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Streit um Badeverbot am Strandbad: Stadt Mannheim braucht noch Zeit

Fristverlängerung beim Verwaltungsgericht erwirkt

Justiz

Mannheim. Jörg Schmidt ärgert sich. Er versucht seit langem, vor dem Karlsruher Verwaltungsgericht das Badeverbot im Rhein am Mannheimer Strandbad zu kippen. Nun hat die Stadt zur Erwiderung auf seine Klage eine achtwöchige Fristverlängerung erwirkt. Das sei „ein Armutszeugnis“, kritisiert der frühere SPD-Stadtrat und Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-Württemberg. „Die Auseinandersetzung um das Badeverbot schleppt sich schon seit sechs Jahren dahin.“ Alle Argumente seien längst ausgetauscht und hätten sich nicht verändert.

Stark verkürzt: Die Stadt nennt das Schwimmen am Strandbad nach wie vor sehr gefährlich, vor allem wegen der Strömung und der Schiffe. Schmidt verweist dagegen auf frühere Jahrzehnte ohne Unfälle. Und die Wasserqualität - mit der das Verbot 1978 begründet wurde - habe sich nachweislich stark verbessert. Zudem erinnert der frühere VGH-Vize an das Recht zur Selbstgefährdung: Es gehöre nicht zu den Aufgaben des Staates, „den Einzelnen an einer ausschließlich ihn selbst gefährdenden Unternehmung zu hindern“.

Auch Antrag im Gemeinderat

Als Grund für die erwirkte Fristverlängerung teilt die Stadt dem „MM“ mit, man wolle Schmidts „Behauptungen“ mit neuen Stellungnahmen von Feuerwehr und DLRG kontern. Auf die Frage, ob es denn neue Erkenntnisse über die Gefahren des Badens im Rhein gebe, lautet die Antwort schlicht: „Nein.“ Zeit gehe indes keine verloren, wegen der hohen Belastung der Verwaltungsgerichte werde in der Sache ohnehin „frühestens 2022“ terminiert und entschieden. Schmidt hat in seiner Klage jedoch auf eine mündliche Verhandlung verzichtet, damit es schneller geht - und weil ja alle Argumente sattsam bekannt seien.

Das Badeverbot soll nun auch Thema im Gemeinderat werden, die Mannheimer Liste hat eine Aufhebung beantragt. Zur Begründung wird ebenfalls in erster Linie auf die deutlich höhere Wasserqualität verwiesen. Die Menschen könnten nicht nachvollziehen, warum etwa in Brühl und Lampertheim das Schwimmen im Rhein erlaubt, hier jedoch untersagt sei, so der Fraktionsvorsitzende Achim Weizel.

Mannheimer Morgen - Steffen Mack

Ex-VGH-Vize klagt gegen Badeverbot am Mannheimer Strandbad

p 0004Mannheimer Morgen 19.05.2021

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein ehemaliger Stadtrat die Stadt verklagt. Noch dazu ein früherer der SPD, die ja traditionell der Stadtspitze eher nicht mit konfrontativer Schärfe begegnet. Das tut auch Jörg Schmidt nicht, obwohl er aus der Partei schon vor Jahren ausgetreten ist. Dass er gegen die von seinem Ex-Genossen Peter Kurz geführte Verwaltung juristisch zu Felde zieht, hat einen einfachen Grund: Schmidt ist diese Sache wichtig. Er will wieder dürfen, was er schon als Kind und bis zum 1978 verhängten Verbot sehr gern tat – im Strandbad im Rhein schwimmen. Nicht aktuell, die Badesaison steht ja auch unter starkem Corona-Vorbehalt. Es geht hier vielmehr um eine Grundsatzfrage.

In rechtlichen Dingen kennt sich Schmidt ziemlich gut aus. Noch sehr viel mehr Zeit als im Mannheimer Gemeinderat (da saß er von 2004 bis 2009) verbrachte er wenige Kilometer weiter am baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof. In dem arbeitete er rund 35 Jahre, die letzten sechs vor seiner Pensionierung 2001 als Vizepräsident.

