bauchschmerzen, da Bau und Vermietung einer Gaststätte nicht zum Aufgabengebiet der Stadt gehören”, so Stadträtin Elke Wormer verärgert. „Doch drei Millionen Euro für ein städtisches Ausflugslokal überschreiten unsere Schmerzgrenze deutlich.” (büg)
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17. 04. 2009 |
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Wo heute nach dem Abriss des alten Gaststätten-Gebäudes eine Lücke klafft (unteres Bild),
soll im Frühjahr 2010 ein neues Restaurant mit Terrasse eröffnet werden (siehe Modell oben).
BILDER (2): JA
Neckarau: Mit dem Neubau der Gaststätte am "Mannheimer Lido" erfolgt auch eine Sanierung
der Umgebung
Auch Strandbad-Gelände wird gestaltet
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Komplizierter als zunächst geplant gestaltet sich der Neubau eines Restaurants am Strandbad. Einerseits sollte es keine Luxus-Gaststätte mit lautstarker Event-Gastronomie werden, so jedenfalls lautete die Forderung der Neckarauer, die den bisherigen volkstümlichen Charakter gewahrt sehen wollten. Andererseits muss sich das privat betriebene Restaurant finanziell tragen.
Das aber gehe, wandte der potenzielle Pächter des künftigen Betriebs, Fody Pashalidis ein, nur bei einem ganzjährigen Betrieb der Gaststätte. Die Stadt wollte es genau wissen und gab ein Gutachten in Auftrag. Die Unternehmensberatung für Gastronomie und Hotellerie, RC&P, gab dem erfahrenen Gastronomen Pashalidis recht. Um die Gaststätte auch in den Wintermonaten betreiben zu können, müsse aber einiges zusätzlich gebaut, beziehungsweise installiert werden. Das betrifft vor allem die technische Infrastruktur für Heizung, Elektrizität und Lüftung.
Dadurch wird sich der Neubau erheblich verteuern und - wie berichtet - verzögert sich die Eröffnung um fast ein Jahr. Nicht mehr 1,6 Millionen Euro wie ursprünglich angesetzt, soll der Bau der Strandbad-Gaststätte nach den Plänen des Architektenbüros Blocher Blocher Partners kosten, sondern gut drei Millionen Euro. Mit der Inbetriebnahme rechnet die Stadt erst im Frühjahr 2010.
Aus den Planungen und Gesprächen in einer eigens gebildeten kooperativen Planungsgruppe geht hervor, dass die Stadt nicht nur das Gebäude erneuern will. Vielmehr soll das "Mannheimer Lido" neu geordnet werden.
Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer kündigt jetzt schon an, dass mit dem Bau des neuen Restaurants auch gestalterische Maßnahmen im Gelände erfolgen. Gedacht sei an das Pflanzen von Baum- und Heckenreihen, um eine optische Trennung zwischen Spiel- und Grillbereich zu erreichen. Damit soll das derzeit ausufernde Grillen sichtbar auf eine vorgegebene Zone beschränkt werden.
Die Stadt lässt auch den Zugang zum Strandbad neu gestalten. Saniert wird ebenfalls das bestehende Toilettenhaus, das allerdings für Behinderte ungeeignet ist. "Die können dann die Einrichtung in dem neuen Restaurant nutzen, denn das Gebäude wird auf jeden Fall behindertengerecht gebaut", erklärt die Bürgermeisterin.
Die Mitglieder der kooperativen Planungsgruppe – Vertreter der Stadtverwaltung, der Kommunalpolitik und verschiedener Interessengruppen – regten an, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob das bestehende Badeverbot am Strandbad aufgehoben werden kann. Dieser Vorschlag dürfte allerdings durch den tödlichen Unfall am vergangenen Wochenende an den Rheinwiesen einen Dämpfer erhalten haben. Dort ist, wie berichtet, ein kleines Mädchen in den Fluss gefallen und ertrunken.
Nur noch Erinnerung bleibt die Gaststätte,
die über 70 Jahre
das Bild des Strandbades geprägt hat. Sie wurde
abgerissen
und wird mit einem Neubau ersetzt. BILD: RITTELMANN
Weitere Anregungen der Gruppe betreffen den Verkehr, die Gestaltung der Zufahrtsstraßen und das Anbringen von mehrsprachigen Tafeln, die über Verhaltensregeln am Strandbad informieren.
Bis es so weit ist, sollen die Spaziergänger und Ausflügler nicht auf eine Erfrischung verzichten müssen. Der künftige Pächter der Strandbad Gaststätte, Fody Pashalidis, betreibt ein provisorisches Gartenlokal. Die Bewährungsprobe hat es an den sonnigen Ostertagen glänzend bestanden.