 

Kaum noch Schadstoffe

Nun muss Schmidt indes erleben, dass es in den erstinstanzlichen Niederungen schleppender verläuft als von ihm gewohnt. Das Karlsruher Verwaltungsgericht hat nach mehr als zwei Jahren seine Klage aus rein formalen Gründen abgewiesen: Er habe die falsche Form gewählt. „Im Ergebnis halte ich das zwar für vertretbar“, sagt Schmidt. Er hätte sich aber früher einen entsprechenden Hinweis des Gerichts gewünscht, dann hätte er die Klageart direkt verändern können. Das hat er nun nachgeholt. Um Zeit zu sparen, will er keine mündliche Verhandlung. „Ich habe keine Lust, vor den jungen Kollegen aufzutreten“, begründet der Jurist seinen Verzicht. „Im Übrigen ist der Fall nicht mehr erörterungswürdig. Alles, was gesagt werden könnte, ist geschrieben.“

In der Tat stehen die Positionen beider Seiten sehr deutlich in den Akten. Die Stadt begründete ihr Badeverbot 1978 mit gesundheitsgefährdenden Schadstoffen im Rhein. 2016 und 2017 ergaben dann Laboranalysen, die der Förderverein Mannheimer Strandbad in Auftrag gegeben hatte, eine deutlich verbesserte Wasserqualität. Baden wäre demnach dort nicht mehr schädlich.

Anträge auf eine Aufhebung des Verbots wies die Verwaltung jedoch zurück. Sie argumentiert zum einen, weil es etwa durch Industrieunfälle immer wieder zu Schadstoff-Belastungen kommen könne, sei im Rhein nicht von einer durchgängig verlässlichen Wasserqualität auszugehen. Zum anderen wird auf gefährliche Strömungen verwiesen, die es an jener Stelle gebe, sowie auf den starken Schiffsverkehr. Als Beleg werden auch Stellungnahmen von DLRG- und Feuerwehr-Experten angeführt, die sich ebenfalls für die Beibehaltung des Badeverbots aussprechen.

Recht auf Selbstgefährdung

Diese Argumente lässt Schmidt nicht gelten: „In den Jahrzehnten des Betriebs des Strandbads mit Millionen Schwimmern hatte sich niemals ein durch Strömung oder Schifffahrtsbetrieb verursachter Unfall ergeben.“ Wieso sich daran etwas geändert haben sollte, sei nicht ersichtlich. Auch der Verweis auf theoretisch mögliche Schadstoffunfälle überzeuge nicht. Sollte sich tatsächlich einer ereignen, könne man mit einem vorübergehenden Verbot reagieren. Es gehe auch nicht darum, an jener Stelle einen organisierten Badebetrieb einzurichten. Den Menschen solle lediglich erlaubt werden, dort individuell im Rhein zu schwimmen. Der frühere Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofs erinnert an das juristisch anerkannte Recht zur Selbstgefährdung: Es gehöre nicht zu den Aufgaben des Staates, „den Einzelnen an einer ausschließlich ihn selbst gefährdenden Unternehmung zu hindern“.

Wann mit einer Entscheidung über die Klage zu rechnen ist, kann ein Sprecher des Verwaltungsgerichts noch nicht abschätzen. Wird Schmidt bei einer Abweisung die zweite Instanz – also seine Ex-Arbeitsstätte in der Schubertstraße – einschalten? Dazu habe er keine Lust, meint er. Zumal die richtige Formulierung des entsprechenden Rechtsmittels recht kompliziert sei.

Sein Verhältnis zum obersten Stadtvertreter jedenfalls hat durch die Klage nach Schmidts Eindruck nicht gelitten. Mit Peter Kurz sei er nach wie vor in engem Kontakt. Ihm gegenüber habe der Oberbürgermeister „auch ein gewisses Verständnis artikuliert“. Offiziell müsse Kurz da aber nun mal die Linie seiner Verwaltung vertreten.

Bis zu 40 000 Badegäste

Das Gebiet rund um das Strandbad wurde der Mannheimer Bevölkerung vom Politiker und Unternehmer Carl Reiß (1843-1914) vermacht.

1927 wurde dann das Rheinstrandbad eröffnet.

Am 21. August 1932 sei mit rund 40 000 Besuchern ein Rekord erreicht worden, schreibt Stadtrat Wolfgang Taubert (Mittelstand für Mannheim) auf den Internet-Seiten des 1997 gegründeten Fördervereins MASTRA.

1978 wurde das Baden wegen Schadstoffen im Rhein verboten. sma

Steffen Mack © 

Steffen Mack Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

Menschliche Nähe trotz Abstand

Spaziergänge mit Beschränkungen am Strandbad und im Waldpark

22052020 MaMoIm Bistro Oro am Strandbad gibt es Pizza und Kaffee to go:

Jürgen Wallenwein (v.l.) und Gisela Pernikas reihen sich in die Schlange der Wartenden ein.

Der Rhein fließt träge dahin. Möwen ziehen kreischend ihre Runden, Schwäne, Gänse und Enten dösen faul in der Sonne. Nur selten tuckert ein Frachtschiff über die Wasserstraße. Kastanien entfalten am Rheinuferufer ihre Blütenpracht. Wer spazieren geht, genießt die Ruhe und die Natur. Dennoch ist einiges am Rheinufer anders als sonst. Trotz Corona-Pandemie sind unzählige Menschen im Strandbad und auch im Waldpark unterwegs. Es wird weitgehend versucht, Abstand zu halten. Nur Radler und Jogger zeigen sich bisweilen rücksichtlos.

Am 1. März begann die Saison im Strandbad. Ab da galt die neue Strandbadordnung. Das heißt, kein Zugang für Hunde und Radfahrer. „Doch die Hinweisschilder sind unglücklich, nämlich viel zu hoch angebracht“, bedauerte Gisela Pernikas von MASTRA e.V. Der Förderverein Mannheimer Strandbad setzt sich seit 1997 mit vielfältigen Aktivitäten für das Wohl des Strandbades ein. Auf Hinweis der städtischen Aufsichtsperson hätten Nutzer erwidert, das hätten sie nicht gelesen. Sie habe deshalb gleich an die Verwaltung geschrieben, dass das Anbringen der Schilder in Höhe der Baumkronen unglücklich sei. Auch über das neue Grillverfahren werde leider nur über Internet informiert, so Pernikas.

„Immer gut besucht“

Ab Mitte März war dann Schluss mit lustig. „Wegen Corona war alles zu, die Eingänge zum Strandbad mit Gittern verrammelt und das gesamte Gebiet mit rot-weißem Band abgesperrt“, berichtete Pernikas Mitstreiter Jürgen Wallenwein. Seit den Corona-Lockerungen ist das Strandbad nun wieder für Besucher geöffnet. „Seitdem ist das Strandbad immer gut besucht, aber übersichtlich und mit Abständen“, sagte Pernikas.

Doch für Grünflächen und Parks in der Stadt gebe es besondere Auflagen (wir berichteten). Laut Schild am Eingang gelten im Strandbad „erweiterte Abstandsregeln von acht Metern zu anderen Personen und Gruppen“. „Das macht niemand“, stellte Pernikas fest. Sie möchte den Grund wissen, wieso die Regeln hier anders sein müssen. Die Nutzer lägen hier auch sonst eigentlich nicht sehr dicht – abgesehen natürlich von Familienverbänden. „Insgesamt läuft es hier gut – acht Meter Abstand nicht, aber zwei bis drei Meter schon“, so Pernikas. Zwei bis dreimal am Tag werde das Einhalten der Regeln hier von der Polizei kontrolliert.