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17. 04. 2009 |
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Gastronomie: Neues Restaurant am beliebten Ausflugsziel am Rheinufer eröffnet voraussichtlich
erst im Frühjahr 2010
Neubau am Strandbad teurer
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Jahrelang plante die Stadt am Strandbad, den Besuchern des beliebten Ausflugsziels am Rhein eine ansprechende Gastronomie zu bieten. Jetzt verzögert sich der Neubau eines Restaurants erneut. Außerdem werden sich die Kosten wohl fast verdoppeln. Noch im Sommer 2008 kalkulierte die Stadt 1,6 Millionen Euro für einen Neubau, nun ist die Rede von rund drei Millionen.
Erstaunt bleiben in diesen Tagen Spaziergänger am Strandbad vor einem Bauzaun stehen: Die alte Gaststätte mit der Terrasse, die seit über 70 Jahren fester Bestandteil des "Mannheimer Lido" war, ist verschwunden. Da, wo das Gebäude stand, ragen nur noch Eisenstäbe aus dem Boden. Daran wird sich nun bis zum Herbst nichts ändern. Wer hoffte, schon jetzt im Sommer an einem sonnigen Tag eine Erfrischung auf der Terrasse eines neuen Restaurants zu genießen, sieht sich enttäuscht. Der Baubeginn ist abermals verschoben worden. Nach Angaben von Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer wird erst im kommenden Herbst der erste Spatenstich gesetzt, in Betrieb genommen wird die Gaststätte wohl erst im Frühjahr 2010, so die Planung.
Allerdings müssen die Stadträte im Hauptausschusses nächste Woche noch zustimmen. Denn immerhin haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen beträchtlich verändert, und das bedeutet für die Stadt auch ein höheres Risiko. "Das sind zwar höhere Kosten", erklärt die Bürgermeisterin, "die sind aber für den wirtschaftlichen Erfolg unabdingbar." Denn die Gaststätte soll nicht nur im Sommer öffnen, sondern das ganze Jahr. Nur so könne sie wirtschaftlich betrieben werden.
Das geht aus dem Gutachten einer Unternehmensberatung hervor. Darin wird eine Erweiterung des vom Architektenbüro Blocher Blocher Partners entworfenen Restaurants um rund 100 Quadratmeter angeregt. Bedeutender und damit kostenträchtiger sind die Veränderungen innerhalb des Gebäudes: eine deutliche Verbesserung der technischen Ausstattungen für Heizung, Strom und Lüftung, die Errichtung einer Trafostation, fest eingebautes Inventar und eine Basiseinrichtung für die Küche.
Das Grundstück bekommt die Wohnungsbaugesellschaft GBG im Erbbaurecht überlassen. Die GBG erstellt das Gebäude, das dann von der Stadt gepachtet wird. Damit entspricht Mannheim dem Wunsch zahlreicher, in verschiedenen Gruppen organisierten Freunde des Strandbades, die immer wieder gefordert haben, dass die Stadt das Sagen am Strandbad behält.
Die Gaststätte wird allerdings ein Privatunternehmen betreiben. In Fody Pashalidis glaubt die Verwaltung, den geeigneten Mann gefunden zu haben. Der Gastronom betreibt in der Region mehrere "Fody's"-Gaststätten. Auf seine Anregung geht auch die Planung für den ganzjährigen Gastronomiebetrieb am Strandbad zurück. Pashalidis übernahm bereits die Bewirtung in einem provisorischen Gartenlokal in Nachbarschaft des künftigen Terrassenrestaurants. An den sonnigen Ostertagen zog diese Gastronomie bereits scharenweise Besucher an.
Das Strandbad gehört zu den beliebtesgten Zielen der Mannheimer an sonnigen Tagen. Auf eine Gaststätte mit Terrasse müssen sie noch ein Jahr warten. Bild Rittelmann
Bürger setzten sich am Strandbad durch
- Carl Reiß (1843 bis 1914) vermachte das Naherholungsziel am Rhein den Bürgern und der Stadt.
- Seit 1927 zieht der Mannheimer Lido die Menschen an. Der einen Kilometer lange Rhein-Kieselstrand ging als Badeparadies in die Geschichte ein.
- In derselben Zeit entstand auch das Gaststätten-Gebäude, das in den vergangenen Wochen wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.
- 2006 wollte die Stadt die Bewirtschaftung der Mannheimer Brauerei Eichbaum überlassen.
Eichbaum wollte das alte Gebäude abreißen und in den Sommermonaten mobile Pavillons aufstellen.
- Nach Protesten aus der Bürgerschaft überarbeitete die Stadt die Planungen und schrieb einen Architekturwettbewerb für ein neues Restaurantgebäude aus. Als Sieger ging der Entwurf des Architektenbüros Blocher Blocher Partners hervor. jan
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16. 04. 2009 |
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Fortsetzung folgt.
Anmerkung der Internetredaktion:
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An: SOS@strandbad-mannheim.de
oder: Lutz Walzel, Trifelsring 17, 67117 Limburgerhof, Tel.: 06236 462961
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