Das Leben in Corona-Zeiten ist weitgehend entschleunigt. Paare schlendern am Rhein entlang, viele gehen auch im nahen Waldpark spazieren – alleine, zu zweit oder Familien. Tempo gibt es nur durch Radfahrer und Jogger. Mit hoher Geschwindigkeit fahren Radler Slalom um Mütter mit Kinderwagen und rauschen nah an ihnen vorbei. Viele Spaziergänger erschrecken sich und schimpfen den Radlern laut hinterher. Penetrant nahe fahren vor allem die, die mit Rennrädern unterwegs sind. Einige treten alleine in die Pedale, aber auch Gruppen von bis zu zehn Radlern heizen zwischen Besuchergruppen durch.

Sie schnaufen dabei genauso wie Jogger. Auch sie halten kaum Abstand, tragen keine Masken vor Nase und Mund. „Der Weg hier im Waldpark ist nicht breit genug für alle“, schimpft eine junge Mutter, die mit ihren beiden Söhnen unterwegs ist. „Warum weichen die nicht einfach aus oder bremsen?“, fragt sie sichtlich genervt. „Ich habe doch hinten keine Augen.“ Wieder rasen drei Radler direkt an der Familie vorbei. Die Mutter ist es, die den Weg verlässt und auf die nahen Rheinwiesen ausweicht. „Das ist mir zu gefährlich. Auch wegen der Ansteckungsgefahr für meine Kinder und mich.“

Eigentlich will sie nur Vitamin D in der Sonne tanken, die Natur genießen und aufs Wasser des Rheins gucken. „Das ist schwer. Dauernd muss man aufpassen“, seufzt sie.

Silvia Osthues

 

Strandbad wieder offen für Besucher

Liebe Strandbadfreunde,

da wir alle konsequent gewesen sind, dürfen wir das Strandbad nun wieder besuchen.

Allerdings auch jetzt noch unter Auflagen, die aus Rücksicht auf alle Besucher bitte auch eingehalten werden.

Die wichtigsten sind:
- Grillverbot an Strandbad
- Abstandsregelungen von mindestens 8 Metern auf allen öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet
- Begrenzung der zulässigen Höchstzahl von Kindern auf Spielplätzen auf maximal ein Kind pro 10 Quadratmeter Fläche

Außerdem habt bitte Verständnis dafür, dass die Restaurants noch nicht öffnen dürfen - evtl. ist mit Vorbestellung eine Abholung möglich.

Strandbadsaison beginnt - neue Regelungen beginnen auch!

Liebe Strandbadfreunde,

endlich beginnt die ersehnte neue Strandbadsaison, auf die wir uns alle so gefreut haben - endlich wieder Sonne genießen, den Strand, Luft und die erwachende Natur.

Die neue Saison bringt auch neue Regeln mit sich, die ab dem 15.03.2020 nun gelten auf die wir hinweisen wollen - siehe den Auszug aus dem Amtsblatt der Stadt Mannheim unten!

Leider wird auch Corona Einschränkungen am Strandbad nach sich ziehen - wir bitten die entsprechenden Aushänge vor Ort zu breücksichtigen und vor allem auch ernst zu nehmen!

Allen Besuchern und Freunden des Strandbads wünschen wir eine erholsame Zeit!

Amtsblatt der Stadt Mannheim 12. März 2020

Strandbad Mannheim

Mit geänderter Satzung und neuen Grillregeln in die Saison 2020

Die neue Strandbad-Saison steht vor der Tür und es ist eine Neuerung deutlich zu erkennen. Die Stadt Mannheim installiert zwölfstationäre Grills auf der Wiese an der Promenade in einer neu definierten „Grillzone“. Zudem wurde die Satzung über die Benutzung des Strandbades der Stadt Mannheim vom 30. März 2010 überarbeitet und um Regelungen zum Grillen erweitert. Nach Beschluss des Gemeinderates gilt nun ab dem15. März 2020 die geänderte Strandbadsatzung. In den zurückliegenden Jahren hat insbesondere die Grillwiese am Strandbad eine überregionale Anziehungskraft entwickelt. Dies führte dazu, dass vor allem an Wochenenden und bei warmen Temperaturen bereits am frühen Morgen viele Besucherinnen und Besucher, teilweise in großer Gruppenstärke, aus der ganzen Metropolregion anreisten, um dort zu grillen und den Tag zu verbringen. Einher ging dieser Besuch meist mit verstärktem Aufkommen mobiler Grills und entsprechender Rauchentwicklung sowie Belästigung sowie regelmäßiger Verschmutzung der ganzen Anlage. Aufgrund immer wiederkehrender Beschwerden und Konflikte sowie Auswirkungen auf die Parksituation und andere Nutzergruppen sah sich die Stadt Mannheim veranlasst, eine Neuordnung der Grillwiese vorzunehmen, um auch künftig allen Besuchergruppen am Strandbad einen erholsamen Aufenthalt zu ermöglichen. In Zukunft darf Grillgut nur noch an den festen Grillstationen zubereitet werden. Der Verzehr erfolgt außerhalb dieser Grillzone. Die neuen Grillstationen stehen den Besucherinnen und Besuchern des Strandbades von 6 bis 22 Uhr täglich unentgeltlich zur Verfügung. Wer zuerst kommt, grillt zuerst. Eine Reservierung der Grills ist nicht möglich. Um sicher zu stellen, dass alle die Gelegenheit erhalten, die stationären Grills nutzen zu können, ist es erforderlich, dass die Grills nach Beendigung des Grillvorgangszügig freigeräumt werden. Um ein geordnetes und möglichst störungsfreies Miteinander aller Besucherinnen und Besucher des Strandbades auch nach der geänderten Strandbadsatzung sicher zu stellen, werden das Personal des Strandbades und unterstützend Mitarbeitende des städtischen Ordnungsdienstes die Einhaltung der auch vor Ort ausgeschilderten Regelungen über-wachen. Wer zum Beispiel zukünftig auf der Wiese mit einem mitgebrachten, eigenen Grill erwischt wird, begeht eine Ordnungs-widrigkeit und riskiert ein entsprechendes Bußgeld. Die Grillstationen stehen auf Betonfundamenten und sind mit Müll- und Aschebehältnissen ausgestattet. Damit wird sowohl die Brandgefahr eingedämmt als auch die Sauberkeit erhöht. Durch die Beschränkung der nutzbaren Grills auf die zwölf stationären Grills der Grillzone und einer entsprechenden Verortung wird der Rauchentwicklung beim Grillen zukünftig entgegengewirkt. Da jetzt auch keine mobilen Grills, einschließlich Einweggrills, mehr erlaubt sind, ist der Rasen im Strandbad zudem besser vor Brandschäden geschützt und der Pflegeaufwand für die Grünfläche wird erheblich reduziert. Der überwiegende Teil der Liegewiese kann damit wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zur Verfügung stehen. Nochmals hinweisen möchte der Fachbereich Sport und Freizeit zudem auf das auch in die geänderte Strandbadsatzung aufgenommene Fütterungsverbot für Vögel und Tiere. Ein Verstoß hiergegen stellt zukünftig eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einem Bußgeld belegt. Der Fachbereich appelliert an alle Besucherinnen und Besucher des Strandbads, keine Essensreste herumliegen zu lassen und vor allen Dingen die Wildgänse nicht zu füttern. Das Futter ist in den wenigsten Fällen gesund für die Tiere. Brot zum Beispiel enthält für Vögel zu viel Salz, das im Vogelmagen aufquillt. Durch das üppige Nahrungsangebot wächst die Population vor allem von solchen Arten, die heimische Arten verdrängen. Es werden nicht nur Ratten angelockt, sondern auch die Verschmutzung der Wege und Liegewiesen durch Vogelkot nimmt stark zu.

.|ps Weitere Informationen

gibt es unter www.mannheim.de/strandbadoder beim Fachbereich Sport und Freizeitüber das Service-Telefon unter 293-4004oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

„Das will hier niemand sofort abreißen“

1579079 2 gallerydetaillandscape img 04405054                          Ein Bauwerk mit doppelter Nutzung: Der Gebäudekomplex am Strandbad beherbergt einen Infrastrukturbereich
                          des Campingplatzes (links) und das Bistro Oro (rechts). © Rittelmann

Die einen befürchten, dass der Komplex demnächst einstürzt, die anderen haben Angst, dass ein Neubau Charme und Flair des Areals verschandeln könnte: Keine Frage, das Infrastrukturgebäude des Campingplatzes inklusive des Bistros am Strandbad sind baufällig. Der Neckarauer SPD-Stadtrat Bernhard Boll hat sich deshalb bei den jüngsten Etatberatungen für die Finanzierung einer Studie stark gemacht, die sich mit Plänen zur Sanierung oder Neugestaltung des Areals befasst. Dieser Antrag fand jetzt bei den Etatberatungen 2020/21 im Umfang von 100 000 Euro eine Mehrheit.

Und was geschieht nun in diesem Jahr mit dem Komplex? Muss er der Abrissbirne weichen? „Nein“, versichert Stadtrat Boll, „niemand will das Gebäude jetzt und sofort abreißen“. Er weist vielmehr darauf hin, „dass sich das Gebäude seit Jahren in einem derart schlechtem Zustand befindet, dass nur über regelmäßige statische Überprüfungen und bauliche Ertüchtigungen eine Aufrechterhaltung des Campingplatz- und Bistrobetriebs sichergestellt werden kann“. Es sei absehbar, dass die Gebäudesubstanz nicht dauerhaft erhalten werden könne und eine Grund-Renovierung unwirtschaftlich sei. Doch eines Tages falle der Komplex vielleicht von heute auf morgen zusammen: „Kein Mensch weiß, wann das passieren könnte.“

Deshalb sei zumindest eine Vorplanung, samt Einholen von Architekten-Meinungen und Entwürfen wichtig. „Wenigstens eine vorbereitende Konzeptstudie für den Neubau eines gestelzten Gebäudes ist dringend notwendig“, betont Boll. Allein für diese Vorplanungskosten seien die 100 000 Euro gedacht. „Da ist dann noch nichts in Stein gemeißelt. Ich möchte ja nur, dass die Kommune auf alle Eventualitäten und jeglichen plötzlichen Handlungsdruck vorbereitet ist.“ Sich um die Weiterentwicklung des Strandbads zu kümmern, sei übrigens auch eines seiner Wahlversprechen gewesen – und das wolle er jetzt einlösen.

Jedenfalls, so Boll, freue sich der SPD-Ortsverein Neckarau-Almenhof-Niederfeld sehr, dass es im Gemeinderat gelungen sei, eine wichtige Entscheidung für die Weiterentwicklung des Strandbades als Naherholungsgebiet zu treffen. Denn ein Ganzjahresbetrieb sei derzeit nicht möglich. Doch das Bistro Oro im nördlichen Teil des Strandbads erfreue sich außergewöhnlicher Beliebtheit. Um so dringlicher sei es, dass Bewegung in die Bau- oder Sanierungspläne käme.

Standfestigkeit wird überprüft

Dass sich „endlich etwas tut“, begrüßt auch die Vorsitzende des Fördervereins Mannheimer Strandbad (MASTRA) Gisela Korn-Pernikas. Dennoch fürchtet sie, dass ein Neubau auf Stelzen das familiäre Flair des Freizeitareals zerstöre. Ihr Vorschlag: „Der marode Teil kann abgerissen werden. Und als einfache Lösung könnten zwei Duschen und Toiletten für die Campingfreunde errichtet werden.“ Der sanierungsbedürftige Zustand des Gebäudes bereitet den MASTRA-Mitgliedern, wie bereits mehrfach berichtet, seit vielen Jahren Kopfzerbrechen. Einmal im Jahr, so berichtet Oro-Chef Alben Metaj, schaue ein Statiker der Stadt vorbei und städtische Bedienstete würden monatlich die Standfestigkeit des Bauwerkes überprüfen. Ihm hat der Campingverein 2010 den Raum für das Bistro auf städtischem Gelände untervermietet. Und auch Metaj begrüßt es, „dass sich endlich irgendetwas in der Sache bewegt“. Schließlich müsse man für den Fall gewappnet sein, dass der Komplex eventuell ganz plötzlich wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss. 30 bis 35 000 Euro investiere er jährlich in den Erhalt des Anwesens. Und dies ohne städtischen Zuschuss oder Unterstützung des Campingvereins.

Inzwischen hat der Gastronom mit seiner Familie auch das Vereinslokal des Tennisclubs Rot-Weiß Waldpark am Kiesteichweg übernommen. Es trägt ebenfalls den Namen Oro und ist nach einer kleinen Ferienzeit ab 28. Januar wieder für alle seine Gäste geöffnet.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 08.01.2020

Frohe Weihnacht

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Mastra wünscht ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir freuen uns auf die neue Strandbadsaison 2020!

 

Strandbad soll weiterentwickelt werden - Infos aus den Etatentscheidungen der Stadt Mannheim

Abendstimmung Strandbad Mannheim

 

Das Infrastrukturgebäude des Campingplatzes inklusive des Bistros am Mannheimer Strandbades ist baufällig. Ein Ganzjahresbetrieb ist nicht möglich. Das Bistro im nördlichen Teil des Strandbads erfreut sich außergewöhnlicher Beliebtheit.

Der Neckarauer SPD-Stadtrat Dr. Bernhard Boll weist darauf hin, „dass das Gebäude sich jedoch seit mehreren Jahren in derart schlechtem Zustand befindet, dass nur über regelmäßige statische Überprüfungen und bauliche Ertüchtigungen eine Aufrechterhaltung des Campingplatz- und Bistrobetriebs sichergestellt werden kann.“ Es sei dennoch absehbar, dass die Gebäudesubstanz nicht dauerhaft erhalten werden kann und eine grundständige Renovierung unwirtschaftlich ist. „Deshalb ist eine vorbereitende Konzeptstudie für den Neubau eines gestelzten Gebäudes notwendig,“ so Stadtrat Bernhard Boll.

Er hatte deswegen bei den laufenden Etatberatungen entsprechende Haushaltsmittel für 2020 beantragt. Dieser Antrag fand heute bei den Etatberatungen der Stadt Mannheim im Umfang von 100.000 Euro eine Mehrheit im Gemeinderat.

Der SPD-Ortsverein Neckarau-Almenhof-Niederfeld freut sich sehr, dass es im Gemeinderat gelungen ist, eine wichtige Entscheidung für die Weiterentwicklung des Strandbades als Naherholungsgebiet zu treffen.

Stadt beschließt Änderung der Strandbadsatzung

Neckarau Almenhof Nachrichten NAN 23.08.2019

zum Artikel

Gegenseitige Rücksicht - Kommentar

Mannheimer Morgen

Nein, schön ist das am Strandbad nicht, wenn manchmal Dutzende, manchmal sogar über 100 Grills Duft- und Rauchschwaden absondern. Auch Radfahrer und Hunde haben auf der Promenade und den Spiel- und Liegewiesen nichts verloren. Und vom Parkplatz-Chaos an besucherstarken Schönwetter-Wochenenden gar nicht erst zu sprechen. Aber ernste Probleme, das sagen sowohl Stadt als auch bürgerschaftlicher Förderverein, gibt’s im grünen Süden zum Glück so gut wie nicht. Selbst dann nicht, wenn die Wiesen am Rheinufer von Besuchern in großer Gruppenstärke bevölkert werden.

Lediglich von „einer Handvoll Uneinsichtiger“, die pro Saison von der Strandbadaufsicht bei Verstößen erwischt werden, weiß Uwe Kaliske vom Rathaus-Fachbereich Sport und Freizeit zu berichten. Die neue Benutzungsordnung enthält jede Menge Verbote und Vorschriften, deren Einhaltung auch irgendwie überwacht werden müsste. Dass auch gegen diese Regelungen die Handvoll Uneinsichtige verstoßen wird – damit muss man leider rechnen. Ansonsten gilt: Mit gegenseitiger Rücksichtnahme kommt man am weitesten. Am Strandbad-Grill genauso wie überall sonst im Leben.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 09.07.2019

Autor: Thorsten Langscheid (lang)

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